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Kommt ein großer Zahltag für Adrien Broner?

Kommt ein großer Zahltag für Adrien Broner?

Nachdem ‚Destroyer‘ Conor Benn nach seinem Sieg über Chris Algieri am vergangenen Wochenende auch Adrien Broner als „Wunschgegner“ für den nächsten Fight benannte, hat Eddie Hearn angekündigt, dass er Verhandlungen mit dem ehemaligen Vier-Gewichtsklassen-Weltmeister Adrien Broner aufnehmen wird. Ähnliches hatte Hearn aber auch schon im August behauptet, ohne dass am Ende ein Kampf dabei herauskam.

Nun also wieder Broner. Es macht den Anschein, als ob Conor Benn große Namen im Kampfrekord braucht, aber sich nicht sicher ist, ob „groß nicht schon zu groß“ sein könnte.

Mit Adrien Broner wären Hearn und Benn vermutlich auf der sicheren Seite. ‚The Problem‘  war zwar WBO-Champion im Superfedergewicht, WBC-Weltmeister im Leichtgewicht, Weltmeister der WBA im Weltergewicht und Halbweltergewicht. Doch das ist lange her. Die Leistungskurve des mittlerweile 32-jährigen – wenn man hier dieses Wort strapazieren will – zeigt steil nach unten. Seit der Niederlage gegen Marcos ‚El Chino‘ Maidana im Dezember 2013 sinkt der Stern von Adrien Broner. Statt Erfolge im Boxring: Auftritte vor Gericht, Gefängnisaufenthalte, Schlägereien, Alkohol und hohe Schulden.

Kein Wunder, dass ein Kampf gegen Conor Benn dem ehemaligen Weltmeister wie ein „rettender Strohhalm“ vorkommen muss. 2015 hatte ‚The Problem‘ ein Fünfjahresangebot von „Roc Nation Sports“ über 40 Millionen US-Dollar abgelehnt: „Was zum Teufel sind 40 Millionen für 5 Jahre? Ich fühle mich nicht respektiert!“ 2018 bezeichnete Broner ein Angebot von Eddie Hearn über 6,5 Millionen US-Dollar für drei Kämpfe als „slavedeal“.

Doch mittlerweile ist fraglich, ob Adrien Broner sich solche „Starallüren“ noch leisten kann. ‘The Problem’ hat seine besten Jahre hinter sich. Das weiß auch Eddie Hearn. Das sei die „letzte Chance”, die er dem US-Boxer anbieten würde, hat der Matchroom Boxing-Boss erklärt. Für Hearn ist es allerdings auch eine Chance. Nämlich die, seinen Boxer mit einem Sieg über einen „überschaubar gefährlichen“ Gegner in den USA einzuführen.

Es mehren sich allerdings die Stimmen, die Benn nicht mehr mit den „Stars von gestern“, sondern mit Gegnern im Ring sehen wollen, die echte Herausforderungen darstellen. Und da käme wohl selbst Danny Garcia noch in Frage.

Für Broner geht es wohl vor allem um eines: um Geld. „Du wirst Adrien Broner niemals ein Angebot machen können, das er für fair hält.“ hat Eddie Hearn zu diesem Thema gesagt. Heißt unterm Strich: viel Geld für einen Gegner, der Conor Benn vermutlich nicht fordern und nur bedingt weiterbringen wird.

Es wäre interessant, Hearn und Benn mal zu fragen, warum nicht stattdessen Abel Ramos, Josesitio Lopez, Rashidi Ellis oder Egidijus Kavaliauskas auf ihrer Wunschliste stehen.

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