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Jürgen Brähmer – Souveräner Sieg über Rob Brant

Mit einem locker und sauber herausgeboxtem Punktsieg über den 12 Jahre jüngeren US-Boy Rob Brant hat der Schweriner Jürgen Brähmer die Vorrunde des WBSS-Turniers überstanden. Am Ende sahen die Punktrichter den 39-jährigen mit 118:110, 119:109 und 116:112 vorne. Mehr als 2-3 Runden konnte Brant auch tatsächlich nicht für sich verbuchen.

Bräbra4Brähmer zeigte eine durchgehend gleichbleibende Leistung auf relativ hohem Level. Er bestimmte den Kampf. Sein Gegner konnte aus seinen Möglichkeiten nicht all zu viel machen. Brant ist in der Lage, schnelle Schläge anzubringen. Brähmer war allerdings im Oberkörper und auf den Beinen meistens schneller, als Brant ihn treffen konnte. Trotzdem fing Brähmer sich schon früh im Kampf einige Kopftreffer ein, was zu einer starken Nasenblutung führte.

Einige der Runden waren vielleicht enger als andere, aber für Brähmer reichte es mit minimalstem Aufwand aus, seine Treffer zu landen und so mit 1-2 Kombis zu punkten. Spektakuläre Situationen oder Schlagwechsel blieben aus. Trotzdem wirkte Brähmer dank seiner Beweglichkeit nicht eindimensional. Es gab während dieser lockeren Begegnung wenig Arbeit für den Ringrichter und auch absolut kein Klammern.

Für einige Zuschauer mag der Kampf langweilig gewesen sein, weil eine Runde fast genau so aussah wie die Andere. Was bleibt, ist ein locker herausgeboxter Sieg für Brähmer. Was allerdings auch bleibt ist die Frage, wie Brant überhaupt in das Turnier gekommen ist. Schließlich sollten die besten Boxer einer Gewichtsklasse vertreten sein. Er war vor diesem Kampf relativ unbekannt und wird es wohl auch nach diesem Kampf bleiben.

Bräbra5In der nächsten Turnier-Runde trifft Brähmer auf den Briten Callum Smith. Das ist eine höhere Hausnummer und Brähmer wird sich einiges mehr einfallen lassen müssen, wenn er das Turnier-Finale erreichen will. Smith ist 10 cm größer als Brähmer und von der Statur her könnte er normalerweise als Cruiser durchgehen. Selbst wenn er sich für die Abwage vor dem Kampf auf das Supermittel runter bewegt, heißt das nicht, dass er als Supermittelgewichtler in den Ring steigen wird. Smith wird beim „Abkochen“ mehr Federn lassen als Brähmer. Das kann schon mal ein kleiner Vorteil für Brähmer sein.

Für Smith wird Brähmer sich trotzdem mehr einfallen lassen müssen. Man kann davon ausgehen, dass Brähmer nicht chancenlos sein wird, wenn er seine Erfahrung und Abgezocktheit von heute auch im nächsten Kampf ausspielen kann. Vielleicht überrascht uns Brähmer ein zweites mal. Zu wünschen wäre es ihm.

Hier der ganze Kampf:

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26 Kommentare

  1. 28. Oktober 2017 at 02:00 —

    Smith wird Brähmer besiegen, auch wenn nur nach Punkten oder nach Aufgabe…….. Trotzdem Kompliment an Brähmer für den Sieg

  2. 28. Oktober 2017 at 09:35 —

    letztendlich war Brant wohl dabei, um die Flagge der USA hoch zu halten, die sich ja immer noch als die größte Boxnation sehen.

    Als MW jemanden zu beeindrucken, der aus dem LHW ist natürlich auch so eine Sache, weil getroffen hat er Brähmer ja.

    Es hätte wohl stärkere Teilnehmer als Brant (und Brähmer) geben können, z.B. Badou Jack, aber hätte hätte..

    Brant kriegt für die 0 in seinem Rekord nun 400.000,00 Euronen und mit 27 hat er außerdem noch Zeit.

    Brähmer sehe ich zwar weiterhin als Außenseiter im Tunier, aber er ist Ringfuchs genug, sich eine sich bietende Chance mit seinem Linken Körperhaken zu nutzen.

  3. 28. Oktober 2017 at 10:12 —

    @Fuchs und alle Anderen? Wie geht es eigentlich für die unterlegenen Kämpfer weiter? Wäre ja interessant diese als Co-Main-Event in den Semi-Finals antreten zu lassen. Huck vs Wloda oder Perez würde ich mir geben. Oder werden dort keine Ersatzkämpfer mehr eingesetzt? Macht ja keinen Sinn, dort dann wieder Leute wie Feigenbutz als “Reserve” zu booken, wenn diese nicht mal in der 1.Runde standen. Oder käme zB ein Callum Smith kampflos ins Finale wenn “Scofield” Brähmer sich verletzt?

