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Kein Kampf gegen „Pac-Man“ – Mayweather macht Millionen in Japan

Ein Bericht von FW

Kein Kampf gegen „Pac-Man“ – Mayweather macht Millionen in Japan

Wie US-amerikanische Medien – darunter auch das Sportmagazin Bleacher Report – übereinstimmend berichten, wird es wohl keinen zweiten Kampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao geben. Auch Conor McGregor oder Khabib Nurmagomedov warten vergebens auf „Money“: der 41-jährige plant stattdessen erneut, gegen einen japanischen Kämpfer anzutreten.

Alles in allem will der boxende Multimillionär 2019 vier oder fünf Showkämpfe machen, rund 80 Millionen US-Dollar sollen dabei in seine Taschen fließen. Allerdings scheint Mayweather bislang noch nicht allzu viel über seinen nächsten Gegner zu wissen. Gegenüber TMZ Sports sagte Floyd Mayweather: „Ein japanischer Boxer, ein ehemaliger Boxer, soweit ich gehört habe. Ich denke (es ist) im Juli. Etwa 10 Millionen Dollar, drei Runden, meine Regeln.“ Und vermutlich ein ungefährdeter Sieg für den in bislang 50 Profikämpfen ungeschlagenen Mayweather.

Aus wirtschaftlicher Überlegung ein nachvollziehbarer Schritt: den letzten Kampf in Japan gegen  Kickboxer Tenshin Nasukawa gewann Mayweather nach 3 Niederschlägen in der ersten Runde. Nach eigenen Angaben hatte Mayweather für diesen „Kampf“ nicht einmal trainiert. Leicht verdientes Geld also, so sieht es auch Mayweather selber. Auf die Frage eines Reporters, warum er nicht einen 12-Runden-Kampf gegen einen „echten“ Gegner absolviere, antwortete Mayweather, dass er mit Showkämpfen bei sehr viel geringerem Risiko für seine Gesundheit mehr Geld verdienen würde: “Wissen Sie, was verrückt ist? Der Showkampf gegen Tenshin Nasukawa sollte 9 Millionen Dollar bringen, aber ich bekam 10 Millionen Dollar. Es gab einen Bonus!”

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2012, 2014, 2015, 2017 und 2018 war „Money“ Mayweather der bestbezahlte Sportler der Welt und das wird sich wohl auch 2019 nicht ändern. Bleibt die Frage, gegen wen der Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 1996 denn nun antritt.  Vorstellbar wäre eine Begegnung mit dem ehemaligen Federgewichtler Takashi Miura, „Kampfname: „Bomber Left“.

Miura holte sich 2013 den WBC-Weltmeistertitel gegen Gamaliel Diaz, nachdem der Mexikaner in der achten Runde aufgab. Nach mehreren Titelverteidigungen (unter anderem gegen Billy Dib) verlor Miura im November 2015 gegen  Francisco Vargas. Nach einer Niederlage gegen Miguel Berchelt im Juli 2017 beendete Takashi Miura seine Karriere. Der hart schlagende Rechtsausleger könnte allerdings für Mayweather durchaus eine Bedrohung darstellen.

Bei weitem ungefährlicher dürfte eine Begegnung mit Kōki Kameda sein. In seiner Boxkarriere holte sich der Japaner WM-Titel im Halbfliegen-, Fliegen- und Bantamgewicht und trat 2015 nach einer Punktniederlage gegen seinen Landsmann Kohei Kono zurück – mit 33 Siegen und nur dieser einen Niederlage. Trotz seines sportlichen Erfolges ist Kameda in Japan äußerst unbeliebt. Grund ist sein „unjapanisches“ Verhalten: die „fliegende Faust von Osaka” ist ein Meister des Trashtalk.

Dank seines schlechten Rufes kam Kameda sogar in den Genuss, in einem Show-Event gegen 4 seiner Hater im Ring stehen zu dürfen. Ein TV-Sender verloste die 4 Plätze, tausende Männer bewarben sich. Die 4 „Glücklichen“ – ein Oberschullehrer, ein Clubbesitzer, ein Profi-YouTuber und ein selbsternannter Gangsta hatten allerdings keine Chance. Lediglich der Gangsta überstand die 3 Runden, ohne KO zu gehen, keiner konnte den ehemaligen Boxweltmeister besiegen und sich das Preisgeld in Höhe von rund 80.000 Euro sichern. Für Kameda gab es nichts zu gewinnen, 14 Millionen Japaner ließen sich allerdings das Spektakel im TV nicht entgehen.

Eigentlich ein Gegner ganz nach dem Geschmack von Floyd Mayweather … vielleicht nur etwas zu klein. Aber für 10 Millionen kann man ja mal ein Auge zudrücken.

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2 Kommentare

  1. 18. Februar 2019 at 15:58 —

    “Miura holte sich 2013 den WBC-Weltmeistertitel gegen Gamaliel Diaz, nachdem der Mexikaner in der achten Runde aufgab”

    Der mexikanische Fox Mulder wurde in der 9ten Runde kaputtgeschlagen und gab nicht während einer Pause auf

    Bei weitem ungefährlicher dürfte eine Begegnung mit Kōki Kameda sein. In seiner Boxkarriere holte sich der Japaner WM-Titel im Halbfliegen-, Fliegen- und Bantamgewicht und trat 2015 nach einer Punktniederlage gegen seinen Landsmann Kohei Kono zurück – mit 33 Siegen und nur dieser —-einen Niederlage—-

    Da verlor Koki aber das 2te mal nachdem er 2010 von Pongsaklek Wonjongkam dessen Name man schonmal gehört haben dürfte das erste mal nach Punkten verlor

    Mfg

  2. 18. Februar 2019 at 20:16 —

    Oh … Oh … wer hat denn da bei der Recherche geschlampt???

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