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Karo Murat vor neuer WM-Chance

 

Was vor einigen Tagen noch als Gerücht durch das Internet geisterte, fand nun seine offiziele Bestätigung durch einen BoxRec-Eintrag. Am 12. Dezember werden Karo Murat (27(17)-2(1)-1) und Sullivan Barrera (16(11)-0-0) in Glendale / Kalifornien gegeneinander kämpfen. Ziel dieser Übung ist es, die Ranglistenposition 1 im IBF-Ranking und damit einen Pflichtherausforder für einen WM-Kampf gegen den Titelträger zu ermitteln.

Während der Kubaner Barrera in den TOP 15 aller 4 großen Verbände vertreten ist, findet man den 32-jährigen Karo Murat nur noch im IBF-Ranking auf einem vorderen Platz. Das sollte nicht weiter wundern, denn Karo Murat steht nur selten im Ring. In den letzten 4 Jahren absolvierte er gerade mal 5 Kämpfe. Sein Vertrag mit dem Sauerland-Team endete nach dem verlorenen Kampf gegen Bernard Hopkins. Auch da ging es schon um den IBF-Titel.

Im Gegensatz dazu hat der 33-jährige Barrera im etwa gleichen Zeitraum doppelt so viele Kämpfe gemacht und sich damit langsam aber stetig immer weiter nach oben gearbeitet. Um große Titel oder gegen besondere Gegner stand er noch nicht im Ring. Einzige Titel waren der WBO-Interim Latino Halbschwer und der WBA Fedelatin Gürtel, die er 2011 in Miami gegen den Kolumbianer Frank Paines durch ein KO 2 gewinnen konnte.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Karo Murat diesen Kampf gegen Sullivan Barrera gewinnen kann? Der Kubaner ist der aktivere Kämpfer und hat auch Reichweitenvorteile. Murat ist mittlerweile bei EC – Boxing in Hamburg unter Vertrag. Er hat unter dieser Regie ganze 2 Kämpfe gemacht. Im Oktober 2014 einen Aufbaukampf gegen Leo Tchoula, den er durch TKO 2 bezwang und im April 2015 einen Kampf gegen Benjamin Simon, der durch TKO 7 unterlag. Simon sagte nach dem Kampf, dass es ein Fehler war überhaupt anzutreten, weil er durch Grippe geschwächt war und das Halbschwer eigentlich auch nicht seine Gewichtsklasse ist. Ansonsten hätte der Kampf auch ein anderes Ende nehmen können. Ob das ausreicht um Murats Ringrost aufzuhalten, muss man mal so stehen lassen.

Durch seine wenigen Kämpfe hat sich Karo Murat momentan auf Rang 62 der BoxRec Tabelle eingefunden, während Sullivan Barrera auf Platz 29 liegt. Beide Boxer sind also leistungsmäßig nicht unbedingt die hellsten Kerzen auf der Halbschwergewichtstorte. Es gäbe auch im IBF-Ranking gewiss andere Boxer, die für einen Eliminator genau so oder noch besser geeignet wären. Für Barrera spricht sein blitzsauberer Kampfrekord und für Murat vielleicht , dass er den IBF-International-Gürtel trägt, den er gegen Simon so ganz nebenbei gewonnen hat. Es sei ihm gerne gegönnt, noch einmal eine solche Chance zu haben.

Gegenwärtig bekleidet der Russe Sergey Kovalev ( 28(25)-0-1) den „Job“ des IBF-Weltmeisters. Gegen ihn gewinnen zu wollen ist fast schon ein Unding. Der „Krusher“, wie er genannt wird, ist einer der Boxer, gegen die momentan kein Gras gewachsen zu sein scheint. Er wird am 30. Januar zu einem Rematch gegen Jean Pascal in Montreal auflaufen. Je nachdem, was bei dem Eliminator und dem Rematch heraus kommt, wird man sehen, wie es dann vielleicht im April oder Mai um einen IBF-Pflichttitelkampf aussieht und wer ihn bestreiten wird. Auf jeden Fall ist es eine große Chance für Karo Murat, doch noch den berühmten „Knoten“ platzen zu lassen. Es liegt nur an ihm selbst und er muss beweisen, was er als Boxer zu leisten vermag.

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11 Kommentare

  1. 12. November 2015 at 11:34 —

    Bei der Ansetzung fragt man sich wirklich wen man die Daumen drücken soll, denn der Sieger wird ja von Kovalev vernichtet werden.
    Murat hat die besseren Leute vor den Fäusten gehabt, aber reicht das um in den USA gegen Barrera zu bestehen?

  2. 12. November 2015 at 12:13 —

    Lämmer zur Schlachtbank!

  3. 12. November 2015 at 12:24 —

    Barrera ist größer, technisch stärker und dürfte am Kampftag 7-10 lbs mehr wiegen als Murat.
    Murat hat nicht den großen Punch, um Barrera (der imho unter starkem Druck nicht die beste Figur macht) zu beeindrucken.
    Lockerer Punktsieg für den Kubaner.
    Ich weiß aber nicht, ob man dem Sieger gratulieren oder ihn bedauern soll, sollte es tatsächlich gegen den Krusher gehen.

  4. 12. November 2015 at 20:55 —

    Murat wurde immer hoch gehandelt , ergibt sich aber doch als Pfeife und wird eine bleiben

  5. 12. November 2015 at 21:58 —

    Breaking News….Breaking News….

    Andre Ward legt seinen WBA-Superchampion Titel nieder und wird ab sofort nur noch im Halbschwergewicht antreten.Kovalev kann sich jetzt schon warm anziehen.Ward wird ihm einen Korken in den Ars.ch verpassen.Daran habe ich keinen Zweifel 😀

    • 12. November 2015 at 22:03 —

      Muhahaha … wenn du dich da mal nicht irrst ! Wenn der Krusher ihn erstmal gestellt hat, wird Ward den gleichen Weg gehen wie Cleverly und viele Andere nach dem … :p

    • 12. November 2015 at 22:11 —

      Trolololo du hast vergessen zu erwähnen das Ward nun nicht gegen Brand boxen und wer weiss wann er denn wieder boxen wird trolololo

    • 13. November 2015 at 00:50 —

      Na das wurde auch Zeit das Ward einsieht das er im Supermittelgewicht nichts mehr zu suchen hat und seinen Titel niederlegt.
      Die WBA hätte ihm vermutlich den Titel nie aberkannt, auch nicht wenn es nochmal 2 Jahre gedauert hätte bis er ihn endlich mal wieder verteidigt hätte.
      Allerdings befürchte ich für Ward, das wenn er sich der ernst zu nehmenden Gegnerschaft im Halbschwer stellen sollte, seine Siegesserie ganz schnell reißt.

    • 13. November 2015 at 14:19 —

      Hallo mein lieber Box-Freund 🙂

      sollte es tatsächlich zu dem Duell vs Kovalev kommen, geht Ward runter – darauf wette ich: SOVIEL Du möchtest!!

      Da Du mir aber ans Herz gewachsen bist, habe ich auch etwas Skrupel, Dich zu schröpfen,,, 😉

      Wünsche Dir ein tolles Wochenende

  6. 13. November 2015 at 14:20 —

    …mein Post war für Carlito!

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