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Konditionsschwacher Povetkin strauchelt gegen Huck, bleibt aber WBA-Weltmeister

Alexander Povetkin ©Nino Celic.

Alexander Povetkin © Nino Celic.

WBA-Weltmeister Alexander Povetkin (24-0, 16 K.o.’s) hat seinen WBA-Titel erfolgreich in Stuttgart verteidigt. Gegen den aus dem Cruisergewicht aufgestiegenen Marco Huck (34-2, 25 K.o.’s) wurde Povetkin aber noch nie wie in seiner Karriere gefordert, am Ende war der 32-jährige Russe knapp auf den Punktezetteln vorne.

Die erste Runde war von einem Abtasten geprägt. Es gab einige Angriffe von Povetkin, Huck traf einige Male im Clinch. In der zweiten Runde schlug Povetkin variabel zum Körper und Kopf seines Gegners, Huck machte zu wenig und blutete aus der bereits vor dem Kampf entstandenen Cutverletzung an der Lippe. Auch die dritten Runde wurde klar von Povetkin bestimmt, der mit seinem Uppercut und seiner Rechten traf. Von Huck kam immer noch zu wenig.

In der vierten Runde wendete sich jedoch das Blatt: Huck drehte angestachelt von seinem Trainer Ulli Wegner (“So geht’s nicht, du lässt ihn zu sehr diktieren”) auf und erwischte den Russen zwei Mal voll mit seiner Rechten. Povetkin war schwer angeschlagen und pumpte sichtbar.

In der fünften Runde hatte sich Povetkin immer noch nicht erholt, Huck wirkte deutlich frischer. Die sechste Runde war relativ ausgeglichen, Povetkin wurde aber für seinen oft sehr tief abgeduckten Kopf ermahnt. In der siebten Runde kam Huck erneut mit einigen rechten Schwingern durch. Povetkin war erneut einem Niederschlag sehr nahe, Huck fehlte es aber an Präzision, um für eine vorzeitige Entscheidung zu sorgen.

Auch in der achten Runde war die berühmte zweite Luft bei Povetkin immer noch nicht da, Huck war klar aktiver. In der neunten Runde fand erneut eine schwere Rechte Hucks ihr Ziel, es war aber die einzige klare Aktion der Runde. In der zehnten gab es wenig klare Aktionen, Povetkin beschwerte sich über Hucks unsaubere Schläge auf den Hinterkopf und Nacken, wobei er aber nicht vollkommen unschuldig war, da er sich immer wieder ungewöhnlich tief abduckte.

In der elften Runde traf Povetkin einige Male voll mit dem linken Haken, Huck blutete relativ stark über dem rechten Auge und schien zum ersten Mal im Kampf in Schwierigkeiten zu sein. Beide Boxer schlugen nach dem Gong zu, wobei Hucks Treffer der härtere zu sein schien.

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Nachdem Povetkin gut in die letzte Runde gestartet war, drehte sich der Kampf nach einem Verzweiflungsangriff Hucks noch einmal komplett, Povetkin wackelte erneut und war am Schluss beinahe stehend K.o. Das Publikum in Stuttgart jubelte, einen solch spannenden Schwergewichtskampf hatte man in Deutschland schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen.

Auf den Punktezetteln war am Ende Povetkin mit 2:1 Richterstimmen (114-114, 116-113 und 116-112) vorne, auch wenn er heute nicht wie der klare Sieger aussah. Huck hatte zwar ebenfalls viele Schläge abbekommen, hatte sich bei seinem Schwergewichtsdebüt aber überraschend gut verkauft und mit seiner Performance vermutlich viele Kritiker zum Schweigen gebracht.

“Er ist ein guter Boxer und hat eine gute Leistung gebracht”, sagte Huck über seinen Gegner. “Am Schluss kann er aber nicht mehr stehen und wird zum Champion gewählt. Ich habe mit der Führungshand gut getroffen, er war einige Male angeschlagen. Meine Fans waren toll, Danke an alle! Viele, die den Kampf gesehen haben, haben mich als Gewinner gesehen.”

“Es ist schwer zu sagen, woran es gelegen hat”, sagte Povetkin, der in dieser Form vor Wladimir Klitschko einen großen Bogen machen sollte. “Vielleicht habe ich ihn unterschätzt. Anfangs schien es gut zu laufen, dann später wurde es schwieriger. Das Sparring war hervorragend, vielleicht war ich nicht ernst genug auf diesen Kampf eingestellt. Meine Physis war nicht optimal, obwohl ich mich gut vorbereitet habe.”