    • 28. Oktober 2017 at 15:31 —

      Erstmal: Ich schreibe nur über die einzelnen Kämpfe und muss nicht für die Organisation dieses Turniers Rede und Antwort stehen.

      Im Gegensatz zum “Super Six” vor ein paar Jahren wird bei diesen Turnier nach KO-System geboxt. Wer verliert, ist raus und fertig.

      Hinter alledem steht auch eine ausgefeilte Finanzierung, die rund laufen muss. Auch die Verlierer fahren verhältnismäßig gute Börsen ein. Wer sollte aber solche Kämpfe um die “Goldenen Himbeere”, wie Huck vs Perez oder Skoglund vs Brant finanzieren?

      Wer in der nächsten Runde als “Reservist” bereit steht, werden die Organisatoren rechtzeitig bestimmen.

      Was natürlich bleibt ist ein gewisser nebeliger Bereich, der uns Zuschauern und Fans verborgen bleibt. Das betrifft schon mal die Auswahl der teilnehmenden Boxer und die Kampfpaarungen in der Vorrunde. Hier gab es zwar eine große Veranstaltung in Monaco, aber dass war keine öffentliche Auslosung der Paarungen. Die Ansetzungen wurden zuvor hinter verschlossen Türen ausgehandelt und standen fest.

      Kein Boxer wird kampflos weiter kommen. Das sollte wohl klar sein. Es wird auch in der nächsten Runde Ersatzgegner geben.

      • 28. Oktober 2017 at 17:18 —

        Was soll dieser Ton? Vollkommen unangebracht! Wenn du dich nicht angesprochen fühlst, dann antworte halt nicht. Dachte du als Journalist hättest andere Hintergrundinfos. Und wenn jeder Vorrundenkämpfer 400.000 Euro bekommt, sollte für weitere Reserve-Fights schon noch was im Budget sein. Ist doch zumindest eine interessante Frage, zumal – wenn – wie du schreibst, niemand kampflos weiterkommt, man sich schon die Frage stellen muss wer dann als Ersatz ausgewählt wird. Aber ich habe wieder dazugelernt: Nicht spekulieren – die Veranstalter werden es schon bekanntgeben… mann mann mann

        • 28. Oktober 2017 at 18:09 —

          Ich verstehe deine Argumentation nicht. Ich sehe nicht, dass ich mich im Ton vergriffen hätte, nur weil dir meine Antwort nicht gefällt.

          Man hat aus dem Super-Six Turnier gelernt und diesmal ein anderes system gewählt, bei dem nur die Sieger weiter im Turnier bleiben. Auch wenn das nicht Jedem Gefällt, verkürzt das die Dauer des Turniers und es bleibt interessant.

          Deine Logik:

          “Und wenn jeder Vorrundenkämpfer 400.000 Euro bekommt, sollte für weitere Reserve-Fights schon noch was im Budget sein.”

          – widerspricht sich selbst: Wenn selbst die Verlierer so eine Summe bekommen, ist eben für weitere und für die Entscheidung des Turniers unnötige Kämpfe kein Geld mehr eingeplant. Warum auch?

  4. 28. Oktober 2017 at 11:01 —

    Guter Fight von Golem.Brant war körperlich und Technisch dem schönen Brähmer unterlegen.Callum Smith als nächster Gegner ist ein guter Mann aber durchaus für den erfahrenen Brähmer machbar.

  5. 28. Oktober 2017 at 12:03 —

    Smith ist in meinen Augen klar favorisiert. Aber chancenlos wird Brähmer nicht sein. Entscheidend wird sein, ob Smith`s Jab sticht. Wenn ja, gewinnt er den Kampf eben entscheidend über`m Jab. Wenn Brähmer sich auf den Jab gut eingestellt hat (was meines Erachtens sehr schwer für ihn sein wird), hat er tatsächlich ne gute Chance. Brähmer wird die Ringmitte behaupten. Er sollte sich variabel einstellen, die Halbdistanz suchen, viel auf den Körper gehen und so Smith`s Schnelligkeit und Explosivität aus dem Spiel nehmen. Brähmer ist schneller auf den Beinen, langsamer im Oberkörper. Schafft er es nicht, durch schnellere Beine in die Halbdistanz zu kommen, wird er in der Distanz durch Smith`s schnellere Hände und Operkörper ausgeboxt. Wenn letzteses eintrifft, wird es wohl nicht über die volle Distanz gehen.
    Mal schauen. Chancen stehen für mich bei 40:60.

