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K.o. gegen McEwan in Runde zehn: Lee holt eigentlich bereits verloren gegangenen Kampf aus dem Feuer

Andy Lee ©Leonard Gunning / Boxing-Ireland.com

Andy Lee © Leonard Gunning / Boxing-Ireland.com

Mittelgewichtler Andy Lee (25-1, 19 K.o.’s) tat sich bei seinem HBO-Debüt gegen seinen schottischen Gegner Craig McEwan (19-1, 10 K.o.’s) schwerer als erwartet. Nach einem guten Start gab Lee fünf Runden in Folge ab, bevor er im Schlussdrittel wieder besser in den Kampf kam und mit einem schweren Knockout in der letzten Runde den bereits verloren geglaubten Fight noch aus dem Feuer holte.

In Runde eins konterte Lee McEwan zwei Mal mit einem rechten Haken ab und erzielte dabei sichtbare Schlagwirkung. Alles lief nach Plan, Lee schien aber auf Grund des frühen Erfolges seine Taktik über Bord zu werfen und den alles entscheidenden Schlag zu suchen. In Runde zwei änderte sich das Bild jedoch drastisch: McEwan nutzte Lees nach wie vor löchrige Defensive und traf in den folgenden Runden beinahe nach Belieben.

Lee hätte an dieser Stelle den Rat seines Trainer Emanuel Steward brauchen können, dieser war aber nicht nach Connecticut mitgereist, da er an diesem Abend bei Miguel Cotto in Las Vegas in der Ecke stand. Ab der siebenten Runde kam Lee aber wieder besser ins Gefecht, da er wieder vermehrt auf seine Führhand setzte und McEwan langsam die Luft auszugehen schien.

Gegen Ende der neunten Runde gelang Lee mit einer harten linken Geraden ein Niederschlag, McEwan wurde aber vom Gong gerettet. In Runde zehn machte Lee schließlich den Sack zu und schickte McEwan mit einem linken Haken schwer zu Boden, Referee Steve Smoger brach den Kampf sofort ab.

“Ich war hinten, ich wurde ausgeboxt und ich wusste, dass ich einen K.o. brauche”, so Lee im Post Fight-Interview. “Er hat eine Menge geschlagen, und er hat mich auch angeklingelt. Ich bin nicht sehr zufrieden, ich will klarer dominieren. Ich musste alles geben, um den Kampf noch umzudrehen.”

Auf Grund seiner guten Ranglistenplatzierung kann Lee demnächst auf einen Titelfight hoffen, ein Rematch gegen Brian Vera, der ihm 2008 seine bislang einzige Profiniederlage zufügen konnte, scheint ebenfalls denkbar.

© adrivo Sportpresse GmbH

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6 Kommentare

  1. Tom
    13. März 2011 at 12:21 —

    Dieser Kampf sollte Lee eine Warnung sein,ein später Ko gelingt nicht immer.
    Lou DiBella sieht in Lee bereiz den Nachfolger von Martinez,aber davon ist Lee noch weit entfernt.

  2. Boxfanatiker89
    13. März 2011 at 12:34 —

    Hab den Kampf ebenfalls gesehen Lee hat so aufs Maul bekommen die meiste Zeit,

    Martinez Nachfolger ist das mit Sicherheit nicht. 🙂

  3. HamburgBuam
    13. März 2011 at 14:04 —

    Dafür aber Gatti-Nachfolger. Hat auch was 🙂

  4. Tom
    13. März 2011 at 15:07 —

    @ HamburgBuam

    Aber das geht auf die Dauer an die Substanz!!

  5. Mr. Wrong
    13. März 2011 at 15:17 —

    beide haben ordentlich kassiert, ich frag mich was steward lee beigebracht hat?

  6. HamburgBuam
    13. März 2011 at 17:14 —

    @Tom: Na und? Mich als Boxfan interessiert das nicht wirklich. Ich will Schlachten sehen. Solange die Jungs keine dauerhaften Schäden bekommen, sondern nur boxerisch Substanz lassen, ist mir da relativ egal, was das verursacht.

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