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Kevin Mitchell stoppt John Murray in acht Runden

Kevin Mitchell zeigte sich am Samstagabend in Liverpool gut erholt von seiner ersten Profiniederlage und bezwang in einem sehr guten Kampf John Murray in der achten Runde per KO. Nachdem er vor 14 Monaten zuletzt gegen Michael Katsidis in einem Titelkampf KO gegangen war, konnte er nun seine Karriere wiederbeleben mit einem vorzeitigen Sieg gegen seinen zuvor ungeschlagenen Landsmann.

Kevin Mitchell kam in dem Kampf mit der Absicht John Murray auf Distanz zu halten und ihn klassisch auszuboxen. Murray befand sich daher im Vorwärtsgang, während Mitchell einen guten Jab einsetzte und Murray immer wieder auskonterte. Hin und wieder ließ sich Mitchell dabei auch stellen um dann gut dagegen zu halten und in der ersten Runde, die er gewann, vor allem einige gute linke Aufwärtshaken zu landen. Auch die erste zwei Minuten der zweiten Runde gelang ihm das einigermaßen gut, doch eine gute rechte Gerade, die Mitchell ordentlich durchschüttelte, drehte die Runde. Murray setzt nach, während Mitchell sich ein wenig zurückzog. Den Rest der Runde bestimmte Murray klar und gewann dadurch auch die Runde, zumal er kurz vor Schluss noch einen guten Endspurt hat, als sich Mitchell unnötigerweise in der Ecke stellen ließ.

Mitchells Ecke forderte ihn zur dritten Runde hin auf sich wieder mehr zu bewegen, was Mitchell prompt umsetzte. Durch den Einsatz des Jabs machte er es Murray auch wieder schwieriger nah an Mitchell heran zu kommen und effektiven Druck auszuüben, doch ähnlich wie in der vorherigen Runde landete Murray mit einer rechten Geraden wieder den besten Treffer der Runde nach etwa zwei Minuten. Erneut drehte Murray in der letzten Minute auf, doch dieses Mal hatte Mitchell die bessere Runde gehabt. Eine ausgeglichene vierte Runde setzte das Muster fort, dass Kevin Mitchell die etwas klareren Treffer aus der Distanz setzte, während Murray in der Nahdistanz die höhere Aktivität zeigte und dem Kampf dort seinen Stempel aufsetzte. Der Druck und das Tempo von Murray blieben hoch, doch das erste große Problem entwickelte sich für ihn in der fünften Runde, die er zwar gewann, in der er sich aber eine Schwellung am rechten Auge zuzog.

In der sechsten Runde hatte Mitchell wieder mehr Erfolg aus der Distanz mit einigen guten Treffern, während Murray ihm in dieser Runde größtenteils nur hinterher trottete. Doch wie gewohnt drehte Murray in der letzten Minute der Runde wieder ein wenig auf, was jedoch bei weitem nicht mehr reichte die Runde zu gewinnen. Zu Schwellungen um beide Augen herum kam in Runde Sieben noch ein Cut an Murrays linkem Auge hinzu, der jedoch keinen größeren weiteren Effekt auf den Kampf hatte. Und es war Mitchell, der die siebte Runde klar für sich gewann. Vor allem am Ende drehte er auf, und nach einem linken Aufwärtshaken brachte Murray ernsthaft ins Wanken. Mitchell schien jedoch nicht wirklich zu realisieren, wie schwer er Murray angeschlagen hatte, da er zunächst kaum nachsetzte, obwohl Murray durch den Ring taumelte. Als Mitchell es dann schließlich merkte und attackieren wollte, läutete auch schon der Gong zum Rundenende.

Nach der Rundenpause schien sich Murray dann wieder erholt zu haben und ging wieder kompromisslos nach vorne. Mit einer rechten Geraden schien er dann sogar Mitchell vor ein paar Probleme stellen zu können, doch nur wenig später kam der finale Plottwist. Kevin Mitchell konterte den nach vorne drängenden Murray mit einem rechten Aufwärtshaken gefolgt von einem brutalen linken Haken ab, und Murray ging zu Boden. Schwer mitgenommen fand er wieder hoch, und der Ringrichter gab den Kampf noch einmal frei. Mitchell setzte entschlossen nach um dem Kampf ein Ende zu bereiten, und nach ein paar weiteren Treffern sprang Ringrichter Richie Davis dann dazwischen und bescherte Kevin Mitchell den Sieg.

Damit gewann Mitchell den vakanten interkontinentalen Gürtel der WBO im Leichtgewicht und brachte sich wieder ins Gespräch als einer der besten Leichtgewichtler Europas. Zudem beendete er Murrays Serie von 31 Kämpfen ohne Niederlage. Insgesamt war es Mitchells zweiunddreißigster Profisieg, der vierundzwanzigste vorzeitige.

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3 Kommentare

  1. Possi
    17. Juli 2011 at 00:53 —

    Ken North = Uli Fromme

  2. Mark
    17. Juli 2011 at 01:13 —

    “Kommt endlich raus ! Genug der langen Worte. Wir wollen sie endlich im Ring boxen (ausgesprochen boxxxxxxxxxen) sehen” ! *ganz laut brüll”

  3. veysel
    17. Juli 2011 at 02:16 —

    super kamf von beiden

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