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Keith Thurman vs Shawn Porter – Ein Kampf auf Augenhöhe

 

Der mit großem Interesse erwartete Kampf zwischen WBA-Weltergewichtschamp Keith Thurman und Herausforderer Shawn Porter endete mit einem knappen Punktsieg für den Titelverteidiger. Alle 3 Punktrichter sahen Thurman mit 115:113 vorne. Auch Sky-Sports Experte Matthew Macklin bewertete den Kampf mit 116:112 als Punktsieg für Thurman. Man kann mit beiden Wertungen leben. Am Sieg Thurmans gibt es keinen Zweifel.

Alles in Allem war der Fight genau das, was man erwartet hatte. Thurman und Porter gaben Alles, ohne das einer von Beiden die klar dominierende Rolle spielen konnte. Porter versuchte sein Glück hauptsächlich damit, Thurman durch Körpertreffer zu zermürben, was nur bedingt gelang. Thurman schlug im Gegensatz dazu fast nur zum Kopf, womit er Porter ein paar mal recht ordentlich durchrüttelte. Doch auch das blieb letztendlich folgenlos. Weder Thurman noch Porter waren in diesen 12 Runden jemals in Gefahr KO zu gehen. Auch ein unabsichtlicher Tiefschlag Porters in Runde 3 blieb folgenlos für Thurman.

Porter Thurman 1Die feinere Klinge schlug Titelverteidiger Thurman, während Porter sein Glück eher mit Kraft und Brechstange versuchte. Der WBA-Champ war überwiegend im Vorwärtsgang, war reaktionsschneller und landete die klareren Treffer. Letztendlich war der Sieg Thurmans knapp, aber gerecht. Eine Wiederholung braucht dieser Kampf allerdings nicht, auch wenn so manchem Boxfan schon wieder soetwas wie Rematch oder dann gar eine Trilogie vorschwebt. Dieser Fight war sehenswertes Boxen auf hohem Level. Aber das wars dann auch.

Thurman bleibt mit diesem Punktsieg auch im 27. Kampf weiter ungeschlagen. Womöglich wird jetzt WBA-Interim-Champ David Avanesyan an seine Tür klopfen. Porter handelte sich die zweite Niederlage seiner Karriere ein. Dennoch ist er nach diesem guten Fight nicht abgeschrieben und wäre sehr wohl für die 3 anderen Weltmeister ein würdiger Herausforderer. Allerdings ist Porter wegen seiner einjährigen Ringabstinenz im Moment weder in den Ranglisten von WBC, IBF noch WBO in den Top 15 zu finden. Mit diesem Kampf wird er gewiss wieder in den Rankings erscheinen. Man kann gespannt sein, wie es mit ihm weiter geht.

Begrüßenswert: Auf der Undercard war auch ein Frauenkampf vertreten. Die New Yorker Lokalmatadorin Heather Hardy besiegte im Bantamgewicht über 8 Runden Kristie Simmons aus Colorado nach Punkten. Hardy verbesserte damit ihren ampfrekord auf 17(4)-0-0 empfahl sich einmal mehr für einen WM-Fight.

Hier der ganze Kampf, solange der Clip nicht wieder gelöscht wurde: (klick)

Punktzettel Thur vs Por

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14 Kommentare

  1. Ich konnte dem ersten Abschnitt leider nicht entnehmen wer gewonnen hat. Seitenbacher…..Müsli von Seitenbacher…..

    Den Damenkampf fand ich nun leider nicht so begrüßenswert, definitiv aber einen kleinen Kommentar wert da die Undercard ja sonst nichts zu bieten hatte.

    • 26. Juni 2016 at 08:47 —

      Zitat aus dem ersten Absatz:

      “Der mit großem Interesse erwartete Kampf zwischen WBA-Weltergewichtschamp Keith Thurman und Herausforderer Shawn Porter endete mit einem knappen Punktsieg für den Titelverteidiger. Alle 3 Punktrichter sahen Thurman mit 115:113 vorne.

