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Krtysztof Wlodarczyk gewinnt WBC-Titel durch TKO in Runde Acht

Nachdem der erste Kampf zwischen Krtysztof Wlodarczyk und Giacobbe Fragomeni im letzten Mai noch unentschieden ausgegangen war entschied der Pole dieses Mal vor heimischem Publikum das Duell für sich. Nachdem er seinen italienischen Gegenüber bereits in der sechsten Runde am Boden hatte, gelang es ihm schließlich in Runde Acht ihn zu stoppen.

Der Kampf war über weite Strecken hinweg schwach und die Runden ähnelten sich stark. Fragomeni verbrachte die ersten vier Runden damit dem Polen hinterher zu dackeln ohne dabei besonders viel zu machen. Auch Wlodarczyk fiel nicht sonderlich viel ein und er feuerte immer mal wieder aus dem Rückwärtsgang Jabs auf die Deckung von Fragomeni ab. Ab der dritten Runde fing er dann langsam an auch Kombinationen zu schlagen und hatte zumindest etwas Erfolg. Nach vier Runden lag er bei zwei der drei Punktrichtern mit 40-36 und 39-37 vorne, während der dritte es 38-38 unentschieden sah.

Giacobbe Fragomeni begann nun langsam warm zu werden und mehr Erfolg zu haben. Vor allem wurde er aktiver und überbrückte besser die Distanz. Auch gelang es ihm nun besser länger in Schlagdistanz zu bleiben, doch seine vielleicht beste Runde wurde überschattet, als er am Ende der sechsten Runde nach einer rechten Gerade von Wlodarczyk zu Boden musste. Fragomeni stand schnell wieder auf und konnte direkt in die Rundenpause um sich wieder zu erholen.

In der siebten Runde wandte sich das Kampfgeschehen etwas, da Wlodarczyk sich nun nicht mehr ganz so viel bewegte und lange Zeit vor Fragomeni stehen blieb. Dabei waren die Stärken der beiden gut abzusehen. Der Italiener landete mehr klare Treffer, doch Wlodarczyk hatte die deutlich härteren Hände im Ziel. Und diese härteren Hände sollten auch für das Ende des Kampfes eine Runde später sorgen. Ganz früh in der achten Runde erwischte der Pole Fragomeni mit einem Aufwärtshaken, der diesen möglicherweise zum ersten Mal im Kampf nach hinten drängte. Angeschlagen ließ er sich von Wlodarczyk in der Ringecke stellen und kassierte dort ein paar weitere gute Treffer bis er zu Boden ging. Zwar stand er auch dieses Mal relativ schnell wieder auf seinen Beinen, doch als der Ringrichter ihn fragte, ob er weitermachen wolle, verneinte dies Fragomeni, so dass der Kampfabbruch folgte.

Krtysztof Wlodarczyk ist damit zum zweiten Mal Cruisergewichtsweltmeister, nachdem er bereits 2006 eine etwas fragwürdige Entscheidung gegen Steve Cunningham und damit den IBF-Titel gewann. Für den 40-jährigen Fragomeni könnte dies unter Umständen der letzte Kampf gewesen sein, da ihm anzusehen war, dass er nicht mehr ganz der Alte ist nach einigen Schlachten, die er im Ring erlebte.

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