  6. 28. Oktober 2017 at 12:11 —

    Guter Sieg für Brähmer und der ” alte Mann” hat sich auch besser verkauft als ich vorher dachte!
    Auch wenn Smith der Favorit im nächsten Duell ist, so wirklich mit Ruhm hat der sich bei seinen Sieg über Skoglund auch nicht gerade bekleckert. Wird schwer für Brähmer, aber nicht unmöglich!

  7. 28. Oktober 2017 at 12:23 —

    Super Kampf von Brähmer, seine Beinarbeit war sehr gut und seine Defensiv-Reflexe waren sehr gut. und er hat klasse Kombinationen geschlagen Rechter Jab Linke Gerade, da war schon schön mitanzusehen. Aber auch Brant hat sich in den ersten Runden gut verkauft, hatte schnelle Schläge und gestaltete den Kampf offen. Brähmer steht im Halbfinale das klingt gut und er hat gute Chancen auch die nächste Runde zu überstehen. Das Supermittelgewicht scheint ihm gut zu tun.

  8. 28. Oktober 2017 at 13:34 —

    Brähmer hat nur so gut ausgeschaut weil der Gegner so schlecht war PUNKT….
    Ist die selbe Geschichte wie mit Huck wenn der mal ne Flasche boxen sollte sah er auch gut aus ,da hat es gleich geheißen der hat sich verbessert und ist technisch viel besser geworden und so weiter,aber wenn denn ein guter Kamm und Huck hoffnungslos unterlegen war ,kamm sofort die Kritik,Karriere Ende ,boxerisch null,Technik null und so weiter

    • 28. Oktober 2017 at 14:28 —

      Hast Du den Kampf überhaupt gesehen?

      Das bezweifel ich, denn sonst würdest Du Dich mit Deiner Kritik ein wenig zurückhalten!

      Jürgen hat technisch einwandfrei geboxt, war schnell auf den Beinen und sehr beweglich im Oberkörper – das mit 39 verdient großen Respekt!

      Wenn er es schafft, gegen Smith diese Leistung von gestern Abend nochmal abzurufen und 10% draufpackt, dann sehe ich Jürgen Brähmer im Finale der Ali Trophy.

      Wäre ein geiler Kampf Jürgen Brähmer vs. Georges Groves – und irgendwie schließt sich da auch wieder ein Kreis, wenn man an Eduard Gutknecht denkt…

      • 28. Oktober 2017 at 16:37 —

        Gebe auch dem Fänchen Recht. Huck und Brähmer in die selbe Schublade zu packen ist unsinnig. Smith ist kein Überboxer, höchstens physisch. Aber „Jürgen“ hat die Erfahrung und die Schnelligkeit, da kann man den Briten packen. Wenn Smith seinen Franchise-Punch, den linken Haken zum Körper, nicht bringen kann, ist er nur noch groß. Sköglund hat es in vielen engen Runden gezeigt, wie es gehen kann, ihm hat nur total die Power gefehlt, um mal richtig nachzusetzen.

        Ich hab neulich über die geile Compilation von chip über Brähmers Gerichtsauftritte total abgelacht, aber soo unsympathisch finde ich ihn auch wieder nicht, dass ich nicht eine solche Leistung mit fast 40 Jahren anerkennen kann. Das war sauberes Boxen, da gibt es nichts. Der Gegner war sicher nicht toll, aber bspw. Sköglund, Yildrim oder Coxucker waren das auch nicht und hier wurden die Sieger jeweils abgefeiert. Wird ein enger, aber machbarer Kampf für Brähmer.

    • 28. Oktober 2017 at 22:37 —

      Hör auf hier rumzunerven

  9. 28. Oktober 2017 at 15:48 —

    The Fan hat Recht!! Locker rausgeboxte 1-2 Kombinationen mit minimalem Aufwand??? Das war Boxen auf höchstem Niveau( Meidbewegungen,Auge, Variable Führhand usw)!!! Brant war keine Wurst und man muss ihn nicht schlecht reden, vielmehr war es die Klasse von Jürgen die ihn alt aussehen lassen hat. Callum Smith ist groß aber hat er die Schnelligkeit und Führhand um Jürgen lang zu halten?! Wenn Jürgen Winkel schafft und ran kommt an Smith, sieht er alt aus.. Groves und Eubank sind auch keine Überflieger!!!

