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Khan dominiert und stoppt hilflosen Molina

Amir Khan feierte am Samstagabend ein gelungenes Comeback nach zwei Niederlagen in Folge. Der Ex-Halbweltergewichtweltmeister dominierte den chancenlosen Carlos Molina und stoppte ihn schließlich in zehn einseitigen Runden. Während Khans schnelle Hände den Unterschied machten, war Molina aufgrund seiner fehlenden Schlagkraft auch dann chancenlos, wenn er mal durchkam.

Khan legte schnell los und ließ seine blitzschnellen Fäuste von dem ersten Gong an fliegen. Es dauerte nicht lange bis Molina bereits einen Cut am linken Auge erlitt, der ihn offensichtlich beschäftigte. Khan bestimmte den Kampf mit seinem Jab, während Molina große Probleme mit Khans Schnelligkeit hatte und noch keinen bedeutenden Treffer selber setzen konnte. In der zweiten Runde probierte er immer wieder mit linken Haken zu kontern, doch Khan war zu schnell wieder außer Reichweite und ließ sich nicht locken. Erst als Amir Khan einmal in der zweiten Hälfte der Runde einmal stehen blieb um seine Kombination zu bewundern wurde er von einer Rechten von Molina erwischt, doch der Schlag des US-Amerikaners hatte nicht die nötige Power um Khan irgendwie zu beeindrucken.

Es war die erwartet ungleiche Paarung, in der Khan mit allen seinen besten Attributen glänzen konnte. Molinas Deckung hing zu tief, so dass Khan praktisch mit jedem Schlag durch kam und mit dem Schnelligkeitsunterschied immer seine Kombinationen ins Ziel brachte und wieder weg war bevor Molina etwas Bedeutendes landen konnte. Zwar zeigte Khan ab und zu defensive Unachtsamkeiten, doch insgesamt war keine der Runden knapp, da der Ex-Weltmeister deutlich dominierte.

In der vierten Runde prügelte Khan Molina regelrecht durch den Ring nachdem er ihn früh mit einem linken Haken zum Körper beeindruckt hatte, während auch der Cut immer schlimmer zu werden schien. Die fünfte und sechste Runde verliefen etwas ruhiger, doch Khan bestimmte den Kampf trotzdem weiterhin problemlos. Ab der siebten Runde erwartete man dennoch ein wenig mehr von Khan, der seinen Stiefel herunter boxte, aber nicht wirklich den nächsten Schritt machte und darauf aus zu sein schien den Kampf vorzeitig zu beenden.

Der Kampf verlor damit zunehmend an Spannung, da Molina offensichtlich nicht die Klasse mitbrachte Khan zu gefährden und Khan nicht aufs Gaspedal drückte um seine klare Überlegenheit so umzusetzen wie es möglich zu sein schien. Jede Runde ähnelte der vorherigen und nur der Cut, den der Ringrichter zunehmend kritischer inspizierte, brachte ein wenig Spannung rein aufgrund eines möglichen Abbruchs. Schon zwischen der achten und neunten Runde war der Ringarzt in Molinas Ecke um einen Abbruch ernsthaft in Erwägung zu ziehen, und nach der Neunten drohte Ringrichter Jack Reiss damit den Kampf zu stoppen, da Molina ihm zu wenig zurück schlug und zu viel kassierte. Sein Trainer bat um eine weitere Runde, die der Ringrichter ihm auch gewährte.

Molina nutzte diese Chance jedoch überhaupt nicht und bot eine Runde wie die vorherigen, in denen er auch kaum Treffer hatte setzen können. Der Ringrichter blieb seinem Wort treu und ging nach der Runde zu Molinas Ecke und brach den Kampf ab. Für Amir Khan war es damit ein gelungenes Comeback unter seinem neuen Trainer Virgil Hunter nach den Niederlagen gegen Lamont Peterson und Danny Garcia. Er feierte seinen siebenundzwanzigsten Profisieg und kann damit wieder in der Spitze im Halbweltergewicht angreifen. Der zuvor ungeschlagene, aber auch ungetestete Carlos Molina verlor zum ersten Mal und bewies, dass er nicht das Zeug für die Elite der Gewichtsklasse besitzt.

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6 Kommentare

  1. florian
    16. Dezember 2012 at 07:32 —

    Also entweder hat Molina ein sehr gutes Kinn oder Khan nicht mehr die Schlaghärte von einst. Aber jetzt bin ich gespannt ob Khan nochmals ganz oben mithalten kann. Irgendwie hab ich mit Khans neuem Trainer Hunter ein gutes Gefühl. Allerdings hab ich das vor dem Garcia Fight auch gedacht. Das Ergebnis dürfte bekannt sein.

  2. GURU
    16. Dezember 2012 at 12:42 —

    Khan hat einiges dazu gelernt und teilt sich seine Angriffe besser auf aber das was ihn so verletzlich macht ist dass er bei diesen brutal schnellen Kombos die Hände komplett unten lässt um so die Schlagfrequenz leisten zu können. Molina traf ihn einige mal der linken aber er schien nicht die power zu haben.
    Freu mich auf ein rematch gegen Garcia.

  3. MainEvent
    16. Dezember 2012 at 15:23 —

    Molina = übergewichtiges Kind

  4. johnny l.
    16. Dezember 2012 at 16:19 —

    gegen garcia geht olli khan im rematch genauso unter wie im ersten fight, nur vielleicht 2 runden später

  5. simon_says
    17. Dezember 2012 at 19:27 —

    hunter hat nen tollen job gemacht, khan nutzt seinen guten jab viel mehr, molinas gesicht hat er damit zu brei verarbeitet. hinzu kommt die deutliche steigerung in der defensive und weniger impulsive art zu kämpfen. dieser überfallartige stil, mit wilden schwinger und, oder kombinationen sieht gut aus, halte ich aber für überbewertet. khan sollte noch ein, zwei kämpfe machen um den neuen stil zu verinnerlichen, sowas braucht zeit. dann ein rematch gegen garcia.

  6. Milanista82
    18. Dezember 2012 at 00:16 —

    Khan hatte mit Molina einen Gegner mit dem er machen konnte was er wollte und dennoch lief er ein ums andere mal in einen Konter hinein. Sobald Khan anfängt einen Gegner zu dominieren, verfällt er ins alte Raster und vergisst förmlich seine Defensivarbeit. Hätte Molina einigermaßen Dampf in den Fäusten, wäre es für Khan richtig brenzlig geworden. Da wartet noch eine Menge Arbeit auf Hunter bis man diese Defizite abstellen kann. Solange sollte man harte Puncher wie Garcia meiden sonst heißt es wieder lights out.

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