“Wenn einer so oft den Kopf tief hat und keine Ermahnung kriegt, dann verstehe ich das nicht”, sagte ein aufgebrachter Ulli Wegner. “Marco hatte die Chance, dass er K.o. gewinnt. Der war weg, eine Rechte mehr wäre, und der wäre am Boden gewesen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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520 Kommentare

  1. Interessierter
    26. Februar 2012 at 18:48 —

    British heavyweight boxer Dereck Chisora has held secret talks over his planned next moves and opponent, on Thursday he was reported to have had meetings with Polish boxer Tomasz Adamek over a summer super fight showdown, with venues of England and Poland been discussed with the use of football stadiums for a huge event.

  2. Carlos2012
    26. Februar 2012 at 19:17 —

    ……Eilmedung…

    Der neue Gegner von Alexander Povetkin.Sein name carlos2912

    .youtube.com/watch?v=TN9-d5c_ND4&context=C3b5012bADOEgsToPDskIlflfbSECwv5_zbh9rR7B4

  3. UpperCut
    26. Februar 2012 at 19:22 —

    warum saollte man vitali aus der schusslienie nehmen, der hat chisora mit nur einer hand besiegt und das er mit haye abklatscht macht ihn ja nicht zu einem schlechten sportsmann

  4. UpperCut
    26. Februar 2012 at 19:24 —

    Carlos, dein video ist so peinlich. lern erst mal zu boxen und arbeite an deinem dicken bierbauch.

  5. Carlos2012
    26. Februar 2012 at 19:28 —

    ……Eilmedung…

    .youtube.com/watch?v=TN9-d5c_ND4&context=C3b5012bADOEgsToPDskIlflfbSECwv5_zbh9rR7B4

  6. johnny l.
    26. Februar 2012 at 20:43 —

    t-boy: „Tyson war auch ein Prügler aber jeder wollte den, und glaub mir gestern der kampf war viel geiler als 10 Klitschko kämpfe zusammen.“

    genau, was ich meine, klar kann man einen knappen Punktsieg von pove auch vertreten, weil huck unsauber geboxt hat und weniger getroffen, aber er hat verdammt nochmal Eier gezeigt. wenn er gegen den russischen u-boot Kommandanten mal etwas früher einen uppercut geschlagen hätte anstatt von oben die kneipenschwinger … hätte, wäre, wenn … ich sag nur über 500 Kommentare in diesem forum, das alleine beweist, dass dies ein Kampf war, über den man noch eine weile sprechen wird …

  7. schnippelmann
    27. Februar 2012 at 07:02 —

    Für mich hat Huck auch gewonnen. Wenn ein Boxer den Kopf bis auf Kniehöhe runter nimmt und dafür nicht verwarnt wird, ist das arm für einen Ringrichter. Im Gegenzug aber Runterdrücken monieren ist einfach lächerlich.

    @ Mr. Wrong, ich habe den Kampf ohne Kommentar geschaut, da mir das einfach zu blöd ist und ich mir gerne ein eigenes Bild mache. Das hat also nichts mit Ulis Aussagen zu tun.
    Und zum anderen, hast Du die Vita von Wegner mal gesehen? Wir stammen aus der selben Stadt und daher weis ich was Uli alles schon geleistet hat. Er ist ein TOP Trainer!

  8. kevin22
    27. Februar 2012 at 07:23 —

    schnippelmann sagt:

    “Wenn ein Boxer den Kopf bis auf Kniehöhe runter nimmt und dafür nicht verwarnt wird, ist das arm für einen Ringrichter.”

    Was machen wir dann mit solchen Boxern wie Ward, Direll u.s.w.?
    Gleich die Lizenz entziehen?