      Was Google da für Werbung reinknallt, kann ich nicht beeinflussen.

  2. Das urteil war absolut richtig.

    Thurman hat mich hier und da bisschen überrascht. Zeigte aber auch viele schwächen.
    Er ist auf dem besten weg der neue meist gehasste Boxer zu werden. Er muss nur noch bisschen arroganter auftreten, dann wird sein Bankkonto explodieren.

    Porter sollte ein Rematch gegen Brook anstreben solange Brook noch nicht entzaubert wurde.

    • 26. Juni 2016 at 14:54 —

      Auf Grund der Tatsache, dass der Kampf im Free TV in den Staaten übertragen wurde, war es ein voller Erfolg. Aus rein sportlicher Sicht muss ich sagen, dass weder Porter noch Thurman ein Chance gegen Brook hätten. Thurman hat ja überhaupt keine Jab und ist meistens offen wie ein Scheunentor. Hat er im gesamten Kampf überhaupt mal eine Kopf- Körper Kombo geschlagen? Naja, wir werden sehen wie es weiter geht. Warten wir mal den 03.09. in Sheffield ab.

      • meinste?

        Stimmt natürlich das beide keine kompletten Boxer sind, aber Brook passt da auch in die Kategorie mMn.

        Und der erste Fight gegen Porter war auch eher ein Kuschelwettbewerb für Brook.

        Mal sehen ob Spence Jr. da was aufmischen kann. Glaube eher Brook nimmt nen Kampf gegen Khan an anstatt gegen Porter oder Thurman, da ein Kampf gegen den König der Bettler einfach mehr Geld bringt.

        • 27. Juni 2016 at 10:17 —

          Brook ist ein großgewachsener, physisch starker Weltergewichtler. Er verfügt über einen ausgezeichneten Jab, sein Timing (vor allem wenn er die One Two abfeuert) ist hervorragend, gutes Distanzgefühl, bewegt sich ordentlich. Kann mit beiden Händen hauen, mMn stimmt das Gesamtpaket.

          Das lag ja in erster Linie an Porters Stil. Am Ende des Tages hat der Game Plan funktioniert.

          Korrekt, schließlich hat er auch ein paar Mäuler zu stopfen. Falls er Vargas besiegen sollte, wovon ich ausgehe, Unification gegen Thurman oder Aufstieg ins Halbmittelgewicht. Der Khan Kampf wird nicht mehr kommen.

  3. Nach x versuchen mit der „Virtuelle Redaktion“ Kontakt aufzusuchen, bzw George Soros mit der Rothschildsippe mit dem Folterwerkzeug bearbeitet und selbst denn Reptilienkönig Sauerland konnte ich leider keinen schritt weitergekommen-
    Ich hab vermutlich einen neuen weg gefunden um mit der „Virtuelle Redaktion“ kontakt aufzunehmen
    youtube.com/watch?v=S4PYI6TzqYk

  4. 26. Juni 2016 at 16:01 —

    Erstmal Respekt an beide Fighter, die beide alles gegeben haben in einem FOTY-Kandidaten – und das ohne KD. Dann an die Punktrichter, die den Kampf genau richtig gesehen haben. Trotz aller enger Runden konnte es hier nur einen Sieger geben.

    Thurman hat in den Runden am besten ausgesehen, in denen er seinen Jab etablieren konnte und dann Porter mit rechts abkontern. Jab, Move und Haken/Uppercut als Konter geschlagen ist einfach sein Stil, da hat er die Schnelligkeit, die Bewegungsabläufe und die Power dafür und da sieht er am besten aus. Dennoch hat er sich auch gegen einen extrem starken Infighter, wie Porter es ist, in der Nahdistanz mit offenem Visier verbessert und bewiesen, dass sein Kinn hält. Ich denke, alles in allem ist er der beste WW, danach teilen sich Porter, Brook und Bradley jr. die Plätze. Wenn Floydie nochmal in Erwägung ziehen sollte, zurückzukommen, dann bitte gegen „One Time“ – das wäre ein richtig guter Fight.

