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Judah überzeugt mit vorzeitigem Sieg gegen Mabuza

Zab Judah ©Claudia Bocanegra.

Zab Judah © Claudia Bocanegra.

Der Amerikaner Zab Judah (41-6, 28 K.o.’s) konnte sich in der Nacht auf heute in Newark (New Jersey) mit einem beeindruckenden vorzeitigen Sieg gegen den Südafrikaner Kaizer Mabuza (27-7-3, 14 K.o.’s) den vakanten IBF-Titel im Halbweltergewicht sichern.

Judah, der 2005 schon einmal unbestrittener Weltergewichts-Champion war, war nach seinen Niederlagen gegen Floyd Mayweather, Miguel Cotto und Joshua Clottey schon von vielen abgeschrieben worden, mit diesem Sieg hat sich der 33-Jährige jedoch wieder an der absoluten Weltspitze zurückgemeldet.

Von Beginn an war die Handschrift seines neuen Trainer Pernell Whitaker deutlich erkennbar: in bester Sweet Pea-Manier pendelte er ohne Deckung die Schläge des gefährlichen Punchers  Mabuza aus und traf selbst mit blitzschnellen Kontern. Die erste Schlagwirkung erzielte Judah gegen Ende der dritten Runde, als er Mabuza mit einer rechten Geraden voll erwischte.

In Runde vier wurde Judah jedoch selbst kurz angezählt, nachdem er sich nach einem Treffer Mabuzas zu tief abgeduckt und mit dem Handschuh den Boden berührt hatte. Nichtsdestotrotz setzte Judah sein riskantes Spiel fort und ließ Mabuza weiter ins Leere laufen. In der sechsten Runde war Judah nach einer guten Rechten Mabuzas leicht angeschlagen, der Südafrikaner konnte aber nicht entscheidend nachsetzen.

In Runde sieben lockte Judah seinen Gegner in die Ecke und traf mit einer trockenen Rechten genau Mabuzas Kinn. Mabuza war schwer angeknockt und konnte sich auf Gummibeinen stehend gerade noch aufrecht halten. Der Ringrichter gab den Kampf unnötigerweise noch einmal frei, Judah ließ den Fisch aber nicht mehr vom Haken. Er deckte den verteidigungsunfähigen Mabuza an den Seilen mit einer Serie ein, bis der Referee ein Einsehen hatte und den Kampf abbrach.

Im Siegerinterview äußerte Judah, dass sein langfristiges Ziel sei, an die Spitze der Pound for Pound-Rangliste zu gelangen. Vereinigungskämpfe gegen WBC-/WBO-Champion Timothy Bradley oder WBA-Titelhalter Amir Khan könnten noch heuer folgen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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6 Kommentare

  1. Boxfanatiker89
    6. März 2011 at 11:51 —

    Bradley vs Judah wär geil 🙂

  2. Tom
    6. März 2011 at 12:59 —

    Ich bin positiv überrascht das Judah es noch mal geschafft hat WM zu werden.

    Allerdings denke ich,das er mit seinem risikofreudigen Boxstil nicht lange diesen Titel halten wird.
    Schließe mich aber Boxfanatiker89 an,das ein Kampf gegen Bradley das einzig Wahre wäre!

  3. MainEvent
    6. März 2011 at 13:59 —

    Super Judah ist wieder da! Die Vater-Sohn Geschichte lief nur bei den Calzaghes.

  4. Canelo
    6. März 2011 at 18:13 —

    habt ihr den kampf gesehen? also Judah hatte schon glück mabuza hätte ihn fast ausgeknockt also so klar war das nicht.

  5. Tom
    6. März 2011 at 19:03 —

    @ Canelo

    Das ist doch das schöne am boxen,fast ist nicht ganz!
    Letztendlich ist es doch wie in jeder Sportart,wichtig ist wer am Ende gewonnen hat.
    Nimm mal als Beispiel David Tua,der lag bei fast allen seiner Siege nach Punkten hinten.dann hat sich eine Lücke geöffnet und der nächst KO-Sieg war perfekt!

  6. jones
    6. März 2011 at 20:40 —

    Judah war wirklich schwach, keine Ahnung welchen Kampf adrivo gesehen hat, nach Punkten lag er klar hinten und Mabuza hatt in der Situation das Kinn wirklich schön hingehalten.
    Bradley würde solch einen Fehler nicht machen, der würde fast jede Runden gewinnen, es wäre ein Geschenk für ihn als nächstes gegen Judah zu boxen.

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