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Keith Thurman is back (?)

Bereits vor seinem Kampf gegen Barrios kündigte Keith Thurman an, er wäre „back“. Was man dann am Samstag gegen Mario Barrios im Ring sah, wirkte tatsächlich so, als wäre er nach seiner Niederlage gegen Pacquiao (2019) zurück auf der großen Bühne des Boxsports. Der Kampf endete mit einem deutlichen Punktsieg (117:111 und 2 Mal 118:110) für Thurman, der sich sehen lassen konnte. Immerhin war Barrios kein leicht zu händelnder Gegner, der nur zum Verlieren eingekauft war.

Die ersten 8 Runden dieses Gefechts kann man fast durchgängig an Thurman geben, der sich damit bereits frühzeitig seines Sieges so gut wie sicher glauben konnte. Die 9. und 10. Runde waren die besten von Barrios. Das reichte natürlich nicht mehr aus, um den Kampf noch drehen zu können. In der Schlussphase des Kampfes ruhte sich Thurman nicht aus, obwohl er seinen Punktevorsprung einfach nur sicher ins Ziel zu bringen brauchte. Die Runden 11 und 12 gehörten ihm wieder ganz klar.

Thurman hat gezeigt, dass er sich gegen einen guten Gegner auch nach der langen Pause durchsetzen kann. Aber reicht das schon aus, um Crawford oder Spence jr ebenbürtig zu sein oder denen sogar die WM-Titel streitig machen zu können? Ob Thurman mit nur einem Kampf tatsächlich „back“ ist und in Reihe 1 des Weltergewichts die Nr. 1 werden kann, vermag man nach diesem einen Kampf nicht zu beurteilen.

Vielleicht wäre es ratsam, wenn er sich in einem weiteren Kampf auf höchstem Niveau für eine WM-Herausforderung qualifizieren würde. Dafür kämen so einige Boxer aus den USA oder anderen Herkunftsländern in Frage, die in den Top 20 des Weltergewichts zu finden sind. Zur „Einstimmung“ auf die wirklichen großen WM-Kämpfe gegen Crawford oder Spence jr wären Siege gegen gestandene Boxer wie Broner. Garcia oder Porter bestimmt keine schlechte Idee. Gut vermarktbar wäre solche Fights auf jeden Fall.

Auf der Undercard der Veranstaltung in Las Vegas konnte sich Luis Nery den vakanten WBC-Silverbelt im Super-Bantam sichern. Er siegte knapp durch eine MD-Entcheidung über seinen mexikanischen Landsman Carlo Castro und rückte damit seinem Ziel, noch einmal WBC-Champ zu werden, wieder ein Stück näher.

Hier die beiden Kämpfe:

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11 Kommentare

  1. 8. Februar 2022 at 14:10 —

    Na ja denke Thurman muss jetzt gegen Ennis oder Garcia ran……………

    Die 147lbs Division steht im Umbruch, 2ir sehen Spence vs Ugas bevor Spence Aufsteigt. Wenn Ugas verliert ist er mit 36 Lenzen auch schon über dem Zenit seiner Prime angekommen. Wenn Spence verliert gibt es vermutlich noch .al nen Rematch.

    Gegen Bud will auch keiner ran und der ist 34 Jahre alt. Für mich zwar immer noch der Top Dawg der Division, aber er ist leider auch schon am faden. Thurman hat schon angekündigt nicht gegen Bud und Spence antreten zu wollen.

    Bleibt nicht mehr sehr viel übrig um sich zu empfehlen. Vielleicht noch Benn aber ob sich Thurman einem Highrisk/Lowreward Fight stellt ist auch unsicher. Wenn Keith nen schlechten Tag hat holt sich Benn den Sieg. Die sind beide ungefähr gleich groß und haben die fast die gleiche Reichweite und das Thurman gegen Pressurefighter seine Schwächen hat wissen wir auch…………….

    • 10. Februar 2022 at 09:43 —

      Das wird definitiv nicht passieren. Denn wir wissen beide, dass vom “Eye Test” her Boots den Boden mit ihm aufwischen wird. Garcia ist meines Wissens raus, er wird aller Voraussicht nach ins JMW aufsteigen. Wenn wir ehrlich sind, hat Garcia im WW auch rein gar nichts geleistet. Soweit ich mich erinnern kann, hatte er einen vakanten WBC Titel gewonnen und das war’s dann auch schon.

