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Kann Javier Fortuna ‚King Ry‘ gefährlich werden?

Kann Javier Fortuna ‚King Ry‘ gefährlich werden?

Wenn Ryan Garcia am Samstagabend auf Javier Fortuna trifft, dann wird der 23-jährige zum ersten Mal seit 2019 mehr als einen Kampf pro Jahr bestreiten. Im April diesen Jahres kehrte ‚King Ry‘ nach einer rund 14 Monate langen Pause wieder in den Ring zurück, eine Auszeit, die nicht nur einer Handoperation geschuldet war, sondern auch dem Umstand, dass Garcia öffentlich machte, er leide unter Depressionen und Angstzuständen und gleich zwei Fights absagte: im November 2021 gegen Joseph ‚JoJo‘ Diaz und schon vorher – im April 2021 – die für Juli geplante Begegnung mit Javier Fortuna.

Seitdem hat Ryan Garcia nicht nur seine Hand und möglicherweise auch seine Psyche auskuriert, sondern auch seinen Trainer gewechselt, trennte sich von Eddy Reynoso und wird nun in seinem zweiten Kampf von Joe Goossen betreut, der voll des Lobes ist: „Ich habe nichts als Stärke und Entschlossenheit von Ryan gesehen”, hat Goossen im Interview mit „Yahoo Sports“ gesagt: „Ich habe einige der härtesten Sparringspartner geholt, die ich in die Finger bekommen konnte, glauben Sie mir, er hat sie in die Tasche gesteckt! Er ist in Bestform! Ich sehe nichts, was mich an seiner Verfassung oder seinem Eifer, zu kämpfen, stört. Nichts. Es gibt keine Schwachstellen in seiner Rüstung. Er ist im Moment sehr stark!“

Und auch Ryan Garcia selber hat sich vorgenommen, seinen Fans etwas zu bieten. Im Gespräch mit „Boxingscene.com“ sagte ‚King Ry‘: „Es spielt keine Rolle, ob ich bei 100 % bin. Ich bin an dem Punkt, an dem es egal ist. Auch wenn ich nur bei 65 % wäre, würde ich  Fortuna zerstören. Er kann mich nicht schlagen. Ich bin mehrere Stufen über ihm!“

Aber auch Javier Fortuna gibt sich siegesgewiss und will den Kampf gegen Garcia durch KO für sich entscheiden: „Es ist im Lauf meiner Karriere ein paar Mal passiert, dass ich es den Punktrichtern überlassen habe und das war keine gute Idee. Entweder bringt er (Garcia) mich um oder ich töte ihn.“

Fortuna sei wie eine alte Landmine, hat Huck Allen treffend bei „boxingnews24.com“ geschrieben: „ … seit 80 Jahren im Boden vergraben, aber immer noch hochgefährlich und nur darauf wartend, diesen Samstagabend auf Ryan zu explodieren.“ Keine Frage: Fortuna (37-3-1) ist ein erfahrener Kämpfer. Aber was hat der Mann aus der Dominikanischen Republik noch „im Tank“? Außerdem ist der 33-jährige kein Defensiv-Wunder und Ryan Garcia hat die Größen- und Reichweitenvorteile auf seiner Seite, sodass man wohl erwarten kann, dass Garcia zumindest einen Punktsieg einfahren wird. Oder um es mit den Worten meines Kollegen Patrick Stumberg zu sagen: „Garcia hat noch viele Fragen zu beantworten, aber Fortuna scheint nicht in der Lage zu sein, sie zu stellen.“

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