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Karriereende – Denis Lebedev hängt Handschuhe an den Nagel

Karriereende – Denis Lebedev hängt Handschuhe an den Nagel

 

 

„Es ist Zeit, mit dem großen Sport Schluss zu machen. Als Mann und Vater muss ich mich auf meine große Familie konzentrieren und versuchen, meinen engsten Angehörigen so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu schenken.“

 

 

 

 

 

Mit diesen Worten (hier nur auszugsweise wiedergegeben) hat sich Lebedev, ehemaliger Weltmeister im Cruisergewicht gestern im Alter von 39 Jahren von der Boxbühne verabschiedet. Als Profi wurde Lebedev zweimal Russischer Meister im Halbschwergewicht, bevor er sich mit einem TKO-Sieg über Enzo Maccarinelli den Interkontinentalen Meistertitel der WBO im Cruisergewicht holen konnte. Einen Kampf gegen den damaligem WBO-Weltmeister Marco Huck im Jahr 2010 verlor Lebedev in einer Split Decision umstritten. 2012 konnte sich Denis Lebedev dann doch noch über Weltmeisterehren freuen.

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Nachdem der Boxer aus Tschechow im Mai 2011 Roy Jones junior durch KO besiegte, wurde Lededev durch einen Punktsieg über James Toney Interims-Weltmeister der WBA, schlug danach Shawn Cox aus Barbados in der zweiten Runde.

Weil der bisherige Weltmeister Guillermo Jones eine freiwillige Titelverteidigung wegen einer angeblichen Verletzung abgesagt und zudem seinen Gürtel seit 2008 nur zweimal verteidigt hatte, entschied die WBA 2012 am grünen Tisch, Interimsweltmeister Denis Lebedev zum neuen regulären WBA-Weltmeister zu ernennen.

Zwar verlor Lebedev 2013 seinen Titel bei seiner zweiten Titelverteidigung an eben diesen  Guillermo Jones, weil aber später festgestellt wurde, dass Jones gedoped gewesen war, erhielt Lebedev seinen Titel zurück.

2016 konnte sich Lebedev durch einen TKO-Sieg über Victor Ramirez auch den IBF-Weltmeistertitel sichern, was die WBA zum Anlass nahm, Lebedev zum Super-Champion zu machen.

Nachdem ein geplanter Kampf gegen Oleksandr Usyk daran scheiterte, dass Usyk ins Schwergewicht aufstieg, und ein von der WBA angesetzter Fight gegen den regulären WBA-Weltmeister Arsen Goulamirian aus Frankreich ebenfalls nicht zustande kam, hatte Lebedev überraschend seinen Rücktritt angekündigt.

Auch, wenn Lebedev im Alter von nun fast 40 Jahren einen guten Zeitpunkt für seinen Abgang gewählt hat, werde ich den schlagstarken Techniker, der oft in Fallschirmjäger-Uniform und meist mit blauem Barett einmarschierte, vermissen.

 

 

Für alle Lebedev-Fans – hier noch einmal der Kampf gegen Marco Huck. Huck hatte vor dem Fight angekündigt: „Ich werde Lebedev bestrafen!“

 

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5 Kommentare

  1. 12. Juli 2019 at 20:14 —

    mach et jut,champ…
    ein richtiger fighter vorm herrn…

  2. 13. Juli 2019 at 08:29 —

    Für mich ist er die Number one in den Hasencharts 🙂

  3. 13. Juli 2019 at 10:18 —

    Ja, war/ist echt ein Guter, so jämmerlich beschissen worden gegen Hukic, die epische Battle gegen G. Jones und der Dopingschock danach – krass. Nur dass er RJJ derart die Ehre genommen hat, fand ich damals irgendwie traurig, aber was will er machen, wenn der alte Mann einfach nicht genug bekommen kann? Ein Prime Lebedev gegen Usyk wäre das ultimative CW-Supermatch gewesen, aber gut, dass sich jetzt die Geschichte nicht wiederholt hat.

  4. 13. Juli 2019 at 10:35 —

    Hab mir gerade aus Spass den Kampf gegen Hukic nochmal angesehen und dabei festgestellt, dass der Ellenbogenspezialist damals wenigstens rundenweise mithalten konnte, anders als gegen Usyk. Er zeigte hier noch ein ordentliches Defensivverhalten und auch ansatzweise Beinarbeit und einen recht guten Jab. Dennoch hätte der Kampf 116:112 für Lebedev gewertet werden müssen, aber immerhin ist er nicht so blind in eine Linke reingelaufen wie später gegen einen anderen Southpaw in Glowacki 🙂

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