  10. 28. Oktober 2017 at 15:57 —

    Eubank zerstört alle wer gesehen hat wie er den türken zermalmt hat.

    • 28. Oktober 2017 at 17:42 —

      Wir werden es gegen Groves erleben, was die Leistung von Eubank gegen Yildirim wert war – Groves wird nicht offen vor ihm stehen!

  11. 28. Oktober 2017 at 17:52 —

    Jürgen Brähmer hat echt einen technisch sauber geführten Kampf mit schnellen Kombinationen und mit sehenswerter Beinarbeit und Meidbewegungen hingelegt, auch wenn sein Gesicht nach dem Kampf sehr mitgenommen aussah im Vergleich zu Brants Gesicht. Ich habe mir die Kämpfe von Smith angeschaut und muss sagen, dass der Typ mich wirklich nicht beeindruckt. Es ist ein machbarer Kampf für Jürgen, weil er die Schnelligkeit und die Ringintelligenz besitzt. Er muss halt nur aufpassen, dass er sich kein Konter mit dem linken Haken von Smith einfängt, wenn Jürgen zum Beispiel nachsetzt, weil dann wird Smith ihn mit seiner Kraft zermalmen.

  12. 28. Oktober 2017 at 18:41 —

    Wir schreiben nach den halbfinale weiter ,mal sehen ob alle immer noch so begeistert sind von brähmer,aber ich denke brähmer wird gar nicht teilnehmen

    • 28. Oktober 2017 at 18:45 —

      Auf DEIN Gesicht bin ich gespannt, wenn es soweit ist 😉

    • 28. Oktober 2017 at 19:01 —

      Ich würde Smith, gerade nach dem Auftritt vs Skoglund, auch nur minimal favorisieren..
      Wieso sollte Braehmer denn nicht teilnehmen..?

    • 28. Oktober 2017 at 22:36 —

      Hier geht es um den kampf gegen Brant…und den Kampf hat Brähmer nunmal gut gemeistert..geht das in Deine Birne nicht rein?

  13. 28. Oktober 2017 at 20:15 —

    Mal was ganz anderes: Sauerland und Sat.1 haben ja ihren Vertrag zum Ende des Jahres aufgelöst. Kommt dann der Rest der WBSS weiter in ranfighting im PPV? Bisher wurde ja nur ein Quaterfinal Pass verkauf also für HF und Finale ist noch nix verkauft. Ich hoffe auch das geht weg von Sat.1 wobei es ja ohne hin schon zusätzlich bei Sky lief.

    • 28. Oktober 2017 at 21:30 —

      Nach meinen letzten Infos wird das auch Sport 1 übernehmen. Spätestens 2019 zum neuen Turnier das steht fest. Sauerland ist nicht zufrieden mit dem zuvielen Pay tv. Da sie auch die Sportler anbieten wollen dem Publikum und dadurch auch die Sportler bessere Sponsorenmöglichkeiten haben. Ab 2018 übernimmt Sport 1 via livestream und Tv das Boxen.Aller Sauerland veranstaltungen. Auch Kämpfe von Groves und co aus dem Ausland (Skandinavien/England). Wie das mit diesen laufenden Turnier handhabt wird,muss man schauen.

  14. 28. Oktober 2017 at 21:33 —

    Guter Kampf von Brähmer. Und habe mir den Kampf von Smith angeschaut.Der hat definitiv seine Schwächen und ist in der Mitte wie Brant durchhaus zu knacken.Jab ausweichen linke ins zentrum.Zieht er die Arme hoch. Jab ausweichen Linke auf die Leber,da ist viel Fläche.Ich könnte mir vorstellen das Brähmer alle überrascht und Smith ausschaltet.Weil der Smith zwar nen guten Kampfrekord hat,aber doch etwas grün hinter die Ohren ist was Schlachten angeht.Aber was gilt ist das Brähmer auch in den Kampf die Beinarbeit hervorhebt und ausführt.12 Runden hohes Tempo dürfte Smith den Zahn ziehen.Desweiteren glaube ich das Brähmer es leichter hat das Gewicht zu halten.Auch von der Einstellung her.Tut sich Smith schwerer mit vermutlich.

  15. 29. Oktober 2017 at 16:13 —

    Brähmer ist Boxerisch und technisch gesehen das beste was es im deutschen Profiboxen gibt und gab. Er wird sicherlich ins Finale kommen und es meiner Meinung auch gewinnen, obwohl das Turnier im Supermittelgewicht sowieso ein Witz ist weil einfach nicht die besten Boxer aus der Gewichtsklasse teilnehmen.

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