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Jürgen Brähmer verurteilt: Muss für 16 Monate ins Gefängnis

Jürgen Brähmer ©Eroll Popova/Universum

Jürgen Brähmer © Eroll Popova/Universum.

Das Urteil im Fall Jürgen Brähmer wurde mit Spannung erwartet, heute war es dann soweit: Jürgen Brähmer wurde vom Schweriner Amtsgericht der Körperverletzung und Beleidigung für schuldig befunden und muss nun 16 Monate ohne Bewährungsmöglichkeit ins Gefängnis.

Brähmer bestreitet weiterhin die Taten, und auch sein Promoter Klaus-Peter Kohl glaubt an seine Unschuld: er will im Revisionsverfahren das noch nicht rechtskräftige Urteil umkehren. Falls die Revision nicht erfolgreich ist, droht Brähmer das Karriereende. Schließlich wäre er nach Ende der Haftstrafe schon beinahe 33 Jahre alt und müsste erst langsam wieder an die Weltspitze herangeführt werden.

Was bedeutet dieses Urteil nun für den Boxsport? Zunächst ist es ein schwerer Schlag für Universum, die einen ihrer Weltmeister verlieren. Allerdings bietet sich für Zsolt Erdei nun die Möglichkeit, den freiwillig aufgegebenen Titel, den Brähmer in der Zwischenzeit ein Mal verteidigt hat, wieder zurückzuholen. Wie dieses Boxdrama letztendlich ausgeht, wird man erst beim Revisionsverfahren sehen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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9 Kommentare

  1. René Wagner
    12. Januar 2010 at 19:20 —

    Eine Gefängnisstrafe sollte ja in erster Linie resozialisieren. Im Fall Jürg Brähmer jedoch würde exakt das Gegenteil erreicht. Das darf nicht sein. Hoffentlich unterstüzt Klaus-Peter Kohl ein Revisionsverfahren mit einer starken Rechtverteidigung.

  2. 12. Januar 2010 at 21:23 —

    Bähmer weine ich nicht hinterher,meiner meinung nach war sein letzter sieg nicht verdient wenn ich anschau wie er in einen schlaghagel geraten ist und der ringrichter ihn vor dem ko bewahrt und sein cut anschauen lässt.

  3. Hansen
    13. Januar 2010 at 00:34 —

    Natürlich war der letzte Kampf der blanke Beschiss und irgendwann muß man eben mal für seine Taten büßen!

  4. Rocco
    13. Januar 2010 at 01:07 —

    Schade fuer Juergen…..was macht ein Boxer “danach”, wenn er nicht genug “zur Seite” gelegt hat. Bei dem Manager hat er mit Sicherheit nicht die “Kohle” verdient.

    Damals ist er Auto gefahren ohne Fuehrungschein und hat sein Unfall Gegner bewusstlos gehauen und abgehauen, jetzt die Panne auch noch in Disko mit eine Dame…..

    Boxerisch hat er noch viel Potential. Er keonnte viel mehr aus der Distanz agieren und Kontern, bedauerlicherweise fehlt ihm die noetigen Cleverness diese vorhandene Faehigkeiten zu nuetzen. Jetzt ist es wohl vorbei. Schade Schade….

    Der Firat ist auch noch mal mit 37 Weltmeister geworden, vielleicht kann Juergen auch noch mal Weltmeister werden.

  5. Possi
    13. Januar 2010 at 16:15 —

    Naklar hat Jürgen Brähmer genug beiseite gelegt!!!
    Er bekommt ein Festgehalt von 25.000 Euro pro Monat und bekommt pro Kampf 300-400T Euro.

    Außerdem hat Brähmer einen Lebensvertag unterschrieben!
    Er bekommt laut Vertrag 2 Millionen Euro wenn er gekündigt wird.
    (weiß ich aus Sicherer Quelle)

  6. Nessa1978
    14. Januar 2010 at 15:56 —

    @Possi

    Sicherlich enthält solch ein vertrag aus Klauseln, wann eine Kündigung vertretbar ist. Dies ist der Fall, wenn der Kämpfer seine Fights nicht bestreiten kann, weil er im Knast sitzt.

    Finde die Strafe völlig in Ordnung. Schon sein Auftritt beim vorletzten Kampf mit der Werbung für Santa Fu zeigt doch Brähmers Charakter.

    Und vergesst eins nicht: Wenn es beim letzten Fight mit rechten Dingen zugegangen wäre, wäre Brähmer nicht mehr Weltmeister!!

  7. sasha
    15. Januar 2010 at 14:19 —

    sowas kommt nunmal von sowas.
    der junge hat nie gelernt, sich zu beherrschen.
    in der DDR flogen sportler, die sich auf der strasse pruegelten, sofort von der KJS.
    richtig so. und aus die maus.

    ob er es getan hat oder nicht, das klaert das revisionsgericht. warten wir es ab.

    geld hat der junge genug verdient. faehrt porsche und leistet sich ne schicke frau. goenn ick ihm alles auch! erarbeitet hat er sich das. bedauern muss man den jungen also nicht. fuer ihn sammeln gehen ist auch nicht noetig.

  8. Tom
    15. Januar 2010 at 20:22 —

    Bei den ganzen Vorstrafen des Jürgen Brähmer, ist die einzig richtige Entscheidung der Gang in den Knast! Solche “Typen” ruinieren den Boxsport, der eh schon in der Öffentlichkeit schlecht angesehen ist! Ich boxe selbst, und verhalte mich im Privatleben seriös, was man von Brähmer nicht behaupten kann! Der spielt draussen den King, und hat nur grosse Fresse!

  9. moses
    16. Januar 2010 at 09:35 —

    Bis zur rechtskräftigen Verurteilung, Revisionsverfahren steht noch aus, gilt auch für Brähmer die Unschuldsvermutung. Ich halte ihn für einen Boxer mit hohem Potential und technischen Fähigkeiten. Er unterscheidet sich wohltuend von der vielgepriesenden Schar der neuen Generation von “Kämpfern”, die versuchen, eloquent daherzukommen und Everybodys Darling zu sein. Ein Mensch mit Ecken und Kanten, sympathisch, der, sollte er verurteilt werden, dem Boxsport fehlen wird…
    Ich halte ihm für die Zukunft beide Daumen und wünsche ihm für Konfliktsituationen
    die nötige Gelassenheit.

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