      Ich weiß nicht ob Bud tatsächlich am faden ist? Hatte vielmehr den Eindruck, dass ihn eher die Inaktivität ein wenig beeinträchtigt hatte. Als er warm wurde, war es nur eine Frage der Zeit bis er Porter richtig erwischt. So ist es auch ausgegangen.

      Thurman war in meinen Augen schon immer overrated, allen voran seine Power. Den letzten KO hatte er vor sage und schreibe 10 Jahren!!! Das muss man sich mal vorstellen. Inaktivität hin oder her, er konnte nicht mal einen Barrios KO schlagen, der zuvor von einem natural Featherweight ausgeknockt wurde. Dieser Barrios war ja nicht mal in seiner natürlichen Gewichtsklasse in den top 10 wenn man genauer hinschaut. Daher geht es mMn für Thurman nur noch um den letzten großen payday. Entweder der Sieger aus Spence vs Ugas oder TC unterschreibt bei PBC und Thurman kämpft gegen ihn. Benn wäre durchaus eine Möglichkeit. Denke sogar, wenn sie ihn nach London holen, dass das Geld mehr als stimmen würde. Die Frage ist, ob Hearn von Benn 100% überzeugt ist? Schließlich hatte er sich schon mit Josh Kelly, der deutlich mehr Erfahrung als Benn hatte, ordentlich die Finger verbrannt.

      • 10. Februar 2022 at 13:04 —

        Mit Bud könnte hinkommen. Mir hat nur nicht gefallen wie lange er für Porter gebraucht hat um in Gang zu kommen. Bud war schon immer ein Spätzunder im Ring aber mir ging nur durch den Kopf wieso er die Deckung von Porter erst so spät aufgemacht hat. Kann sein das er ein wenig Ringrost angesetzt hat, aber vor 3-4 Jahren wäre Porter in unter 5 Runden K.O. gegangen. Selbst mit seiner stark verbesserten Defense.

        Wen ich hier auch noch außer Acht gelassen habe ist Ortiz Jr.
        Was Garcia angeht geb ich dir Recht aber wie du schon ganz richtig geschrieben hast der letzte One Time knock out liegt 10 Jahre zurück, und 2 Kämpfe in 4 Jahren sind auch nicht gerade die Welt. Das kann man Inaktivität nennen, aber im Grunde genommen war das fast schon eine Retirement ansage.

        Hier noch ein Update zu Canelo. Anscheinend wird es jetzt ein two fight Deal mit DAZN mit Bivol im May und Gena im September als Gegner……………

        boxingnews24.com/2022/02/canelo-alvarez-inking-2-fight-deal-with-dazn-fights-bivol-on-may-7th-golovkin-on-sep-17th/

        • 10. Februar 2022 at 14:32 —

          Verstehe was du meinst. Er ist tatsächlich einer, der immer ein bisschen braucht um richtig warm zu werden. Bud beginnt auch des Öfteren in der Normalauslage und switched dann auf Southpaw um. In erster Linie geht es ihm wohl darum, zu sehen, was sein Gegner zu bieten hat? Wenn er es herausgefunden hat, geht die Post ab. 😀 Man muss schon sagen, dass Porter in einer sehr guten Verfassung war, sein rough rugged Style ist nicht einfach zu händeln. Nichtsdestotrotz hat Bud angefangen ab ca. Runde 3 oder 4 richtig hart zum Körper zu gehen. Diese Bodyshots haben Porter merklich zugesetzt, die Pace und sein Movement wurde ordentlich heruntergefahren. Naja, das eine führte zum anderen. Im großen und ganzen war es eine ganz ordentliche Performance von Bud. Ob er ihn vor 3 Jahren eher gefinished hätte, ist gut möglich. Wir dürfen nicht vergessen, dass es zuvor niemand geschafft hatte.

          Richtig, Ortiz Jr. wäre auch noch im Rennen, aber GBP und PBC passt nicht wirklich zusammen. Da müsste schon richtig viel Geld involviert sein, dass man sich darauf einlässt. Evtl. könnte MTK Global, die u.a. Ortiz Jr. beraten und immer mehr Einfluss im Business gewinnen, dabei behilflich sein. Thurman ist nach wie vor ein Name im Weltergewicht. Allerdings ist für Die Hard Boxing Fans klar, dass er kein Elite WW mehr ist. Daher gehe ich von max. 2 fights aus, dann werden wir nichts mehr von ihm hören.

