Konecny verliert WM-Kampf gegen Baysangurov nach Punkten

 Lukas Konecny, Zaurbek Baysangurov ©SES.
Lukas Konecny, Zaurbek Baysangurov © SES.

Der tschechische Halbmittelgewichtler Lukas Konecny (48-4, 23 K.o.’s) hat es auch im zweiten Anlauf nicht geschafft, einen WM-Titel zu erobern. Beim Kampf in der Ukraine gegen den WBO-Weltmeister Zaurbek Baysangurov (28-1, 20 K.o.’s) hatte Konecny seinen Gegner Anfangs eigentlich noch gut im Griff, ließ aber in der zweiten Hälfte etwas nach und verlor am Ende deutlich nach Punkten.

Konecny punktete in der ersten Runde mit seinen Körpertreffern und Uppercuts, Baysangurov schlug vor allem auf die Deckung. Auch die zweite Runde schien für Konecny recht gut zu laufen, Baysangurov traf aber einige Male zum Körper, was mit lautem Jubeln vom Publikum quittiert wurde. In der dritten Runde gelang es dem Weltmeister jedoch recht gut, seinen Gegner auf Distanz zu halten und mit seiner längeren Reichweite zu punkten.

In der vierten Runde suchten beide Boxer den Schlagabtausch, die härteren Schläge schienen aber von Baysangurov zu kommen. In der fünften und sechsten Runde brachte der Tschetschene zu wenig Führhände und ließ Konecny wieder in der Halbdistanz punkten. Die siebte war aber eine bessere Runde für den K2-Fighter, der einige Male mit seinen Haken punkten konnte.

Die achte Runde verlief relativ ausgeglichen, Konecny dürfte sich den Durchgang aber mit einem starken Endspurt gesichert haben. Die neunte Runde lief für den Tschechen ebenfalls recht gut, am Ende ließ Konecny aber die Deckung hängen und kassierte einige unnötige Treffer. In der zehnten Runde erlitt Konecny bei einem Zusammenstoß ein Cut über dem Haaransatz, das aber keinen Einfluss auf den Kampfverlauf nehmen sollte. Allerdings vernachlässigte der Interims-Weltmeister weiterhin seine Deckungsarbeit, die in den Anfangsrunden noch so effektiv gewesen war.

In der elften Runde suchten beide Boxer den Schlagabtausch, Baysangurov schien aber der Frischere zu sein. Im letzten Durchgang erlitt Konecny ein weiteres Cut am linken Auge, das aber stark blutete und den SES-Boxer sichtbar behinderte. Konecny drehte danach kurz auf, das bessere Ende hatte aber Baysangurov, der die Deckungslücken aus der Distanz nutzen konnte.

Am Ende also ein sehr ausgeglichener Kampf, sollte man meinen. Das Urteil der Punktrichter zeigte jedoch, dass Konecny nach Punkten sowieso keine Chance gehabt hätte. Der Brite Mickey Vann hatte Konecny nur eine einzige Runde gegeben (119-109), der Italiener Matteo Montella hatte den Kampf 117-111, der Niederländer Lahcen Oumghar 118-110 gewertet. Ob sich Konecny, der immerhin auch schon 34 ist, nach dieser bitteren Niederlage eine weitere WM-Chance erarbeiten kann, wird man sehen.

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38 Gedanken zu “Konecny verliert WM-Kampf gegen Baysangurov nach Punkten

  1. K2 = Sauerland.
    Konency hat mind. 115:113 gewonnen, wenn nicht sogar 116:112.
    Lächerliches Urteil.
    Botschaft für alle Klitschko-Gegner.
    Ihr könntet gegen Vitali oder Wladimir nur durch KO gewinnen.
    Also Povektin, Haye, Solis, Helenius oder wie er alle heißen mögt, ihr wißt Bescheid^^.

  2. Ich hab Baysangurov vorn gesehen 116:112 wäre gerecht gewesen, ich hab 117:111

    Die ersten 3 Runden waren alle sehr eng, 4. und 5. Runde Koneczny, 6., 7., 8. waren für mich klar bei Baysangurov und die restlichen Runden war auch Baysangurov der aktivere und effektivere. Koneczny hat zwar sehr viele Kombinationen geschlagen aber auch viel daneben gesetzt, während Baysangurov die ersten Runden darauf bedacht war zum Körper zu gehen, die 6. Runde hat Koneczny richtig üble Dinger gefres.sen und danach kam bis zur 9. Runde nichts mehr von Lukas.

