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KO in Runde 2 – Charr besiegt Lovejoy

Am Samstagabend hat Mahmoud Charr seinen US-amerikanischen Kontrahenten Christopher Lovejoy im Sportstudio Baaden in Köln durch KO in der zweiten Runde besiegt.

Große Worte hatte es vor der Begegnung zuhauf gegeben. Während Charr befand: „Ich habe eine Beinarbeit wie Muhammad Ali“, erklärte Lovejoy nach seiner Ankunft in der Domstadt: „Ich bin hier, um die Welt zu schockieren!” Das tat ‚Pretty Boy‘ Lovejoy dann auch schon am Freitag: mit 139 kg bot er beim Gang auf die Waage fast 28 kg mehr auf als Charr, der 111,5 kg wog. Von boxsportlicher Figur beim US-Boy nichts zu sehen, stattdessen eher Pummelfee-Optik. Lovejoy war also nicht nur ohne Trainer, Betreuer und Cutman, sondern wohl auch ohne Training angereist.

Und so hatte der 37-jährige im Ring auch nicht allzu viel zu bieten. Nach einer verhaltenen ersten Runde, in der Lovejoy einen eher verängstigten Eindruck machte, übernahm dann Mahmoud Charr die Initiative, stellte seinen Gegner in der Ecke und ließ die Fäuste sprechen. Lovejoy ging zu Boden und ließ sich von Ringrichter Jürgen Langos nach 1:09 Min. des zweiten Durchgangs auszählen. Sieger durch KO: Mahmoud Charr.

Bild: Torsten Helmke / ECB
Bild: Torsten Helmke / ECB

Während Lovejoys boxerischer Ausflug nach Deutschland mit dem Verlust einer „0“ einherging und die Bilanz des Amerikaners nun 19-1-0 lautet, bleibt abzuwarten, wohin die Reise für Mahmoud Charr geht. Dass Charr nun irgendwann – wie einige vermuten – tatsächlich gegen den Sieger des Kampfes zwischen den Anthony Joshua und Tyson Fury antritt, ist eher unwahrscheinlich. Fraglich ist aber, ob es doch noch zu einer Begegnung mit Don King-Boxer Trevor Bryan kommt.

King hatte im März 2020 die Purse bid für den WM-Kampf zwischen Charr und Bryan gewonnen, später aber verhindert, dass Charr zu dem Kampf in den USA antreten konnte. Die WBA machte den 36-jährigen Kölner daraufhin Ende Januar zum „Champion in recess“ und die Verantwortlichen legten fest, dass der Kampf zwischen dem regulären WBA-Weltmeister Trevor Bryan und „Champion in recess“ Charr bis zum 30. Mai stattfinden müsse.

Wie Mahmoud Charr bei einer Pressekonferenz vor dem Fight gegen Lovejoy erklärt hatte, habe er trotzdem nur ein Ziel vor Augen: „den ganz großen Kampf gegen Anthony oder Tyson Fury!”

Hier ist ein Video von der entscheidenden zweiten Runde

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17 Kommentare

  1. 16. Mai 2021 at 07:18 —

    Gewinner des Abends: Manuel Charrs Purzelbaum.

    Verlierer des Abends: Der Boxsport!!!

  2. 16. Mai 2021 at 07:23 —

    @ Knopster

    Der Purzelbaum war das Beste! Könnte mir schon vorstellen, dass die WBA dafür was springen lässt!

  3. 16. Mai 2021 at 07:30 —

    Immer wenn Charr seinen Jab schlägt,fühle ich mich in einen der Matrix-filme hineinversetzt.

    Ich warte nur noch darauf,dass sich die Kameraperspektive kreisend um das Kampfgeschehen bewegt,
    bereit ,
    in einer dramatischen Slow Motion Sequenz, die Spannung auf den zu erwartenen Einschlag seiner stählernen Linken, voller Theatralik und Dramaturgie ,einzufangen.

    Doch dann wird mir bewusst, er ist einfach nur langsam as fuck und ich stelle mich der bitteren Wahrheit,dass ich sowas 2022 auf dem örtlichen Schützenfest für weniger Aufwand geboten bekomme.

