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Kann man Adrien Broner noch ernst nehmen?

Kann man Adrien Broner noch ernst nehmen?

Ich tendiere eher zum „nein“. Was vielleicht auch daran liegt, dass ich kein großer Freund von „The Problem“ bin. Broner ist ein „loudmouth“, ein Großmaul. Nach wie vor.

„Wenn Du einen Gürtel hast, dann halte ihn gut fest. Ich komme, um sie alle zu holen: WBA, WBO, WBC, IBF. Ich komme und hole sie mir alle.” hatte der 31-jährige dieser Tage noch getönt. Doch statt Taten folgte erst einmal Ernüchterung: kurz vor dem Kampf am Samstag gegen Jovanie Santiago musste das Gewichtslimit geändert werden: auf 147 statt 140 Pfund, wie ursprünglich vereinbart.

Gab es eine Entschuldigung vom ehemaligen Weltmeister? Weit gefehlt. „Ich denke, jeder Kampf mit welchem ​​Gewicht auch immer ist mit Adrien Broner ein großer Kampf!“ ließ Broner verlauten. Ein schwaches Bild, das den Eindruck von Unprofessionalität vermittelt. Beim heutigen Wiegen brachte Broner 146 Pfund auf die Waage, sein Kontrahent Jovanie Santiago wog 145,2 Pfund.

Klar: Gewichtsverlust schwächt einen Athleten. Aber das wusste Broner auch schon vorher. Interessant zu wissen wäre, ob der Puerto Ricaner, der normalerweise im Superleichtgewicht boxen, nun eine höhere Börse bekommt. Immerhin dürfte die Chance zu gewinnen, für Broner jetzt höher sein.

Und ein Sieg ist Pflicht, denn der Boxer ist „blank“. Schlimmer noch: Broner hat Schulden. Genau 855.682,03 US-Dollar muss ‚The Problem‘ alleine für die Beilegung einer Klage zahlen, die darauf fußt, dass er eine Frau gegen ihren Willen geküsst hatte.

Seine Initialen ‚AB‘ stünden für „about billions“ (mehr als Milliarden) hat Broner in einem Interview mal gesagt, doch davon ist der Boxer aus Ohio weit entfernt. Trotzdem behauptet der einstige Weltmeister: finanzielle Überlegungen seien nicht die treibende Kraft hinter seiner Ringrückkehr, ließ jedoch durchblicken, dass er nicht abgeneigt sei „zurück zu kommen und ein Vermögen zu machen.”

Ob das letztendlich gelingt, hängt auch von einem guten Auftritt gegen den 31 Jahre alten Jovanie Santiago ab. Bei den Buchmachern ist Broner zwar 9:1-Favorit, er will ‚El Lobito‘ aber nicht als ungefährlich und chancenlos abtun: „Santiago hat Hunger. Er ist ungeschlagen und will nicht verlieren. Es wird ein großartiger Kampf. Santiago kommt, um zu kämpfen. Er ist ein verdammt guter Kämpfer. Er hat großartige Fähigkeiten. Aber ich denke ich bin auf einer anderen Ebene. Am 20. Februar werden die Leute sehen, dass ich immer noch der Adrien Broner bin, der den Sport dominieren kann.“

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5 Kommentare

  1. 20. Februar 2021 at 09:41 —

    Es gab niemals einen Adrien Broner, der den Sport hätte dominieren können.. und Ernst nehmen kann man ihn schon lange nicht mehr..

  2. Broner ist immer noch vertrauenswürdiger als unsere Regierung.

  3. 20. Februar 2021 at 20:50 —

    @ Dr. Fallobsthammer

    Vermutlich nicht ganz so verkehrt … leider

  4. 20. Februar 2021 at 22:19 —

    Ich kann denn Typen, spätestens seit seiner Aussage, er hätte gegen Manny klar gewonnen und die Welt weiß es, nicht mehr ernst nehmen! Der Typ sollte/darf nicht mehr eine einzige Gehirnzelle riskieren.

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