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Kovalev und Bivol verteidigten ihre Titel im Madison Square Garden

An diesem Wochenende gab es einige gute Halbschwergewichtskämpfe zu sehen. In Deutschland ließ Promoter Ulf Steinforth seine Halbschwergewichtler in den Ring steigen. Diese Veranstaltung konnte man im MDR sehen und hatte so die perfekte Einstimmung auf die Kämpfe in den USA, die in der Nacht folgen sollten. Die SES-Veranstaltung in Weißenfels war wenn man so will die „Vorspeise“. Der „Hauptgang“ wurde im Doppelpack live aus den USA serviert. In New Yorker „Madison Square Garden“ verteidigten WBO-Champ Sergey Kovalev und WBA-Weltmeister Dmitry Bivol ihre Titel. Im Barcleys Center kämpften Deontay Wilder und Luis Ortiz um die WBC-WM im Schwergewicht. Ein fast perfektes Boxsportwochenende für die Fans.

Sowohl Kovalev als auch Bivol siegten bei ihren Titelverteidigungen vorzeitig. Sergev Kovalev bekam es bei der Verteidigung seines WBO-Titels mit ECB-Boxer Igor Mikhalkin zu tun. Der Mann aus Hamburg und sein Team hatten sich viel vorgenommen. Promoter Erol Celan sagte vor dem Kampf, Mikhalkin würde marschieren wie ein Diesel-Traktor. So oder so ähnlich war es dann auch.

Kovalev hatte sich den Kampf gegen Mikhalkin womöglich leichter vorgestellt. Er schien schlecht vorbereitet oder unmotiviert zu sein. Er gewann zwar Runde um Runde, fing sich aber von dem solide boxenden Mikhalkin unnötig viele Gegentreffer ein. Kovalev schien nicht mehr der Gleiche zu sein, wie vor den beiden Kämpfen gegen Ward. Man konnte beinahe glauben, dass er mit zunehmender Kampfdauer etwas Frust aufbaute, weil er Mikhalkin nicht wirklich „krushen“ konnte. Das vorzeitige Ende des Kampfes kam in Runde 7, als Mikhalkin auf Anraten des Ringarztes vom Ref aus dem Kampf genommen wurde. Grund dafür war eine stark blutende Cutverletzung unter dem rechten Auge von Mikhalkin.

Im zweiten Hauptkampf ging es zwischen dem gebürtigen Kirgisen Dmitry Bivol und dem gebürtigen Kubaner Sullivan Barrera um Bivols WBA-Titel. Der 27-jährige Weltmeister zeigte dabei eine hervorragende Performence und lies den 9 Jahre älteren Herausforderer tatsächlich alt aussehen. Hier stand die boxerisch solide Ost-Grundschule gegen das kubanische Boxen.

Bivol konnte in diesem Kampf eindeutig überzeugen und es gelang ihm sogar noch in Runde 12 Barrera auszuknocken. Das war die erste vorzeitige Niederlage für den Kubaner, der zuvor nur Andrè Ward nach Punkten unterlegen war. Zieht man einen Queervergleich zum Kampf zwischen Kovalev und Mikhalkin, wäre der Kovalev von Samstag Abend möglicherweise gegen Bivol unter gegangen.

Was sagen die Boxen.de-Experten? Wer ist im Moment die Nr. 1 im Halbschwergewicht? Wer würde in einem Kampf zwischen Kovalev und Bivol siegen? Ist Kovalevs Zenit bereits überschritten oder hatte Bivol nur noch nicht die richtigen Gegner, die ihm mehr abverlangen als bisher? Wie stark sind Beterbiev, Stevenson, Alvarez oder Badou Jack im Vergleich zu Kovalev und Bivol?

Hier zeigt Bivol, wie ein Boxkampf auch noch in Runde 12 aussehen kann. Kein Weglaufen und kein Nachhauseschaukeln eines sicheren Punktsieges:

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4 Kommentare

  1. 5. März 2018 at 00:09 —

    Stevenson kann man mittlerweile komplett vergessen…der wird erst einen richtigen Gegner fighten, wenn Steven Spielberg Regie führt, und der Fight mittels CGI simuliert wird ….Bivol sollte Beterbiev fighten, und der Sieger dann gegen den Kingpin

  2. 5. März 2018 at 02:26 —

    Langweiligste Veranstaltung war die von SES, Bösel an seinen Limit und der Kampf um die deutsche Meisterschaft zwischen Deines und Härtel ein Langweiler zum Einschlafen.

    Mikhalkin hat sich gegen Kovalev besser verkauft als viele dachten, der Abbruch wegen des Cuts war allerdings voll berechtigt.
    Barrera hat besser gekämpft wie in seinen letzten beiden Kämpfen zusammen, aber eine Siegchance hatte er nie wirklich.

    Kovalev gegen Bivol wäre sicherlich ein interessanter Kampf in dem ich Bivol favorisieren würde.
    Stevenson kämpft ja demnächst gegen Badou Jack, da muss man erstmal abwarten wie das ausgeht!
    Und das Alvarez endlich mal seine WM-Chance bekommt, daran glaube ich schon lange nicht mehr!

  3. 5. März 2018 at 12:36 —

    Die Frage ob Bivol bisher nicht die richtigen Gegner hatte, stellt sich doch spätesten seit Barrera nicht mehr..
    Trotzdem würde ich Kovalev gegen Bivol (noch) leicht favorisieren, wobei er natürlich anders auftreten müsste als vs Mikhalkin..
    Ich denke, dass Jack sich den Titel von Stevenson krallen wird, und das wahrscheinlich vorzeitig.. Sehe ihn ggf auch etwas stärker als Eleider Alvarez..

  4. 5. März 2018 at 13:48 —

    Wer ist im Moment die Nr. 1 im Halbschwergewicht? Wer würde in einem Kampf zwischen Kovalev und Bivol siegen? Ist Kovalevs Zenit bereits überschritten oder hatte Bivol nur noch nicht die richtigen Gegner, die ihm mehr abverlangen als bisher? Wie stark sind Beterbiev, Stevenson, Alvarez oder Badou Jack im Vergleich zu Kovalev und Bivol?

    Kovalev käme für Bivol noch zu früh… den Krusher jetzt abzuschreiben wäre zu früh, nur weil er einmal durch Tiefschlag-KO gegen Ward verloren hat. Okay, er hätte an diesem Abend vermutlich eh verloren, aber der Krusher kommt mir jetzt doch zu schlecht weg.

    Die anderen Kandidaten sind nicht zu unterschätzen…
    Mein persönlicher LHW-Fav ist Beterbiev, aber da müssen jetzt endlich die Top-Gegner her. Leider häufiger verletzt und Promoter-Probleme.
    Stevenson ist im Spätherbst seiner Karriere… sein linker Haken ist aber noch immer eine P4P-Waffe und er ist grundsätzlich ein sehr starker Boxer.
    Badou Jack hat ja seine Feuertaufe gegen Stevenson. Der Schwede überrascht immer wieder, aber im LHW muss er erst mal ankommen, und gegen Stevenson ist die KO-Gefahr groß. Über die Punkte kann es aber reichen. Toller Fight!
    Eleider Alvarez ist extrem solide, aber ich traue ihm den ganz großen Sieg gegen die Top-Kandidaten nicht so ganz zu.

    In der Liste fehlt Oleksandr Gvozdyk, der physisch und boxerisch ein ganz harter Brocken für alle wäre!

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