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Kommt „Manny Pacquiao vs Terence Crawford“?

Kommt „Manny Pacquiao vs Terence Crawford“?

“Sie haben zwei großartige Champions, die nicht gegeneinander kämpfen”, hat Snoop Dogg mal in einem Interview gesagt: „Beim Boxen ist das immer so. Dann werden sie alt. Und dann willst du es nicht mehr sehen.“

Gemeint hat der boxinteressierte Rapper damit Terence Crawford und Errol Spence jr. Nachdem die beiden schon seit Jahren immer mal wieder in Gesprächen über einen möglichen Kampf sind, hat wohl kaum noch jemand Lust auf die „Ja-nein-vielleicht“-Ansagen!

Und die beiden Boxer selber wohl auch nicht mehr. Während Spence zwischenzeitlich an einer Begegnung mit WBA-Champion Yordenis Ugas interessiert zu sein schien, war bei Crawford zu vermuten, dass ein Kampf gegen Shawn Porter kommen könnte.

Doch nun steht – fast muss man sagen: wieder mal – ein anderer Gegner für Terence Crawford im Raum: Manny Pacquiao.

Wie es heißt, habe Bob Arum seinen Medienpartner ESPN über einen möglichen Kampf zwischen Pacquiao und Crawford am 5. Juni informiert. Der Kampf – so ist gerüchteweise zu hören – könnte in Abu Dhabi über die Bühne gehen. Allerdings hatte Top Rank bereits im vergangenen Jahr versucht, diesen Fight in Bahrain zu inszenieren. Ohne Erfolg.

Würde eine Begegnung zwischen dem ‚Pac Man‘ und ‚Bud‘ Crawford Sinn machen? Darüber kann man sicher geteilter Meinung sein. Obwohl Manny Pacquiao mittlerweile 42 Jahre alt ist und eigentlich past prime, hat er in seinem letzten Kampf gegen Keith Thurman im Juli 2019 gezeigt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Das ist nun allerdings schon fast zwei Jahre her. Falls der ‚Pac Man‘ leistungsmäßig an alte Zeiten anknüpfen kann, dürfte es kein Selbstläufer für Crawford werden.

Allerdings sind die physischen Unterschiede groß: Manny Pacquiao misst 1,66 m und hat eine Reichweite von 170 cm, Terence Crawford ist zwar nur 7 cm größer, kann aber mit 188 cm große Reichweitenvorteile für sich verbuchen und ist zudem 9 Jahre jünger.

Verkaufen kann man die Begegnung sicher noch. Manny Pacquiao ist eine Legende. Aber ob das auch zu den Konditionen funktioniert, die dem ‚Pac Man‘ vorschweben? „Wir haben Bob (Arum)  gesagt, dass ich 40 Millionen Dollar bekomme und Crawford 10 Millionen Dollar.“ hat Pacquiao im Interview mit DAZN erklärt.

Ob das auch woanders als in Abu Dhabi funktionieren könnte, ist mehr als fraglich.

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1 Kommentar

  1. 31. März 2021 at 15:53 —

    Bud Crawford ist irgendwo „arm“ dran – eine bizarre Situation, obwohl er ein Multi-Champion, ein Superstar, ein Top-P4P-Boxer ist und sicher nicht am Hungertuch nagt. Er ist High-Risk-Low-Reward und sein Kampfstil auch nicht wirklich publikumsattraktiv, obwohl er immer noch, auch zwei Divisionen über seiner nativen GK, viele KOs erzielt. Dazu ist er noch bei Top-Rank, die bisweilen einfach das Problem haben, zu viele langweilige stallinterne Kämpfe durchzuführen und im Bestreben, möglichst viel Geld zu scheffeln, attraktive Kampfpaarungen verhindern.

    Dazu kommt natürlich Spence’/PBC’s scheinheiliges 70/30-Geschwätz, was der eigentlich überfälligen Begegnung von vorne herein den Garaus macht. Auf der anderen Seite ist Bud einfach kein PPV-Zugpferd und damit liegt die Ausrede halt auch nahe. So ist Pacman eigentlich seine letzte und auch fast einzige Option, denn gegen Ortiz jr. möchte er ja auch nicht und ins Superwelter traut er sich offensichtlich (noch) nicht, obwohl davon auch öfters mal die Rede war. Man kann nur hoffen, dass er diesen Zahltag jetzt endlich auch bekommt, auch wenn der sportliche Wert minimal ist – und danach muss er imo weg von TR und als Free-Agent oder bei matchroom sein Glück probieren. Wie gesagt, Bud ist schwer zu vermarkten, aber Eddie traue ich dabei schon die ein oder andere frische Idee zu.

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