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Jugend schlägt Erfahrung – Dulorme besiegt Corley nach Punkten

Am Freitagabend besiegte der aufstrebende puertoricanische Weltergewichtler Thomas Dulorme seinen bislang besten Gegner im Profibereich in DeMarcus Corley. Der 21-Jährige fuhr einen ungefährdeten Punktsieg ein, nachdem er Corley in der dritten Runde bereits am Boden gehabt hatte.

Dulorme ging mit einem Kampfrekord von elf Siegen in ebenso vielen Kämpfen und 10 KO-Siegen in den Kampf und galt als klarer Favorit gegen den Ex-Halbweltergewichtsweltmeister DeMarcus Corley, der seine letzten vier Kämpfe verloren hatte, und mit 37 Jahren seinen Zenit bereits klar überschritten hat. Der junge Puertoricaner zeigte sich anfangs jedoch ein wenig zu verkrampft und hatte durchaus Probleme mit dem US-amerikanischen Veteranen. Corley nutzte seine Erfahrung und seine Außenseiterrolle und wartete darauf, dass Dulorme Fehler machte um ihn dann auszukontern. Aufgrund langsamerer Reflexe und dahin schwindender Fähigkeiten gelang Corley zwar nicht alles, aber die ersten beiden Runden hielt er gut mit Dulorme mit, der allerdings die Runden möglicherweise dank seiner höheren Aktivität für sich entscheiden konnte.

In der dritten Runde schien Dulorme dann langsam entspannter zu sein und die Lockerheit machte sich bezahlt. Schon früh gelangen ihm einige gute Treffer, und Corley spürte offensichtlich dessen Schlagkraft, was ihn dazu bewegte ein wenig mehr in die Defensive zu gehen. Gegen Ende der Runde erwischte ihn Dulorme dann aber voll. Corley duckte sich unter einer Rechten hindurch, doch der Puertoricaner ließ dem Schlag einen knackigen linken Haken folgen, die sauber an Corleys Kinn einschlug. Dieser ging sofort zu Boden, konnte aber noch einmal aufstehen. Er hatte noch 20 Sekunden in der dritten Runde zu überstehen, und Dulorme setzte alles daran, dass dies nicht der Fall sein würde. Er schlug gute Kombinationen zu Kopf und Körper und setzte noch einige Treffer um eine dominante Runde zu akzentuieren, doch Corleys Erfahrung rettete ihn bis zum Gong.

Dulorme hatte nun Blut gerochen und ging weiter auf den KO. Corley machte es ihm dabei zu einfach die Schläge abzuladen, da er kaum seinen Jab aus der Rechtsauslage heraus schlug. So beherrschte Dulorme weiter das Geschehen in Runde Vier und landete erneut seinen besten Schlag nachdem Corley sich unter einem Schlag wegduckte und Dulorme mit der Rechten folgte, die ihr Ziel fand.

Zum ersten Mal in seiner Karriere musste Dulorme nun in einem Kampf bis in die fünfte Runde gehen, doch der Youngster blieb am Drücker und fand nun zunehmend Gefallen daran Corleys Körper anzuvisieren, was dem Veteran offensichtlich nicht gefiel. Das Resultat stand inzwischen schon kaum mehr in Frage. Dulorme traf immer mehr nach Belieben, während Corley enttäuschend passiv blieb und schlicht überfordert wirkte. Es stand lediglich noch die Art des Kampfendes aus. Die Frage war, ob Corley es über die Runden schaffen würde oder nicht, und als Runde um Runde dahin plätscherte ohne dass Corley allzu beeindruckt von Dulormes Power schien, wurde ein Kampf über die vollen zehn Runden immer wahrscheinlicher.

Obwohl Dulorme das Geschehen klar bestimmte, blieb das Gefühl, dass er Corley eigentlich per KO schlagen müsste, und der junge Puertoricaner versuchte es auch durchaus, aber am Ende reichte es nicht um den cleveren US-Amerikaner, der darauf bedacht war nicht noch mal zu Boden zu gehen, zu stoppen. Dass alle drei Punktrichter dann Thomas Dulorme deutlich als Sieger sahen, war keine Überraschung. Er fuhr mit einem gerechten Urteil von 99-90, 99-90 und 99-90 seinen zwölften Profisieg ein und hielt seinen Kampfrekord sauber, auch wenn seine KO-Quote unter dem Kampf litt. „Chop Chop“ Corley hingegen erlitt seine achtzehnte Profiniederlage und seine siebte in den letzten acht Kämpfen.

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1 Kommentar

  1. Tom
    11. Juni 2011 at 18:58 —

    Corley hat seine Zeit gehabt aber die ist schon lange vorbei,er sollte es endlich einsehen das er keine Chance mehr hat.

    Er verkommt immer mehr zum Edel-Journeyman!!

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