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Khan lässt Malignaggi keine Chance: Kampf wird in der elften Runde abgebrochen

Paulie Malignaggi ©Jesse Perez

Paulie Malignaggi © Jesse Perez.

WBA-Weltmeister Amir Khan hat in der Nacht auf heute seinen Titel im New Yorker Madison Square Garden erfolgreich verteidigt. Sein Gegner Paulie Malignaggi, immerhin selbst ehemaliger Halbweltergewichtsweltmeister, hatte zu keinem Zeitpunkt des Gefechts eine realistische Chance. Runde für Runde ging an den britischen Champion, als sich in den späteren Runden die Treffer häuften, hatte Referee Steve Smoger ein Einsehen und nahm den tapferen Malignaggi in der elften Runde aus dem Kampf.

Ein Mitgrund für Smogers Entscheidung war vermutlich auch Malignaggis fehlende Schlagkraft: echte Puncher können einen Kampf auch in den letzten Runden noch drehen, bei Malignaggis fehlendem Punch (5 K.o.s in 27 Siegen) schien dies aber gänzlich unwahrscheinlich. Dass Malignaggi Khans angeblich schwache Nehmerfähigkeiten nicht testen können würde, war den meisten Boxinsidern bereits vor Kampfbeginn klar, dass der als exzellente Techniker geltende “Magic Man” Khan auch boxerisch derart unterlegen sein würde, kam aber doch etwas überraschend.

Malignaggi, der normalerweise durch seine schnelle Beinarbeit Treffer vermeidet und auf eine konventionelle Deckung fast komplett verzichtet, hatte mit dieser Taktik gegen Khan keinen Erfolg. Ein ums andere Mal schlug Khans rechter Jab an Malignaggis Kopf ein, richtige Schlagwirkung erzielte Khan auf Grund Malignaggis ausgezeichneter Nehmerfähigkeiten nie. Dennoch war Khans Überlegenheit so eindeutig, dass es an Steve Smogers Entscheidung, den Kampf in der elften Runde abzubrechen, nichts zu beanstanden gibt.

Malignaggi gab sich im Interview mit HBO-Analyst Max Kellerman dementsprechend enttäuscht: “Amir erinnert mich an mich selbst, als ich noch jünger war – aber er war größer, stärker und schneller. Ich konnte einfach nicht mit ihm mithalten. Amir wollte den Sieg einfach mehr, ich muss vor seiner Leistung den Hut ziehen.”

Khans US-Debüt war also ein voller Erfolg, der 23-jährige Brite wünscht sich als nächstes ein Duell mit Marcos Maidana: “Maidana ist ein toller Fighter, aber ich weiß, dass ich ihn schlagen kann. Ich will gegen Maidana kämpfen, und wenn Bradley gegen Alexander antritt, können die Sieger untereinander ausmachen, wer die Nummer eins ist.”

Im Vorprogramm konnte sich Golden Boy-Hoffnung Victor Ortiz mit einem dominanten Punktsieg (100:89, 99:90, 100:89) gegen Nate Campbell für einen Titelkampf in der momentan extrem starken Gewichtsklasse bis 140 amerikanische Pfund empfehlen. Da aber Khan ebenfalls von Golden Boy promotet wird, wird Ortiz sein Glück aber vermutlich gegen Bradley oder Alexander versuchen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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