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Klage vor Gericht? Hearn droht Andy Ruiz

Klage vor Gericht? Hearn droht Andy Ruiz

So, wie es aussieht, könnte der Rückkampf zwischen Andy Ruiz jr und Anthony Joshua noch ein Vorspiel vor Gericht bekommen. Es geht um den Austragungsort für das Rematch.

Eddie Hearn hatte schon vor einer Woche bekannt gegeben hatte, dass sich der Rückkampf verzögere, weil sich beide Lager nicht auf einen Veranstaltungsort einigen könnten. Während Andy Ruiz sagte: „Ich möchte, dass der Rückkampf in Mexiko, New York City, Las Vegas oder hier (in Los Angeles) stattfindet.”, hatte Hearn zuerst zwei Möglichkeiten in Aussicht gestellt hatte: den 29. November im New Yorker Madison Square Garden oder einen Rückkampf im britischen Cardiff am 14. Dezember.

Laut Hearn beinhaltet der Rückkampfvertrag eine Klausel, die Anthony Josua die Wahl des Austragungsortes überlässt. In einem Interview mit iFL TV sagte Hearn dazu: „Andy Ruiz (…) weiß, was er unterschrieben hat und es war nicht unfair, was er unterschrieben hat. Er hat vertragliche Verpflichtungen, die er jetzt erfüllen muss.“

Doch davon will Ruiz nicht wissen. Auf die Frage eines Reporters, ob er offen dafür wäre, gegen Joshua auf fremdem (britischen) Boden zu kämpfen, antwortete der Champion nur:  “No UK.”

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Joshuas Promoter Eddie Hearn droht nun mit einer Klage vor Gericht, falls sich Ruiz nicht doch noch mit einem Kampf in Großbritannien einverstanden erklärt. Dieser Rechtstreit – so Hearn weiter – könne auch durchaus dazu führen, dass Ruiz überhaupt nicht boxen dürfe. „Und auch dann, wenn er diesen (Rück-)Kampf gewinnen würde, gäbe es, wie im Vertrag festgelegt, eine Reihe von Bedingungen, an die er sich halten müsste. Das ist normal. Es wurde von beiden Parteien vereinbart. Verhandelt und vereinbart.”

Zwar weiß Hearn, dass Ruiz lieber in den Vereinigten Staaten kämpfen würde, aber der 40-jährige will nicht nachgeben: „Joshua wird derjenige sein, der letztendlich entscheidet, wo dieser Kampf stattfindet.” Andy Ruiz jr hat darauf bislang nur wie folgt geantwortet: „Es spielt keine Rolle, weil ich der Champion bin. Ich habe das Sagen.“

Währenddessen hat Deontay Wilder noch einmal Interesse an einem Kampf gegen Anthony Joshua geäußert, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass AJ den Rückkampf gewinnt: „Wenn Anthony Joshua zurückschlägt und Andy Ruiz jr besiegt, ist er wieder im Rennen und der Kampf ist immer noch groß”, sagte Wilders Trainer und Co-Manager Jay Deas im Interview mit ‚World Boxing News‘: „Aber das Ruiz-Rematch ist ein harter Kampf. Ruiz war schon immer ein guter Kämpfer. Die Leute sehen ihn und ziehen dann falsche Schlussfolgerungen. Es ist ein Kampf, kein Bodybuilding-Wettbewerb. Ruiz kann kämpfen und wird motiviert sein, seinen Titel zu behalten.“

Nun darf man gespannt sein, ob sich die beiden Teams noch außergerichtlich einigen können oder ob die Angelegenheit vor Gericht landet.

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11 Kommentare

  1. 17. Juli 2019 at 14:53 —

    haha 😀
    Hearn, diese kleine zickige Kröte. wie ein kleines Mädchen.
    “Ich will, ich will, ich will aber!!!!”
    *stampf* *trampel* *pustebacken*

    Diese Art Verträge, wo dem Gegner alles abgepresst wird, sollte man verbieten.
    Wenn einer verliert, muss er sich hinten anstellen.

  2. 17. Juli 2019 at 14:56 —

    Diese Art Verträge, wo dem Gegner alles abgepresst wird, sollte man verbieten.
    Wenn einer verliert, muss er sich hinten anstellen.

  3. 17. Juli 2019 at 17:06 —

    Ist doch völlig legitim bei freiwilligen TV. muss ruiz joshua halt 2 mal schlagen. so ist es immer bei freiwilligen TVs. wenn er wieder gewinnt dann kann er alle bedingungen diktieren als neuer super champ!

  4. 17. Juli 2019 at 18:36 —

    Da ist rechtlich für Ruiz nichts zu machen.
    Wenn im Vertrag drin steht, dass Ruiz bei einem Rückkampf Joshua die Wahl des Austragungsortes überlässt, ist dies absolut wasserdicht.
    Vertrag ist Vertrag, wenn er unterschrieben wurde.

  5. 17. Juli 2019 at 23:57 —

    Ach herje, irgendwie klingt das nach Kindergarten!

    Joshua wollte doch auch in den USA was beweisen, also sollten sich die Parteien auf New York und den Madison Square Garden einigen!

    Und wenn es doch vor Gericht geht, dann ja wohl in den USA—dort wurden die Verträge geschlossen! Und sollte es so sein, wird es das Rematch wohl nicht mehr dieses Jahr statt finden!?

    Abgesehen von all dem Hickhack glaube ich das ein zweiter Kampf der beiden ähnlich verläuft wie der erste Kampf, denn die eigentliche Sensation war nicht der Sieg von Ruiz Jr., sondern die Art und Weise wie sie zustande gekommen ist!
    Es wird wohl auf die Psyche von Joshua ankommen wenn er sich die ersten harten Treffer fängt!

    • 18. Juli 2019 at 07:53 —

      ja 😀 Experiment USA ist wohl gescheitert. Hearn scheint seinem Fake-Champion wohl alle Vorteile sichern zu wollen, weil er endlich begriffen hat, dass AJ die Härte fehlt, um beständig oben mitzumischen. AJ könnte die fehlende Härte auch wie Wladi mit exzessivem Klammern kompensieren….hmmmm 😉

  6. 18. Juli 2019 at 12:08 —

    Man könnte ja jetzt aus Fairnessgründen auch sagen, AJ hat auswärts um seine Titel geboxt, den Rückkampf sollte Ruiz daher auch auswärts bestreiten.

    • 18. Juli 2019 at 12:37 —

      AJ ist nicht wegen der Fairness oder Ruiz zuliebe nach den USA gekommen. Ruiz war auch gar nicht die erste Wahl. Das waren taktische Gründe.

      • 18. Juli 2019 at 17:39 —

        Ist mir schon klar, aber wenn ein Ruiz sich auch gegen einen AJ auf englischen Boden durchsetzen würde, könnte man ihm da überhaupt keinen Strick mehr daraus ziehen.

        Ich meine, Ruiz und seinem Management dürften auch klar sein, dass in UK boxen das zusätzliche Risiko birgt, dass wenn es bspw. über die Punkte ginge, er da wohl eher Probleme hätte, zu siegen.

  7. 18. Juli 2019 at 14:18 —

    “Arnold“ Joshua sollte sich lieber rechtzeitig informieren, wo der nächste Mr. Universum Contest stattfindet.

  8. 21. Juli 2019 at 11:17 —

    also Andy Ruiz hält sich nicht an den Vertrag dann nimmt ihm alle gürtel weg und gibt es Joshua zurück.

    Achja, der Kampf wird natürlich als No Contest gewertet

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