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Jürgen Brähmer verteidigt WBO-Titel trotz Schrecksekunde in der 10. Runde

Jürgen Brähmer ©Eroll Popova/Universum

Jürgen Brähmer © Eroll Popova/Universum.

Jürgen Brähmer hat seinen WM Gürtel im Halbschwergewicht nach WBO Version zum ersten Mal verteidigt. Vor ausverkaufter Kulisse konnte sich der Deutsche gegen den Russen Dmitry Sukhotsky mit einem einstimmigen Punktsieg durchsetzen.

Dabei machte es sich Brähmer unnötig schwer: in den ersten sieben Runden beherrschte er seinen Gegner klar, traf häufiger und härter. Doch mit zunehmender Kampfdauer ließ er sich zunehmend auf den In-Fight mit seinem technisch unterlegenen Gegner ein.

Die achte und neunte Runde gehörten klar Sukhotsky, Trainer Michael Timm versuchte, seinen Schützling wieder auf die richtige Bahn zu bringen. Doch stattdessen wurde es schlimmer: nach einem linken Uppercut war Brähmer angeschlagen, Sukhotsky ließ darauf einen wahren Schlaghagel los, bei dem die meisten Schläge ihr Ziel trafen.

Brähmer schien verteidigungsunfähig und dem KO nahe, allerdings ging der Ringrichter dazwischen, da er Brähmers Cut am rechten Auge vom Ringarzt untersuchen lassen wollte. Glück für den Schweriner in dieser Situation, er wäre vermutlich nicht mehr lange stehen geblieben.

In den letzten zwei Runden fing sich Brähmer wieder und sicherte sich so einen letztendlich recht deutlichen Punktsieg. Der gebürtige Stralsunder wird sich aber in Zukunft steigern müssen, wenn er gegen richtige Puncher wie Tavoris Cloud oder Jean Pascal bestehen will.

Im zweiten Hauptkampf des Abends setzte sich Sebastian Zbik gegen Emanuele Della Rosa nach Punkten durch. Kurios war, dass es sich um eine Mehrheitsentscheidung handelte, der mexikanische Punktrichter Collazo hatte Della Rosa mit 115:113 vorne.

Eigentlich unbegreiflich, denn Zbik beherrschte seinen Gegner, der durch ein Cut aus der zweiten Runde leicht behindert war, auf Grund seiner besseren Technik klar und hatte den Italiener in der Sechsten beinahe am Boden.

Letztendlich hätte Zbik einen solchen Gegner vorzeitig besiegen müssen, doch Zbik klagte in den letzten Runden über Probleme mit der rechten Hand und kämpfte daher vor allem mit seiner Führungshand. Jedenfalls war der Italiener keine wirkliche Vorbereitung für einen Mann wie Pavlik, der falls er heute Nacht gegen Espino gewinnt und seinen Titel behalten will, demnächst gegen Zbik ran muss.

© adrivo Sportpresse GmbH

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