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Karim Mayfield macht nächsten Schritt – TKO-Sieg in 5 Runden gegen Raymond Serrano

Am Freitagabend feierte der 31-jährige US-Amerikaner Karim Mayfield seinen sechzehnten und wohl bislang besten Profisieg. In New York verteidigte der Halbweltergewichtler seinen nordamerikanischen WBO-Titel gegen Raymond Serrano. Mayfield stoppte seinen zuvor ungeschlagenen Landsmann in fünf von zehn angesetzten Runden.

Beide Boxer begannen zunächst nervös und schlugen anfangs viel ins Leere um dann in der Nahdistanz in den Clinch zu gehen. Serrano suchte zunehmend den Vorwärtsgang, doch in der ersten Runde bekamen die Zuschauer kaum klare Treffer und stattdessen viele unsaubere Aktionen zu sehen. Die zweite Runde begann mit einem wilden Angriff von Mayfield, der Serrano auf dem falschen Fuß erwischte und rückwärts in die Seile stolpern ließ. Doch auch Mayfield hatte nicht die richtige Balance und knickte ein wenig nach hinten weg, was die Nervosität und die vielen technischen Fehler, die beide Boxer begingen, gut illustrierte. Wenig später war es erneut Mayfield, der einen guten Treffer anbringen konnte, als Serrano in den Mann herein fiel und Mayfield mit einer Rechten zum Kinn konterte.

Doch es dauerte bis zur dritten Runde, dass der Kampf richtig an Fahrt aufnahm. Serrano drückte weiter langsam nach vorne, doch Mayfield landete immer noch die besseren Konter und klingelte früh in der Runde Serrano mit einer als Konter geschlagenen rechten Gerade an. Der 31-Jährige setzte mit einer etwas wilden Kombination nach und erzielte damit den ersten Niederschlag des Kampfes, als Serrano dank fehlender Balance zu Boden ging. Kaum angeschlagen stand er schnell wieder auf um den Kampf fortzuführen. Doch er schien nicht aus seinen Fehlern gelernt zu haben, da Mayfield direkt einem Jab eine weitere rechte Gerade folgen ließ, die hart an Serranos Kinn einschlug. Dieser ließ sich nun an die Seile drängen, wo er erneut eine brutale rechte Gerade schlucken musste, die ihn vorwärts taumeln ließ, wo er versuchte sich an Karim Mayfield fest zu halten und somit auf den Beinen zu halten. Mayfield schüttelte ihn ab und Serrano ging zu Boden, doch der Ringrichter entschied nicht auf einen Niederschlag. Immer wieder war es die rechte Gerade, mit der Mayfield Erfolg hatte, und Serrano war nur noch darauf aus sich irgendwie auf den Beinen zu halten. Mayfield dominierte nach Belieben, suchte den KO, doch ließ Serrano schließlich aus der Runde entkommen.

Im vierten Durchgang ließ Mayfield Serrano wieder ein wenig kommen, doch behielt durch seine präziseren Konter die Oberhand. Nachdem die drei Minuten der Runde jedoch eher ruhig blieben, kam der Paukenschlag zeitgleich mit dem Ringgong. Kurz bevor dieser ertönte drängte Serrano Mayfield in die Ringecke, und Mayfield konterte Serrano einmal mehr mit einem Jab gefolgt von einer rechten Geraden aus. Die Rechte landete brutal an Serranos Kinn und ließ diesen direkt mit dem Kopf zuerst zu Boden sinken. Heftig angeschlagen fand er mit viel Mühe und Not wieder auf die Beine, und der Ringrichter ließ den 22-Jährigen wohl nur weiter im Kampf, da seine Ecke nun eine Minute hatte ihn wieder auf stabile Beine zu bringen. Doch Serranos Ecke war offensichtlich nicht darauf vorbereitet, wirkte sehr unorganisiert und hatte nicht einmal den Stuhl zur Stelle, so dass er die Pause hindurch stehen bleiben musste.

Als es weiter ging, wirkte Serrano kaum erholt, was auch Mayfield bemerkte. Dieser roch nun das Ende und setzte entschlossen nach. Nach einigen Treffern floh Serrano nur noch quer durch den Ring, und als eine weitere harte rechte Gerade einschlug, sprang Ringrichter Eddie Claudio dazwischen und brach den Kampf nach 47 Sekunden der fünften Runde ab.

Für Karim Mayfield war es der sechzehnte Profisieg bei einem Unentschieden in seiner sechsjährigen Profikarriere. Zudem verteidigte er zum ersten Mal seinen nordamerikanischen Titel und machte nach Siegen zuletzt gegen Steve Forbes und Patrick Lopez nun mit dem dritten Sieg in Folge gegen einen guten Kontrahenten von sich reden. Raymond Serrano kassierte seine erste Profiniederlage nach achtzehn Siegen zum Auftakt seiner Profikarriere und damit einen herben Rückschlag.

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1 Kommentar

  1. JohnnyWalker
    19. Mai 2012 at 20:19 —

    die rechte ging nicht ans Kinn sondern auf die Leber.

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