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Kenny Galarza triumphiert glücklich über Irving Garcia

In New York brachte sich der Puertoricaner Kenny Galarza Freitagnacht durch einen Split Decision Sieg über Irving Garcia wieder ins Gespräch und ins erweiterte Weltergewichtsbild. Der 25-Jährige schlug seinen 32-jährigen Landsmann nach zehn Runden knapp und eher unverdient nach Punkten, nachdem Galarza in der zweiten Hälfte eines schwachen Kampfes stark eingebrochen war.

Galarza hatte vor einem Jahr seine erste Profiniederlage hinnehmen müssen, als ihn der unbequeme, ebenfalls unbesiegte Brad Solomon locker ausboxte. Zuvor hatte Galarza alle seine 13 Kämpfe vorzeitig gewonnen, und im letzten August kam er mit einem weiteren KO-Sieg zurück. Doch Irving Garcia, der zuletzt drei Niederlagen in Folge hatten einstecken müssen, machte es Galarza alles andere als einfach. Galarza verließ sich nicht nur anfangs auf seine Schlagkraft und suchte den KO mit Einzelschlägen statt Kombinationen, aber Garcia bewegte sich gut und bot ihm kein stationäres Ziel. Zudem setzte er seinen Jab gut ein um Galarzas Rhythmus zu brechen.

Kenny Galarza konnte sich zwar die erste Runde wohl knapp sichern, gab aber die nächste auf diese Art und Weise ab, zumal er zu wenig schlug. Insgesamt erfüllte der Kampf bereits früh nicht mal ansatzweise die Erwartungen an eine Schlacht, die das Duell durchaus geschürt hatte. Das Niveau ließ zu wünschen übrig und klare, harte Treffer waren eher Mangelware. Überraschenderweise kamen die Treffer, die ins Auge fielen sogar eher von Garcia.

Der Kampf nahm endlich ein wenig an Fahrt auf, als Galarza sich in der vierten Runde dazu entschloss das Tempo anzuziehen und seine Fäuste endlich mehr fliegen zu lassen. Leider blieb dies eher ein kürzeres Strohfeuer und spätestens in der sechsten Runde lieferten sich die beiden wieder ein Einzelschlagduell auf schwächerem Niveau. Die Runden waren ausgeglichen und schwer zu scoren, doch Galarzas Vorwärtsgang gab ihn möglicherweise den Vorteil in ein paar knapperen Runden. Garcia ergatterte gegen Ende der sechsten Runde leicht die Oberhand, und Kenny Galarza ließ sich kurz vor Rundenende zu einer Dummheit hinreißen, die jedoch ohne Konsequenz blieb. Als der Ringrichter die beiden Boxer aus einem Clinch holte und eindeutig das „Break“-Signal gegeben hatte, traf Galarza Garcia mit einer Rechten zum Kopf. Der Ringrichter ließ jedoch Gnade walten und zog keinen Punkt ab.

In Runde Sieben setzte Garcia ein kleines Ausrufezeichen, als er die Runde stark beendete und einige gute Kombinationen ins Ziel brachte, von denen eine Galarzas Nase zum Bluten brachte. Das Momentum war nun auf Garcias Seite, und auf den Scorecards schien er langsam in Führung zu gehen oder sogar davon zu ziehen. Auch Galarzas Gesicht bezeugte dies. Sein Auge schwoll immer mehr zu zum Ende der achten Runde hin und schien durchaus zu einem Faktor im Kampf werden zu können.

Die letzten beiden Runden schienen entscheidend werden zu sollen, und Garcia hielt weiter das Zepter in der Hand. Geduldig auf die richtigen Möglichkeiten wartend, die sich ihm zwangsläufig boten, landete er weiterhin die härteren und besseren Treffer, während Galarza langsam hilflos wirkte. Auch die letzten drei Minuten ließ dieser das nötige Feuer vermissen um das Eisen noch herauszuholen. Irving Garcia sicherte sich auch die letzte Runde mit seiner höheren Präzision und einfach mit seinem überlegenen boxerischen Können.

Die Entscheidung lag nun in den Händen der Punktrichter, und diese entschieden unglücklich. Das Urteil fiel mit 96-94, 94-96 und 97-94 knapp aus, was den Kampfverlauf wiedergab, hatte mit Kenny Galarza aber eher den falschen Sieger. Das Publikum reagierte dementsprechend mit Buhrufen, doch Galarza feierte deutlich gezeichnet seinen fünfzehnten Profisieg. Irving Garcia musste seine siebte Niederlage hinnehmen.

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