  4. 16. Mai 2021 at 07:44 —

    Der Purzelbaum erinnert an Dimitrenkos Purzelbaum, nachdem ihm der vorzeitige Sieg gegen die Eiche noch kurz vor Kampfende beschert wurde.

    Was den Kampf von Charr betrifft: Gleiches Niveau wie bei den EBC-Gymveranstaltungen, wenn zum verlieren eingekaufte Gegner abgefertigt werden. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

    • 16. Mai 2021 at 08:43 —

      Wenn man sich die anderen Kämpfe anschaut, kann ich dem nur zustimmen. Irgendwie kommt das so rüber als hat man für die Heimboxer überall Gegner rekrutiert, die man mit nem Kasten Bier als Gage ködern konnte.

  5. 16. Mai 2021 at 09:16 —

    Als nächstes sollte Charr gegen Tom Schwarz antreten, der hatte in den letzten drei Jahren deutlich mehr Sparringseinheiten als Loveyoy!

  6. 16. Mai 2021 at 11:47 —

    Lovejoy hat doch nur nach einer Möglichkeit gewartet hinzufallen und liegen zu bleiben🙈
    Peinlich!!!

  7. 16. Mai 2021 at 12:46 —

    Es spricht doch schon Bände,dass der Ami ohne Team angereist ist. Für so einen Kampf braucht man ja auch keine Ecke.

    Vielleicht war auch die Börse so mies, dass er darauf verzichtet hat…

    • 16. Mai 2021 at 19:09 —

      Glaube Baktov hatte vor dem Kampf mit Lovejoy telefoniert gehabt, und ihm erklärt wie er sich schnell und ohne Verlust aus dem Kampfgeschehen zurückziehen kann. Denn alleine durch die unglaublich schnelle Führhand die Charr schlägt, damit hätte auch ein Prime Tyson ein Problem. Die Frisur sitzt, der Bart ist getrimmt, die Handschuhe sind poliert und glitzern, ein Traum eines Mannes. Wen Charr schlau ist dann kämpft er als nächstes im Gaza Streifen bei seinen Landsleuten, am besten gegen einen Kämpfer aus Israel. Da bin ich mir sehr sicher das die PPV Verkäufe einen Rekordgewinn einbringen würden, dagegen würde Alvarez wie ein Amateur aussehen.

  8. 16. Mai 2021 at 21:42 —

    Nach dieser grandiosen Performance ist nur der Himmel das Limit für Charr! Und zwar nicht nur der Sternenhimmel in seinem Kilkenny-Bentley, nein, er sollte sich seinen Boliden gleich mit Raketenantrieb pimpen lassen, bei seinen Kampfbörsen ja kein Problem. Denn auf diesem Planeten wird er jetzt keinen Gegner mehr finden, Fury, AJ, Wilder haben alle schon gesagt, dass sie auf keinen Fall gegen dieses Monster antreten werden. Aber vielleicht findet sich ja in Alpha-Zentauri auf irgendeinem entfernten Planeten ein armer Verwirrter, der sich mit ihm im Seilgeviert einlässt (Außerirdischer, sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!).

    In Zeiten des deutschen Niedergangs bin ich zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten wieder stolz darauf, meine Nationalität mit einem solchen Helden teilen zu dürfen. Die Beinarbeit eines Muhammad Ali, der Jab von Larry Holmes, die KO-Power von Mike Tyson, das Kinn von Earny Shavers, gepaart mit der Eleganz eines Rudolf Nurejew und am Ende die turnerische Eleganz von Simone Biles, plus die Ehrlichkeit und der Anstand von Mutter Theresa (muslim Version, natürlich) – das alles, und noch viel mehr, in einer einzigen Person vereint – Danke, Mahmoud Omeirat Charr!

  9. ganz ganz schlimm.

    Bin immer noch am überlegen ob ich mein Geld zurückfordern soll, auch wenn ich nichts bezahlt hab.

  10. 18. Mai 2021 at 08:54 —

    Wie Charr die Situation die zum KO-Sieg führt vorbereitet:
    Fünf Mal der stechende Jab – sowas habe ich seit Larry Holmes nicht mehr gesehen.
    Man kann über Charr sagen was man will: Er ist der einzige, der Lovejoy bisher besiegen konnte 😀

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