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Kommt die WBA in Bewegung?

Kommt die WBA in Bewegung?

Nachdem die World Boxing Association zunehmend in die Kritik geraten war und sich zuletzt die Association of Boxing Commissions schriftlich an WBA-Gilberto Mendoza gewandt und damit gedroht hatte, die WBA zu boykottieren, scheint der Schuss vor den Bug bei den Verbandsoberen Wirkung zu zeigen. Wie die WBA jetzt offiziell verlauten ließ, habe man die Reduzierung der Titel bereits in Angriff genommen.

So wurde zum Beispiel der folgende Pflichtkampf am heutigen Montag ausgeschrieben: im Cruisergewicht sollen Superchampion Arsen Goulamiriam und Goldchampion Alexei Egorov gegeneinander antreten.

Darüber hinaus wird die bisher erfolgte Genehmigung von Interims-Championships rückgängig gemacht. Das zuständige WBA-Komitee soll in Zukunft von Fall zu Fall prüfen, welche Interimschampions gegen die Champions antreten.

Nach dem Fehlurteil beim Kampf zwischen Gabriel Maestre und Mykal Fox am 7. August, will man die Minnesota Boxing Commission bitten, das Ergebnis zum “No Contest” umzuwandeln. Der WBA-Interimstitel im Weltergewicht wird für vakant erklärt und soll erneut zwischen Maestre und Fox ausgeboxt werden. Die Verhandlungen müssen sofort beginnen, andernfalls wird in 14 Tagen ein Preisgeld ausgeschrieben, das jeder der beiden Boxer zu 50 % erhält. WBA- Punkrichterin Gloria Martínez, die diesen Kampf wertete, wird wegen rassistischer Äußerungen auf unbestimmte Zeit gesperrt.

Bis auf die Neuansetzung des Kampfes zwischen Maestre und Fox klingt das für mich allerdings reichlich „wischiwaschi“. Kein Wort zum von Don King verhinderten Kampf zwischen Mahmoud Charr und Trevor Bryan, keine Erklärung dazu, dass Bryan und Bermane Stiverne den regulären WBA-Titel im Schwergewicht neu ausboxen konnten und keine Begründung dafür, dass Charr zum champion in recess ernannt wurde.

Viele Boxfans und Fachleute werten allerdings schon den Umstand, dass es beim Kampf zwischen  WBA-Weltmeister Yordenis Ugas und ‚Pac Man‘ Manny Pacquiao eine faire Wertung ohne Kontroversen gab, als gutes Zeichen.

Ob das allerdings reicht, um die WBA wieder in ein gutes Licht zu rücken, ist fraglich. Abzuwarten bleibt nun, wie die Association of Boxing Commissions reagiert. Deren Präsident Mike Mazzulli hatte einschneidende Maßnahmen von der WBA gefordert und Gilberto Mendoza in Aussicht gestellt, dass der Vorstand der ABC andernfalls seinen Mitgliedern empfehlen würde, die in den USA sanktionierten WBA-Kämpfe nicht anzuerkennen, offizielle Empfehlungen der WBA nicht zu akzeptieren und WBA-Supervisor am Ring nicht mehr zuzulassen.

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4 Kommentare

  1. 24. August 2021 at 12:25 —

    schön wäre es. glauben tue ich es erst wenn es in jeder gewichtsklasse maximal 2 titelträger gibt. (dass man das schon als positive ziel hat ziegt wie weit man gekommen ist). derzeit sind es ja teilweise 4 oder 5.

  2. 24. August 2021 at 15:16 —

    Den Pflichtkampf den die WBA im Cruiser ausgeschrieben hat ist meiner Ansicht nach eher ein schlechter Witz. Überhaupt das Goulamirian WBA-Super-Champ im Cruiser ist ist lächerlich, denn mal abgesehen davon das er nie gegen einen anderen WM die Titel vereinigt hat, hat er bisher auch nur überschaubare Gegnerschaft geboxt. Er war Interim-WM, WBA- Gold-Champ und auf einmal WBA-Super-WM.

    Auch glaube ich das dass jetzt eher ein Strohfeuer der WBA ist um etwas die Gemüter zu beruhigen.
    Jeder Manager, Promoter und Boxer sollte die WBA meiden wie die Pest, erst dann würde sich vermutlich etwas grundlegendes ändern!?

    Lieber einen IBO-Titel als irgend einen Gurken-Titel der WBA!

  3. 27. August 2021 at 12:03 —

    Die WBA macht scheinbar wirklich ernst. es wurden alle interimstitle für vakant erklärt. es wurden auch zahlreiche pflichtverteidigungen angeorndet. die gold champ werden ebenfalls herabgestufe und wieder im ranking aufgenommen. sie können daher auch an eliminatoren oder pflichtverteidigungen teilnehmen. betroffen ist somit also auch robin krasniqi der seinen interims titel verliert aber bald die chance auf einen kampf um den regulären titel bekommen sollte, vielleiche ja gegen buatsi. nicht betroffen dürfte charr sein, der ja champ in recess ist. davon ist nichts erwähnt. wenn das durchgezogen wird und es zukünftig wieder nur super und reguläre titel gibt. ich fand die idee des reulären titel anfangs an sich gut. und zwar dann wenn es einen super wm mehrer gewichtsklassen gibt. ich finde es besser als es interims titel zu nennen wie z.b. bei der wbc oder wbo.

  4. 27. August 2021 at 13:59 —

    WBA = Wir bescheißen alle

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