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Kampf gegen Amir Khan – Pac Man weiß von nichts

Kampf gegen Amir Khan – Pac Man weiß von nichts

Nach seinem Sieg über Billy Dib im saudi-arabischen Jeddah im vergangenen Samstag scheint Amir Khan sich im Höhenflug zu befinden. Nicht nur, dass er sich mit dem „Triumph“ über Dib, der normalerweise gar nicht in Khans Gewichtsklasse boxt, den WBC International Titel im Weltergewicht holen konnte, nein, Khan fühlt sich nach eigenem Bekunden „immer noch wie ein junger Kämpfer, als wäre ich in den Zwanzigern“.

Der Sieg scheint auch Khans Gehirnströme aktiviert zu haben: Wunschdenken und Realität verschmelzen im „Khan-Kosmos“ zu einem Brei, der skurrile Blüten treibt. So versteift sich „King Khan“ nicht nur auf die Behauptung, er würde im November gegen Manny Pacquiao boxen, auch die Verträge für den Fight, der angeblich in Riad stattfindet, seien von beiden Parteien schon unterzeichnet worden. Voraussetzung für einen Kampf sei allerdings: Pacquiao müsse am Samstag gegen Keith Thurman gewinnen. Warum Pacquiao siegen müsse, um gegen ihn antreten zu können, ließ der 32-jährige offen.

Möglicherweise hätten ihn weitere Ausführungen auch noch mehr in Argumentationsnöte gebracht, als es ohnehin schon der Fall ist, denn weder der Pac Man noch sein Team wissen von den angeblich unterschriebenen Verträgen. Pacquiaos Sprecher Fred Sternberg sagte der ‚BBC‘ am Mittwoch: “Manny hat keinen Vertrag unterschrieben. Soweit ich weiß, wurde darüber noch nicht einmal gesprochen.”

Auf die Frage, warum Khan das behaupten würde, lautete Sternbergs Antwort: „Das weiß ich nicht. Er (Manny) ist seit acht Wochen im Trainingslager, vier auf den Philippinen und vier in den USA, und er hat sich in dieser Zeit nicht mit Amir Khan getroffen. Das ist eine Frage, die Sie Amir Khan stellen müssen.“

Was dann auch passierte. Khan allerdings beharrte auf seiner Version der Geschichte: die ‚Super Boxing League‘ hätte angegeben, dass die unterschriebenen Verträge vorliegen. Etwas merkwürdig, denn Amir Khan ist einer der beiden Gründer der SBL.

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Wenig später ruderte Khan aber zurück: „Wenn das nicht so ist, bin ich der Dumme! Ich werde aber ungeachtet dessen am 8. November in Riad kämpfen. Hoffentlich stimmt es, dass es Manny Pacquiao ist. Als ich noch mit ihm gesparrt habe, war er auf dem Höhepunkt. Ich bin wahrscheinlich zwischen 200 und 300 Runden mit ihm gegangen. Er ist etwas langsamer geworden.”

Unklar ist bislang, was sich Khan von seinen Behauptungen verspricht. Zumindest Pacquiaos Trainer Freddie Roach hält den britischen Boxer nicht für einen ernstzunehmenden Gegner: „Ich habe von Amir Khans Äußerungen gehört, wonach er gegen Manny kämpfen will, aber ich sage ihm, er soll sich hinten anstellen … am Ende der Schlange!“

Wenn es stimmt, was Roach behauptet, dann steht sowieso ein anderer Gegner auf der Wunschliste von Pacquiao: “Manny wird (…) gewinnen und dann Mayweather um ein Rematch bitten”, sagte Roach in einem Interview mit ESPN Deportes. “Mit einem gesunden Manny Pacquiao, der keine Verletzungen hat, wird die Geschichte anders sein. Mal sehen, ob Floyd beschließt, zurückzukehren, wenn er Manny sieht.”

 

 

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