  9. rogerpotscher
    27. Februar 2012 at 09:48 —

    Endlich ein Lichtblick hier.Lest mal die kommentare von Hellgate.Ich glaube ,dass Huck ins Schwergewicht gewechselt hat,weil es momentan in der Breite schwächer besetzt (ausgenommen die Klitschkos und Solis)ist als das CW und natürlich des Geldes wegen.Cunningham ,Lebedev und vorallem Hernandez stehen weit über ihn.Die Klitschkos würden Huckic in den Ringstaub schicken.Auf die wilden rechten Schwinger von Marco würden sie mit einer Schraube antworten (ein leichter linker Jab mit hoch angewinkelten Ellenbogen.Huck würde es nach ein paar Versuchen lassen,oder sich die Hand brechen.Ich sehe momentan nur Solis als Konkurrent der Klitschkos.
    1.die gute kubanische Boxschule
    2.seine enorme Schnelligkeit
    3.seine Reichweite (nur 2 cm geringer als die der Klitschkos)
    4.sein Beweglichkeit im Oberkörper

  10. Chrisi40
    27. Februar 2012 at 11:38 —

    Povetkin hat zwar punktemäßig gewonnen weil er einfach viel öfter getroffen hat aber im Grunde genommen hat er sich bis auf die Knochen blamiert !!! Könnte Huck nur halbwegs boxen so hätte er ihn sogar geschlagen.
    Wer gegen einen dermaßen schwachen Techniker wie Huck so oft getroffen wird hat als Weltmeister nichts verloren !!! Die größte Blamage waren die Treffer mit der Rechten von Huck wenn dieser zuvor noch sekundenlang ausgeholt hat, solche Wirtshausschläge dürfen niemals einen Mann treffen der Amateurweltmeister, Olympiasieger und aktueller Profiweltmeister ist, so etwas kann es nicht geben. Povetkin sollte nicht einmal den Namen Klitschko in den Mund nehmen und eigentlich macht er das auch gar nicht, ich denke er weis selber das seine Zeit bald vorüber ist. Er wird noch ein paar WM-Kämpfe gegen schlagbare Gegner, mit ähnlich schwacher Kondition machen, wie zB. den Hasim Rahman (der vor 10-12 Jahren wirklich gut war) und dann zurücktreten. Ich weis nicht was mit Povetkin passiert ist, ich kann mich noch erinnern als er als Schlagmaschine hunderte von Schläge abfeuerte und kaum müde wurde, heute reichen kurze Serien und er pumpt wie ein Maikäfer, vielleicht war es das süsse Leben, keine Ahnung. Für Huck sollte ein Klitschko natürlich auch Tabu sein, mit solchen Witshausschwingern siebt er gegen Klitschko nur die Luft und wenn er nur die Hälfte wie gegen Povetkin nehmen würde wäre es rasch zu Ende. Eigentlich eine traurige Situation im Schwergewicht wenn das die Elite sein soll !!!

  11. suga 2011
    27. Februar 2012 at 18:24 —

    Alle sind gewarnt:
    Gegen Huck hilft nur DUCKEN, wenn nicht,dann kriegt jeder die Fresse poliert und geht schwer K.O. !polentone@web.de

  12. johann
    27. Februar 2012 at 20:09 —

    Huck hat poevtkin den popo versollt so sieht es aus und alle haben es gesehen die ganze welt hat es gesehen povetkin hat keine chance gegen einen klitschko mit seinem schlappen boxstil stellt euch poevtkin gegen klitschko und huck gegen einen klitschko vor ganz ehrlich huck würde bessere chancen haben.
    huck ist ein boxer der das herz hat anzugreifen was zu riskieren den ganzen rest im schwergewicht kannst du in den müll schmeissen.
    huck hat klar gewonnen das sieht die merheit so leute huck wegen persönlich gründen nicht mögen sollten einfach mal die klappe halten und sachlich bleiben persönliche meinungen sind nicht gefragt .
    huck CHAMPION

  13. johann
    27. Februar 2012 at 20:15 —

    Huck würde vitali in den boden stampfen mit seinen WIRTSHAUSSCHWINGERN huck huck huck huck huck
    ihr haltet die klitschkos für absolut unschlagbar da muss wohl ein boxer noch geboren werden die beiden schlagen kann oder wie ?

    povetkin hat nur gegen huck gekämpft huck aber gegen ringrichter punktrichter und poevtkin

    huck hat gewonnen ganz klar

  14. kikoroki
    28. Februar 2012 at 13:02 —

    POVETKIN HAT GEWONNENa!

    Schaut den kampf nochmal dann wisst ihr es! Aber mit stift und jede runde dem punkten. Nur weil huck am Schluss dominiert hat denkt ihr er hat gewonnen.. haha. Zählt jede runde pocetkin gewinnt 7 zu 5

  15. Dampfhammer
    28. Februar 2012 at 15:40 —

    Das Urteil und der Ringrichter ist eine absolute Schande. Ich werde keine Veranstaltungen mehr besuchen. Verbände, Sauerland und Richter, alles korruptes S.c.h.e.i.ß.v.o.l.k.