  3. Leute!!!! was für eine falsche Erkentniss!!!! dadurch geht der Boxsport kaputt??

    DER BOXSPORT IST SCHON SEIT LÄNGEREM KAPUTT!!!!! siehe besonders letzte Olympiade.Die Zukunft gehört sowieso dem ulimate fighting siehe Einschaltquoten!!!

  4. Der Sieg geht knapp in Ordnung – das Dauer-Grinsen des Publikums in der ersten Reihe, Vitali eingeschlossen, zeigte dass man schon in der achten Runde wußte, wer den Ring als Sieger verlässt.

    Da muss man dann schon mal ein paar Reservepunkte auf die Schippe legen, damit das am Ende nicht dünne wird… lächerliches Punktescoring!

  5. Baysangurov gegen Konecny: Hier hat B. zu Recht einstimmig nach Pkt. gewonnen. Jeder konnte sehen, dass K. die härteren Treffer schlucken mußte, er hat einige- male deutlich Schlagwirkung gezeigt. Noch 1-2 Rd., K. wäre KO gegangen. K. hatte nicht die „Härte“ wie der WM Baysamgurov. Was nutzten ihm häuigere Treffer, wenn B. diese ohne beeindruckt zu sein, einfach abschüttelte / wegsteckte? Vielleicht zeigte K. auch die etwas bessere Technik, die ebenfalls nichts gegen die harten Uppercuts von Baysamgurov einbrachte. Ich glaube, auch ein Rematch könnte Konecny kaum gewinnen. Eine interessante Veranstaltung der K2-prati.

  6. Für alle die Probleme mit Kauderwelsch haben: Alsonso meinte mit Sicherheit „Motherfu cker“.
    Die Rechtschreibung ist hier im Forum ja egal. Hauptsache man versteht was gemeint ist. Ehrlich. Aber: „Masafaka“?
    *Lach*. Alter, ich wische mir immer noch die Lachtränen aus den Augen. Danke Alonso, Du hast mir den Tag gerettet…

  7. Konecny wurde um seinen Sieg betrogen.
    Er hat häufiger geschlagen
    Er hat häufiger getroffen
    Er hat häufiger klarer getroffen
    Er kann Boxen und sein Gegner ist boxerisch limitert und hat ein bisschen herumgejabbt.
    Nach 10 Runden konnte B. nur noch durch KO gewinnnen.
    Die 12 Runde täuscht, was den Kampfverlauf betrifft.
    Cut hin oder her, K. mußte in der 12 Runden nur überleben und hätte den Sieg verdient gehabt.
    Warum war schien K. ab der 10 Runden langsamer zu werden.
    Weil er in den ersten 9 Runden viel mehr gearbeitet hat, viel häufiger getroffen und geschlagen hat und deutlich klarere Treffer hatte.
    Er hat halt keine KO-Power.
    Trotzdem konnte man B. 12 Runden lang den Respekt im Gesicht ansehen.
    Die Hilflosigekeit.
    Und beeindruckt hat B. den K. in keiner der 12 Runden.
    Selbst als K. ein Cut hattte, war B. zuteil noch ein Weichei.

    K. ist der wahre Sieger dieses Kampfes.
    Der Kampf war nach 10 Runden schon klar zugunsten von K. entschieden.
    Wenn B. bereit gewesen wäre 12 Runden das Tempo von K. zu gehen, dann hätte er keine 12 Runden übelebt.
    B. wußte das er nur stehen bleiben mußte und hätte so oder so gewonnen.
    Lächerlich.
    116:112 K. , wenn es ein Heimkampf gewesen wäre 119:109!
    B. ist ein Witz.
    Er ist zurecht nur Nr. 17 auf Boxrec ( vor diesem Kampf).
    Mehr hat der auch nicht drauf.

  8. @Bla: Das kann man durchaus so sehen. Für mich vielleicht nicht ganz so drastisch.

    Mir ist gerade aufgefallen, dass man Deinen Beitrag auch auf den Lebedev vs. Huck Kampf übertragen könnte. (Bis auf den Cut) fast 1:1. Für mich wurde Lebedev sogar noch einen Tick mehr vera rscht als Konecny…

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