          Interessante News, hätte ich mit Bivol nicht erwartet. Was ich mich nur Frage, ob er nach 175lbs tatsächlich wieder ins Mittelgewicht wechselt um GGG zu boxen?

          • 10. Februar 2022 at 18:25

            Leider ist das mit PBC und allen anderen immer so eine Sache für sich. MTK ist berechtigter Weise mehr und mehr oben mit dabei. Mit Mathew Macklin haben Sie auch einen ehemelagigen Spitzenathleten als Teilhaber der Tatsächlich auf die belage seiner Boxer eingeht. Hab irgendwann mal vor 3 oder 4 Jahren ein Interview von Macklin gesehen in dem er die großen Berateragenturen im Fußball als Vorbild genannt hat.

            Was Gena angeht hat er vor ein paar Wochen in einem Interview auf BN24 bekannt gegeben das er Maximal bereit wäre ein Catchweight von 163lbs zu akzeptieren weil er selbst in der off Ringtime nur 165lbs auf die Waage bringt. Natürlich nur wenn sich ein SMW bereit erklären würde gegen ihn anzutreten. Das selbe galt wohl auch für Canelo……….

          • 11. Februar 2022 at 08:17

            Hatte Macklin nicht einst MTK in Marbella gegründet? Er ist ja vom Beruf her Jurist. Allerdings sollen mittlerweile hinter dieser Agentur ganz andere Personen stehen. In einem Boxingscene Artikel wurde ein gewisser Daniel Kinahan erwähnt. Dieser soll wiederum Kontakte zur irischen Mafia haben. Die Liste ihrer Klienten wird immer länger. Crawford haben sie allen Anschein nach auch unter Vertrag.

            Wahnsinn wie GGG im fortgeschrittenen Alter das Gewicht bringen kann als wäre es das einfachste auf der Welt. Da bin ich mal gespannt auf welches Gewicht sie sich einigen werden. An Canelos Stelle würde ich nicht mehr auf 160lbs zurückkehren, schon gar nicht von 175lbs. Wir wissen ja was mit Roy Jones passiert ist.

          • 11. Februar 2022 at 13:22

            Denke das ist Genas Geheimnis warum er im hohen boxerischen Altar von 40 Jahren noch immer zu den Top 5 MW auf der Welt gehört. Er hat nie dieses extreme Gewichtsjojo mitgemacht. Er hätte sich sicherlich mehr Legacyfights in der 154lbs und 168lbs Divisionen holen können. Denke persönlich das hätte Sinn gemacht. Andererseits hat er seinem Körper das extreme Weightdraining ersparen können und ist mit 40 noch immer topfit.

            Hab den Bericht damals auch gelesen gab sogar ne Doku über Maklin auf Youtube glaube ich, Kiernan ist wohl seit Anfang an mit dabei, denke in der Halb-und Schattenwelt des Boxens haben alle eine Lebensversicherung die sagen wir mal nicht ganz sauber ist………….

          • 11. Februar 2022 at 13:27

            Denke auch das Canelo mittlerweile schon weit über dem Limit angekommen ist um wieder in der 160lbs Division zu boxen. 168lbs finde ich perfekt, selbst die 175lbs finde ich zu hoch.
            Aber das ist Canelos Sache. In Mexiko funktioniert das. Massdraining besser als als im Rest der Welt 🙃😉

          • 11. Februar 2022 at 13:46

            Das stimmt auch wieder, Leute wie James Prince oder the real Rick Ross beraten auch Boxer. 😉

  2. 8. Februar 2022 at 14:45 —

    Ein Update zu unserem Lieblingsthema Hrgoviç. Wie es aus sieht wird es jetzt Zhang. Hoffe inständig das Schreiberling nen Artikel bringt…………Bin nehmlich auf die Comments gespannt. Denke Brany und Co finden schon ein Argument dafür das .Schreiberling die Schuld an der Gefechtsansetzng trägt.

    badlefthook.com/2022/2/7/22922382/zhang-zhilei-accepts-ibf-final-eliminator-filip-hrgovic-boxing-news-2022

  3. 11. Februar 2022 at 14:11 —

    Immerhin war Barrios kein leicht zu händelnder Gegner, der nur zum Verlieren eingekauft war.

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    Den Satz verstehe ich nicht, kann mir da jemand helfen..?
    Oder hat sich da nur versehentlich ein “k” eingeschlichen..? o.O

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