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Kessler entthront: Ward schafft die große Überraschung und holt den WBA-Titel

Hoch gepokert: alles verloren – für Mikkel Kessler hat sich der Ausflug in die ausverkaufte Oracle Arena in Oakland Kalifornien nicht ausgezahlt. Stattdessen ist der eigentliche Favorit nun seinen Titel los und seine Chancen, das Super Six Turnier zu gewinnen sind dramatisch gesunken.

Schon von Beginn an hatte Kessler Probleme mit dem schnellen und beweglichen Andre Ward. Der Amerikanischer ging rein und raus, erwischte Kessler mit blitzschnellen linken Haken und klammerte sofort, wenn Kessler ihm zu nahe kam. Da Kessler gewöhnlich als Spätstarter bekannt ist, erwartete man sich, dass er sich auf seinen Gegner einstellen und ihn früher oder später stellen würde.

Doch dazu kam es nicht, ein Kopfstoß in der vierten Runde verursachte ein Cut unter dem rechten Auge von Kessler, der ab Runde sieben über Sichtprobleme klagte. In Runde acht und zehn kamen noch zwei weitere Cuts (wieder durch Kopfstöße) hinzu, Ward nutzte die Probleme von Kessler aus und traf oft mit schnellen Aktionen.

Da die Cutverletzungen durch Wards Schläge immer schlimmer wurden, brach der Ringrichter Jack Reiss den Kampf in der elften Runde ab. Man ging, den Regeln entsprechend, zu den Punktezetteln. Ein Punktrichter hatte Ward mit vier Runden, die anderen zwei mit sechs Punkten vorne, weswegen sich Ward nun WBA-Superchampion nennen kann.

Kessler zeigte sich nach dem Kampf sichtlich enttäuscht und beschwerte sich im Interview über Wards Kopfstöße und die Rolle des Referees. Außerdem meinte er, dass er gerne noch weitergemacht hätte, der Cut wäre nicht so schlimm gewesen.

Für den “Viking Warrior” gibt es aber bereits im nächsten Kampf wieder die Chance auf einen WM Gürtel, er muss in der nächsten Runde gegen den Briten Carl Froch ran. Ward trifft hingegen auf Jermain Taylor.

© adrivo Sportpresse GmbH

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