Top News

KO-des Jahres Anwärter – Joe George gewinnt gegen Marcos Escudero

KO-des Jahres Anwärter – Joe George gewinnt gegen Marcos Escudero

Der US-Amerikaner Joe George und sein Gegner Marcos Escudero aus Argentinien hatten schon im vergangenen November gegeneinander gekämpft. George konnte seinerzeit das Match mit einer „split decision“ für sich entscheiden, aber das Urteil der Punktrichter – Bob LaFratte: 97-93, Gloria Martinez: 94-96 und Carlos Sucre: 97-94 – war bei vielen Beobachtern umstritten. Und so standen sich die beiden Halbschwergewichtler auf der Undercard eines von Showtime übertragenen Boxevents jetzt erneut gegenüber.

Beim Rematch sorgte Joe George dafür, dass niemand die Entscheidung der Punktrichter kritisieren konnte. Escudero war allerdings der aktivere Mann. Laut Compubox teilte der Argentinier 299 Schläge mehr aus als George, konnte aber nur 38 Treffer mehr verzeichnen als der Boxer aus Houston. Trotzdem hatte sich der 27-jährige Argentinier bis zum neunten Durchgang mit 79-73, 77-75 79-73 einen respektablen Vorsprung auf den Punktezetteln erarbeitet.

Nach etwa 20 Sekunden der neunten Runde versuchte George, einen rechten Haken zu platzieren. Escudero konnte dem Schlag ausweichen, vernachlässigte aber seine Deckung. Der folgende linke Uppercut von Joe George landete dann punktgenau auf dem Kinn des rotblond gefärbten Argentiniers: lights out!

Nach dem Kampf zeigte sich George irritiert darüber, dass er zum Zeitpunkt des Knockdowns auf den Punktezetteln hinten gelegen hatte: „Ich hatte den Kampf unter Kontrolle und ich wollte, dass er es sich bequem macht und dass er entspannt ist. Ich habe ihn dann einfach abgeschossen. Das Ergebnis spricht für sich, eigentlich muss ich dazu nichts sagen. Ich bin bereit, gegen jeden zu kämpfen!“ Durch seinen Sieg hat der 31-jährige seine Bilanz auf 11-0-0 (bei 7 Ko-Siegen) verbessert.

 

In den weiteren Kämpfen der Veranstaltung konnte Raeese Aleem seine reine Weste mit einem TKO über Marcus Bates auch weiterhin behalten. Bates verletzte sich allerdings im Kampfverlauf am rechten Handgelenk und war im zehnten Durchgang nicht mehr in der Lage weiterzukämpfen. Aleem war bis zu diesem Zeitpunkt aber ohnehin der dominierende Mann im Ring gewesen. Der 30-jährige Superbantamgewichtler plant nach eigenem Bekunden nun einen Titelkampf: „Ich würde gerne entweder gegen den Gewinner des Main Events oder gegen einen aktuellen Weltmeister kämpfen,  Akhmadaliev hat zwei Gürtel.”

Im von Aleem erwähnten Hauptkampf des Events standen sich dann die Superbantam-Boxer Angelo Leo und Tramaine Williams gegenüber. Williams war kurzfristig eingesprungen, nachdem Stephen Fulton jr wegen eines positiven COVID-19-Tests von der Fightcard genommen worden war.

Leo, der für Mayweather Promotions boxt, brauchte etwas Anlaufzeit, konnte aber ab Runde 4 seinen Gegner klar in die Schranken weisen. Am Ende lag ‚El Chinito‘ auf den Punktekarten mit 117-111, 118-110 und 118-110 vorne und sicherte sich mit seinem Sieg den vakanten WBO-Weltmeister-Titel.

Voriger Artikel

Gelungener Fightcamp-Einstand

Nächster Artikel

Eddie Hearn will wieder Boxfans dabei haben

Keine Kommentare

Antwort schreiben