    Sturm vs Macklin, Helenius vs Chisora, Huck vs Povetkin. Alle Welt sieht, was Sache ist, Profis u Normalos.. nur die 3 Professionellen nicht?? S.c.h.e.i.ß.p.a.c.k. !

    Huck hat Pove das überhebliche Grinsen hoffentlich für immer aus dem Gesicht gedroschen! Schade, dass er noch soviel abbekommen hat.

  16. johann
    28. Februar 2012 at 17:13 —

    wenn jemand hier der meinung ist das povetkin gewonnen hat dann sind es die gleichen betrüger wie punkt und ringrichter ganz einfach
    huck hat einen superkampf geliefert und gezeigt das der champion povetkin eine null nummer ist keiner hätte huck das zuegtraut was er im ring mit povetkin veranstaltet hat
    selbst die klitschkos haben sich zuvor lustig gemacht über ihn aber nach dem kampf sind sie sich sicher bewusst geworden das er ein ernstzunehmender gegner ist
    der ihnen sicher gefährlich werden kann

    wenn vitali gegen einen chisora so beschiessen aussieht was stellt ein huck dann mit ihm an das wird ja die reinste folter für vitali

    huck hat gewonnen ich hoffe er bleibt im schwergewicht

  17. Carlos2012
    28. Februar 2012 at 18:57 —

    …Eilmeldung…

    Huck beim Sche…ßen von Blitz getroffen.

    Der Cruiser Weltmeister Marco Huck wurde gestern Abend auf Unnatührlicherweise von einem Bösartigen Blitz getroffen.Nach Informationen verschiedener Zeitungen erwichte es dem Weltmeister beim Toileten-Gang.Marco Huck dazu:” Ich war im Wald um zu Joggen.
    Auf einmal verspürte ich ein Druck am A..nus.Ich zog meine Hose runter wollte gerade einen Abseilen als mich ein Lichtblitz traf.Von da aus kann ich micht an nichts mehr erinnern.” Das Deutsche wetterdienst hatte auch einen Namen für diesen Tiefdruch.Sie nannten ihn “Povetkin”.Marco Huck wurde heute aus dem Krankenhaus entlassen.”Ihm geht es nach den Umständen gut.” so sein Managmant

  18. Erick
    15. März 2012 at 01:25 —

    Huck geht zurück ins Cruisergewicht. Dies sagt doch schon alles, er ist ein Feigling und Großmaul. Huck wurde bei unzähligen, regelwidrigen Aktionen (Schläge auf Hinterkopf, runtdrücken, nachschlagen etc. kaum ermahnt). Man brauch sich nur die Gesichter von den beiden Boxern nach dem Kampf anzusehen, Povetkin eine klein Schramme an der Stirn, Huck zu Brei geschlagen. Das sagt alles. Ausserdem wo hatte Huck die Chance deutscher Schwergewichts-Champion zu werden, er ist Bosniake und Marco Huck ist noch nicht einmal sein richtiger Name! Ich schäme mich für die “Deutschen”, die so einen Kirmesboxer der nichts mit Deutschland am Hut hat, bei einem evtl. Sieg als “deutschen” Schwergewichts-Champion gefeiert hätten. Huck ist kein deutscher und kann noch nicht einmal vernünftig deutsch sprechen. Für mich eine Witzfigur!

  19. Erick
    15. März 2012 at 01:37 —

    „Wer Schmeling folgen will, sollte sich auch so benehmen und ein Vorbild sein.“
    Povetkin-Trainer Vlad Hrunov …und sollte auch Deutscher sein…Hut ab vor Schmeling, Huck ist eine Schande für Deutschland und sollte lieber in seine Heimat zurückkehren!

  20. Flo9r
    15. März 2012 at 04:04 —

    @johann: du Spaßvogel.. Objektiv gesehen lag Povetkin nach Punkten vorne. Auch wenn er nicht immer gut aussah während des Kampfes, so hat er doch die Mehrzahl der Runden für sich entschieden. Deine Behauptung, alle die das so sehen würden, seien Betrüger, ist lächerlich und auch respektlos.

    MfG

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