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‚Krusher’ Kovalev – Ringrückkehr am 30. Januar

‚Krusher ’Kovalev – Ringrückkehr am 30. Januar

Sullivan Barrera dürfte keine Freudensprünge gemacht haben. Schon seit langem würde der Kubaner gerne gegen Sergey Kovalev antreten. Im vergangenen April wäre es fast soweit gewesen, doch die Coronavirus-Pandemie machte ein Aufeinandertreffen der beiden Boxer im Ring zunichte. Die Verträge waren angeblich schon unterschrieben, doch das half Barrera nicht. Zwar hatte es noch vor einem Monat geheißen: „Kovalev vs Barrera“ findet am 30. Januar statt, doch nun hat ein anderer Boxer das Rennen gemacht und darf gegen den ‚Krusher‘ boxen.

Kovalevs Gegner im Moskauer Olympiastadion ist Bektemir Melikuziev. Die Bilanz des 24 Jahre alten Usbeken: 6-0-0. Klingt nach „ungefährlich“, Fallobst und Aufbaugegner, doch Melikuziev ist alles andere als das. ‚Bully’ Melikuziev – bei World of Boxing und Golden Boy Promotions unter Vertrag – hat eine boxerische Vergangenheit als hochdekorierter Amateur, holte sich 2016 Olympisches Silber, gewann bei den Asienmeisterschaften 2017 die Goldmedaille im Halbschwergewicht und bei den Weltmeisterschaften 2017 in Hamburg die Bronzemedaille.

Wer auch immer Melikuziev aussuchte, hat damit dem 37-jährigen Kovalev nicht unbedingt einen Gefallen getan. Fakt ist: der Kampf gegen den ‚Krusher‘ ist für Bektemir Melikuziev eine große Chance, sich auf der Weltbühne bekanntzumachen. Insider gehen davon aus, dass Melikuziev das Zeug dazu hat, Kovalev zu besiegen. Ein bisschen Respekt klingt trotzdem mit, wenn man  den 24-jährigen zum kommenden Kampf befragt: „Sergey Kovalev ist einer der größten Boxstars des letzten Jahrzehnts. Aber ich werde sehr gut auf den 30. Januar vorbereitet sein!”

Der Kampf wird live auf DAZN übertragen und in mehr als 200 Ländern, darunter den USA, Russland und Usbekistan, zu sehen sein. Für Sergey Kovalev (34-4-1) ist es der erste Ringauftritt seit dem Verlust des WBO-Titels im Halbschwergewicht an Saul Alvarez im November 2019.

Kovalev hat noch „zwei Kämpfe bei DAZN gut“ und äußert sich reichlich optimistisch, was seine Begegnung mit dem jungen Usbeken angeht: „Ich bin froh, dass ich nach einer langen Pause jetzt meine Reise zurück zum Weltmeistertitel beginne”, so der ‘Krusher’ in einer Pressemitteilung: „Die Tatsache, dass dieser Kampf in Russland stattfindet, gibt mir noch mehr Motivation und Kraft. Ich möchte meinen Landsleuten wieder mit meinem Boxen und einem schönen Sieg gefallen.”

Nun bleibt abzuwarten, ob das auch tatsächlich gelingt. Nach der Niederlage gegen ‚Canelo‘ Alvarez dürfte Kovalev vermutlich ohnehin keine gute Investition mehr für DAZN sein. Fraglich ist, was passiert, wenn Kovalev gegen den aufstrebenden Bektemir Melikuziev erneut eine Niederlage einfährt.

Bild: Bektemir Melikuziev Bek-Bully / Instagram

Hier der Kampf zwischen Bektemir Melikuziev und Alan Campa, bei dem sich Melikuziev am 30. Oktober 2020 den vakanten WBO-Intercontinental-Titel im Supermittelgewicht sicherte.

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3 Kommentare

  1. 19. Dezember 2020 at 12:44 —

    Für den Krusher sicherlich eine Standortbestimmung. Er kann eigentlich nur verlieren, wenn er nicht eindeutig siegt. Andernfalls wird es heißen auf Toplevel war es das. Aber immerhin zeigt er, dass er Eier hat und sich der Hausforderung stellt und dieses Risiko eingeht.

    Übrigens wie damals gegen Canelo, wo er zwei Monate nach seinem letzten Kampf dann gegen Saul angetreten ist.

  2. 19. Dezember 2020 at 16:06 —

    Ich mag Kovalev!
    Sicherlich gibt es technisch versiertere Boxer aber ich habe seine Kämpfe stets interessiert und gespannt verfolgt.
    Ich denke Kovalev wird diesen Kampf verlieren.
    Die letzten Niederlagen haben Kova zugesetzt und ich glaube es wird Zeit für ihn, die Boxhandschuhe an den Nagel zu hängen.

  3. Kovalev soll sich mal die Haare transplantieren lassen!
    Auf dem Foto sieht das aus als hätte ein Auto ohne ABS eine Bremsspur auf seinem Kopf hinterlassen.

    @ boxen.de Redaktion

    Bitte ans Kovalev Management weitergeben die info!

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