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Katie Taylor vs Delfine Persoon 2.0 in Aussicht

 

Die überraschende Absage von Amanda Serrano und die verhemente Forderung von Delfine Persoon nach einem Rematch haben offenbar bei Eddie Hearn, den Promoter von Katie Taylor, Wirkung gezeigt. Zwischen Serrano und der britisch/irischen Seite gibt es betreffs der Kampfabsage unterschiedliche Meinungen wegen der Börse. Man hat es nun aber offenbar schon fast aufgegeben, mit der Puerto Ricanerin nachzuverhandeln.

Genau in dieser Situation platzierte Persoon Trainer und Manager Filiepe Tampere die erneute Forderung nach einem Rematch zwischen seiner Boxerin und Katie Taylor. Immerhin entsprach das Urteil der Punktrichter des ersten Kampfes nur mit viel Fantasie dem, was es im Ring zu sehen gab. Eigentlich hatte Taylor diesen Top-Fight gegen Persoon nicht gewonnen, wurde aber trotzdem per SD zur Siegerin erklärt. Katie Taylor bekam damit auch den WBC Titel im Leichtgewicht und trägt momentan alle 4 „großen“ Gürtel dieser Gewichtsklasse. Im darauf folgenden Kampf gab es nicht etwa das versprochene Rematch, sondern einen Kampf in der nächst höheren Gewichtsklasse. Auch dieses Urteil, mit dem Taylor zur WBO-Weltmeisterin im Superleichtgewicht gemacht wurde, hatte einen faden Beigeschmack.

Eddie Hearn sieht sich jetzt offenbar unter Zugzwang. Der Druck der Medien und der Fans ist in dieser Situation so groß, dass eine Absage an Persoon einem Kneifen gleich käme. Noch ist nichts zu 100% entschieden, aber wenn Serrano tatsächlich nicht gegen Taylor kämpfen will, wird es das Rematch gegen Persoon geben. Filiep Tampere sagt dazu: „Eddie Hearn hat sich gestern Abend mit mir in Verbindung gesetzt und ein Angebot gemacht. Wir diskutieren derzeit darüber und ich gehe davon aus, dass es weitere Gespräche geben wird.“ Angeblich gibt es ein anfängliches Börsenangebot von 150 000 Dollar für Persoon. Tampere kommentierte das wie folgt: „Ich glaube, ein Rückkampf gegen Katie Taylor wäre gut fürs Geschäft und gut fürs Boxen, aber kein Manager akzeptiert das erste Angebot, das sie machen.“ Immerhin ist ja bekannt, dass Amanda Serrano für den Kampf gegen Taylor eine höhere Börse bekommen sollte, diese aber als zu gering ablehnte.

Es wird angenommen, dass Serrano für den Kampf ursprünglich 300 000 Dollar bekommen sollte, Taylor etwa das dreifache. Angesichts der Tatsache, dass dieser Kampf nicht wie geplant in der Manchester Arena vor 15 000 zahlenden Zuschauern, sondern in Hearns Garten ohne Publikum stattfinden sollte, wurden die Börsen nach Angaben des New Yorker Promoters Lou DiBella um 50% gekürzt. Das war Serrano zu wenig und auch eine Aufstockung auf 200 000 Dollar lehnt sie bisher strikt ab. Hearn sagte dazu, dass zwar von einer Kürzung die Rede war, aber noch keine Summe genannt wurde. Ob da nun schon das letzte Wort gesprochen ist oder das Pokerspiel um die Börse noch andauert, ist nicht bekannt. Man muss dabei auch bedenken, dass es bei diesem Kampf um alle 4 Gürtel der großen Verbände geht. Wäre das ein Männerkampf, würde man über ein „Millionending“ verhandeln und nicht um ein paar Tausend Dollar hin oder her.

Es scheint im Moment jedenfalls alles am seidenen Faden zu hängen. Kommt der Kampf gegen Serrano nicht zu Stande, heißt die nächste Taylor-Gegnerin auf jeden Fall Delfine Persoon. Für die im ersten Kampf offensichtlich unfair bepunktete Belgierin geht es nicht in erster Linie um die Höhe der Börse. Sie würde für dieses Rematch sogar ihren Traum von der Olympia-Teilnahme auf Eis legen. 

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