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Julio Cesar Chavez Jr. vs David Zegarra – 18. Dezember

Man ist ja von Chavez jr so einiges an Auffälligkeiten gewohnt. In der unglücklichen Situation, der Sohn des übergroßen Julio Cesar Chavez zu sein, wurde er den an ihn gestellten Erwartungen nie wirklich gerecht. Er wurde zwar von seinem Vater voran getrieben und kam so zu ein paar Erfolgen, aber in die Fußstapfen seines Vaters passte er nie. Ausflüge in die Partywelt waren scheinbar zwischendurch das einzige Ventil was ihm blieb, um dem Druck zu entgehen, der auf seinen Schultern liegt. Emsiges Training und das Partyleben mit allen Nebenerscheinungen wechselten sich ab. Dementsprechend wechselhaft waren dann auch die Ergebnisse seiner Kämpfe.

Nach 4 Niederlagen in den 6 letzten Kämpfen will er nun scheinbar ganz und gar auf „Nr. Sicher“ gehen und hat sich für einen Kampf in seiner Heimatstadt Culiacan / Sinola einen Gegner ausgesucht, den er nach „Adam Riese“ eigentlich locker schlagen kann. Chavez jr will am 18. Dezember gegen den Peruaner David Zegarra kämpfen.

Der 37-jährige aus Lima hat seine letzten 3 Kämpfe vorzeitig verloren. Dem deutschen Publikum ist er vielleicht noch aus seinem Kampf gegen Stefan Härtel bekannt, wo er 2019 durch RTD unterlag. Fast 2 Jahre später kämpfte er im Juni 2021 gegen David Lemieux, wobei er durch TKO 2 die Kürzeren zog. Im September verlor er durch TKO 3 gegen den Kasachen Ali Achmedow, weil seine Ecke das Handtuch geworfen hatte.

So gesehen ist rein boxerisch gegen diese leichte Gegnerwahl für Chavez jr nichts einzuwenden. Ein Aufbaukampf nach der Blamage gegen den 46-jährigen Anderson Silva ist akzeptabel. Was allerdings bei der ganzen Geschichte stirnrunzeltreibend ist, sind die utopischen Ticketpreise, die da aufgerufen werden. Bisher steht der Kampf, bzw. die Veranstaltung, noch nicht einmal bei Boxrec drin. Lediglich ein Plakat und ein paar Berichte kündigen den Kampf an. Der Kampf Chavez jr vs Zegarra ist allem Anschein nach bisher als Hauptkampf gedacht. Aber rechtfertigt ein Aufbaukampf von Chavez jr in seiner Heimatstadt Ticketpreise von 220 Dollar auf den billigsten Plätzen bis 2200 Dollar am Ring?

Fast zeitgleich wurde bekannt, dass Julio Cesar Chavez sn und Floyd Mayweather jn sich bei der WBC-Convention in Mexiko City getroffen und über einen Showkampf gesprochen haben sollen. Chavez hatte es in seiner Prime in den 80er Jahren 2 Mal mit Floyds Onkel Roger Mayweather zu tun. Ich beiden Kämpfen siegte Chavez. Über Sinn und Unsinn eines solchen Kampfes muss man nicht weiter nachdenken. Angeblich soll es im nächsten Jahr dazu kommen, dass Chavez sn und Mayweather jr gegeneinander kämpfen. Möglicherweise wird Mayweather bei der Veranstaltung am 18. Dezember in Culiacan mit am Ring sitzen und der Kampf gegen Chavez sn wird offiziell bekannt gegeben. Aber rechtfertigt allein die Anwesenheit von Mayweather jn Ticketpreise von mehr als 2000 Dollar? Wohl kaum.

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3 Kommentare

  1. 30. November 2021 at 11:48 —

    Ich halte nicht viel von Chavez Jr , obgleich er natürlich durch seinen erfolgreichen und berühmten Vater eine gewisse Last zu tragen hat, hat ihm eben dieser Umstand auch vieles im Boxsport ermöglicht. Mir gefällt seine Einstellung nicht und ich denke, dass eben diese sehr hinderlich für eine große bzw größere Karriere war.

    Es gibt nur noch einen Kampf von Chavez Jr, welchen ich mir anschauen würde und dies wäre ein Rematch gegen Maravilla Martinez.
    Anschließend sollen beide dem aktiven Boxsport den Rücken kehren und das wars.

  2. 30. November 2021 at 15:23 —

    Wer mit Dominik Britsch über die Runden geht muss ein brandgefährlicher Mann sein.

  3. 1. Dezember 2021 at 01:57 —

    Wie er seinen Bauch einziehen muss, um halbwegs wie ein Sportler auszusehen auf dem Foto 🤣 Der wog da mindestens 200 lb. Erinnert mich an die Photoshop-Wonderland-Plakate vom Pommespanzer.

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