    • 26. Juni 2016 at 16:20 —

      Ich sehe es etwas anders. Thurman ist wie gemacht für Floyd, er würde ihn nach allen Regeln der Kunst vorführen. Thurman würde 12 Runden lang pot shots fressen. Seine Defensive ist einfach nicht gut genug. Er ist Stellenweise viel zu wild und das ist meiner Meinung nach ein gefundenes Fressen für TBE.

  5. 26. Juni 2016 at 17:37 —

    Ich hoffe, dass Errol Spence die Möglichkeit bekommt, gegen Keith Thurman und Kell Brook zu boxen.
    Das ist dann ganz einfach ein ganz anderes Level und man sieht den Unterschied zwischen Schein (Thurman und Brook) und der Wahrheit (The Truth) 😉

    • 26. Juni 2016 at 17:56 —

      Schönes Wortspiel. Wenn man sieht wie anfällig Thurman auf body punches reagiert, hat spence auf jeden Fall gute Möglichkeiten. Allerdings wurden Spence Nehmerqualitäten nicht ansatzweise getestet. Bei Brook muss man sehen was nach dem 03.09. passiert. Ich hoffe er bleibt im Welter bis er alle Titel vereint hat.

  6. 26. Juni 2016 at 23:20 —

    Spence sah gegen Algebra, mit dem ein guter Welter wie Khan seine liebe Not hatte, wie der absolute Dominator aus, aber so sah AJ am Samstagabend auch gegen Breazeale aus. The Truth kommt aber dann heraus, wenn man sich mit Gegnern misst, die auch zurückschlagen. Ich hoffe, dass Brook nicht ins LMW flüchtet, sondern gegen Spence jr. antritt. Ein großes Problem bei Brook ist, dass er sich viel zu lange mit Gegnern wie Senchenko und Carson Jones aufgehalten hat und jetzt unbedingt an die Fleischtöpfe ran muss, wenn er sich noch eine richtig komfortable Rente sichern möchte. Deshalb läuft er einem Phantomfight wie gegen Khan hinterher, der sportlich gesehen wenig Sinn ergibt, ähnlich wie GGG es bei Alvarez macht. Wenn schon big Names, sollten es Herausforderungen wie Pac, Bradley oder mindestens Broner sein. Ob er dafür bereit ist, wird sich ein bisschen auch im Kampf gegen den zuletzt verbesserten Jessie Vargas zeigen. Strauchelt er da, wird er, denke ich, Spence vermeiden, und das zurecht. Gelingt ihm ein überzeugender (KO-)Sieg, steigt das Selbstvertrauen vielleicht ein bisschen und der Kampf wäre machbar.

    • 27. Juni 2016 at 09:07 —

      Algebra wurde auch lange genug durch die Knochenmühle gejagt, irgendwann musste er fallen. Khan ist auch kein Maßstab, er sah schon gegen einen washed up Diaz schlecht aus. Was Brooks Gegner angeht, gebe ich dir Recht. Da hätte ihn Hearn schon früher an das Top Level heranführen müssen.

      Genau das ist der Punkt, das sportliche ist sekundär, es geht um den großen Zahltag. Khans Vater hat ja mit Matchroom die ganze Zeit verhandelt als May und Pac nicht zustande kamen. Dann kam das Angebot von Golden Boy und der Brook Kampf war vom Tisch. Meiner Meinung nach wäre der Kampf so oder nicht zustande gekommen. Der selbsternannte König könnte es nicht ertragen, in seiner Heimat vor 80.000 Fans, ausgerechnet von seinem Erzrivalen ausgeknockt zu werden. Außer Bradley hatte keiner von den genannten überhaupt Interesse gegen ihn anzutreten, entschied sich dann doch für die IBF Schiene. Darüber hinaus sind die Leute alles andere günstig, ein Jessie Vargas erhält 1,7 Mio. USD für den Kampf. Das muss man sich mal vorstellen. Nun muss Brook beweisen, dass er zu den besten der Klasse gehört.

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