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Katie Taylor vs Christina Linardatou – Zweifel am Urteil

Nachdem die Irin Katie Taylor bereits in ihrem letzten Kampf gegen Delfine Persoon zu einem schmeichelhaften Sieg kam, sah das Ganze am 2. November in der Manchester Arena noch etwas krasser aus. Der Kampf zwischen Taylor und Linardatou fand im Super-Leichtgewicht statt. Es sollte die 3. Verteidigung das WBO-Titels von Linardatou werden. Doch das „Drehbuch“ zu diesem Kampf sah etwas anderes vor, als einen Erfolg der WBO-Weltmeisterin.

Zuvor hatte Katie Taylor im Leichtgewicht alle 4 großen Titel auf sich vereint. Bis auf den letzten Kampf gegen die damalige WBC-Weltmeisterin Delfine Persoon gab es keinerlei Zweifel an ihren Siegen. Persoon wurde mit einem denkbar knappen aber auch denkbar zweifelhaften Punkturteil (95:95 und 2x 96:94 für Taylor) der WBC-Titel abgenommen. Eigentlich wäre ein Rematch so gut wie Pflicht gewesen. Aber was machen Taylor und ihr Management? Man kämpft eine Gewichtsklasse höher.

Wenn man sich diesen Kampf ansieht und mit dem offiziellen Ergebnis vergleicht, kann man nur mit der Stirn runzeln. Hier wurde wieder einer Weltmeisterin der Titel gestohlen. In fast allen Runden trieb Christina Linardatou die Irin vor sich her und landete mehr und genauere Treffer. Die gebürtige Dominikanerin fightete 10 Runden lang wie es sich für eine würdige Weltmeisterin gehört, die ihren Titel verteidigen und behalten will.

Hier der ganze Kampf:

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Das Urteil nach diesem Kampf war erschreckend. Fast noch krasser als das Urteil im Kampf zwischen Ema Kozin und Maria Lindberg vor einigen Wochen in Slowenien. Nach 10 Runden meinten die Punktrichter, dass Katie Taylor den Kampf mit 96:94 und 2x 97:93 gewonnen hätte. Es wäre ein Witz, wenn es nicht so traurig wäre. Hier schien von Beginn an festzustehen, wer zu gewinnen und wer zu verlieren hat. Das Linardatou nach Meinung zweier Punktrichter nur 3 Runden gewonnen haben soll, ist eine absolute Farce.

Die betrogene Ex-Weltmeisterin machte auch bei der PK nach dem Kampf keinen Hehl daraus, dass sie sich verschaukelt vorkommt. Es wäre womöglich nur ein Sieg für sie drin gewesen, wenn sie Taylor KO geschlagen hätte. Man kann jetzt schon voraus sagen, dass die Irin auch die anderen Titel der großen Verbände im Super-Leichtgewicht anstrebt. Wie sie dann dazu kommt, steht auf einem anderen Blatt. Die nächste Gegnerin wären dann wohl Jessica McCaskill (WBA / WBC). Der IBF-Titel ist gegenwärtig nicht vergeben. Interim-Titelträgerin Victoria Bustos kämpft am 30. November in Monte Carlo gegen Cecilia Braekhus im Weltergewicht.

Hier die PK, bei der Christina Linardatou deutlich ihre Meinung sagt:

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7 Kommentare

  1. 8. November 2019 at 00:13 —

    Fehlurteil oder auch wieder ein gekauftes Urteil wie schon davor! Die Dichte im Frauenboxen ist eben nicht so gegeben wie bei den Herren und deshalb wird bei den Mädel´s noch mehr beschissen wie bei den Männer!? Nur wo soll das hinführen?

  2. 8. November 2019 at 08:22 —

    So sehen Sieger aus…scha-la-la-la-laaaa..
    So sehen Sieger aus…schaaaaa-la-la-la-la-la…

  3. 8. November 2019 at 09:17 —

    Tja, Taylor ist halt eine der populärsten Boxerinnen, die Punktrichter entsprechend instruiert…
    Taylor ist bei weitem nicht so gut, wie ich auch noch selbst bis vor dem Persoon-Kampf dachte… mir scheint fast, dass sie jetzt das Leichtgewicht verlassen hat, um einem Duell gegen Chantelle Cameron aus dem Weg zu gehen. Estelle Mossy wäre für sie auch nicht leicht…

    • 8. November 2019 at 12:48 —

      instruiert…?! hmmm…ich habe mich oft gefragt, wie sowas wohl vonstattengeht.
      Vielleicht ist eher etwas subtiles.
      “Hey! Ich suche noch einen Punktrichter für die Veranstaltung in Monaco. Interesse?” 😀

      • 8. November 2019 at 15:30 —

        Tja, wer beim nächsten Event wieder als Punktrichter dabei sein will, punktet “wohlwollend” für die Boxer das Veranstalters. Das war früher bei Universum schon so und bei Sauerland auch nicht anders. Manchmal ist so ein Beschiss auch regelrechte “Teamarbeit” und selbst die Verbände spielen das dreckige Spiel mit.

  4. 8. November 2019 at 11:24 —

    Beschiss … beschissener … Hearn. Eddie, der neue Wilfried, nur in zehnmal so groß.

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