Top News

Joshua: WBO ordert Fight gegen Usyk

Joshua: WBO ordert Fight gegen Usyk

Bisher war eigentlich davon auszugehen, dass Anthony Joshua gezwungen sein wird, einen seiner Weltmeistertitel zu räumen. Matchroom Boxing- Boss Eddie Hearn ist allerdings der Ansicht, dass eine Einigung mit den Boxverbänden möglich sei und beide Pflichtherausforderer zu ihrem Recht kommen könnten: also WBO-Herausforderer Oleksandr Usyk und für die IBF Kubrat Pulev.

Die WBO hat mittlerweile eine Erklärung abgegeben, wonach ‚AJ‘  bis zum 4. Juni 2020 gegen Usyk antreten muss. Joshua – nach seinem ungefährdeten Sieg gegen Andy Ruiz womöglich noch im Freundentaumel – kommentierte dies mit den Worten: „In 180 Tagen? Let`s Rock’n’Roll, Kumpel. Usyk? Kein Problem.“

“Das WBO-Weltmeisterschaftskomitee weist die Parteien hiermit an, Verhandlungen für den oben genannten obligatorischen WBO-Wettbewerb im Schwergewicht aufzunehmen”, so schrieb die WBO gestern in einem Brief an Eddie Hearn und Usyk-Co-Promoter Alexander Krassyuk von K2 Promotions.

Und weiter: „Bitte beachten Sie, dass die Parteien nach Erhalt dieses Schreibens 30 Tage Zeit haben, um eine Einigung zu erzielen. Wird innerhalb des hier festgelegten Zeitrahmens keine Einigung erzielt, wird eine Purse Bid gemäß den WBO-Bestimmungen für Weltmeisterschaftskämpfe bestellt.”

Soweit bekannt, hat die WBO 1 Million US-Dollar als Mindestgebot für den Kampf festgesetzt. Da Eddie Hearn aber beide Boxer unter Vertrag hat, kann man davon ausgehen, dass es nicht zu einer Versteigerung kommt.

Unklar ist bislang die aktuelle Position der IBF, zumal Hearn in jüngster Zeit davon ausgegangen war, dass Joshua zuerst gegen die bulgarische ‚Cobra‘ antreten wird. Ein Sprecher der IBF hatte im Interview mit ‚Sky Sports‘ bekräftigt, dass Pulevs Kampf um einen Titel an erster Stelle stehen würde: „Die Weltverbände haben untereinander vereinbart, dass die Verteidigung des IBF-Titels als nächster Titelkampf festgeschrieben ist.“. Immerhin hat Pulev schon im Oktober 2018 einen IBF-Eliminator gegen Hughie Fury gewonnen und befindet sich seitdem in der „Wartschleife“. Man darf gespannt sein, wie Pulevs Promoter Bob Arum nun reagiert.

Voriger Artikel

Teofimo Lopez vs Richard Commey

Nächster Artikel

Tippspiel KW 50 - 13.-18.12.2019

8 Kommentare

  1. 12. Dezember 2019 at 12:04 —

    Eig. wäre pulev im februar und usyk im juni kein problem. für pulev braucht er ja keine vorbereitung.

    • 12. Dezember 2019 at 12:07 —

      Ne Pulev ist zwar einer der Druck macht und dementsprechend an den Mann ran geht was AJ nicht schmeckt aber ist auch egal

  2. 12. Dezember 2019 at 12:30 —

    Hearn wird versuchen das AJ zuerst gegen Usyk verteidigt und erst danach den IBF PH. Hearn weiß das AJ nicht der unbesiegbare HW ist ( ist ja auch nicht schwer, seit Ruiz 1 weiß es ja nun jeder) und im Falle einer Niederlage, bleiben die Gürtel im Team und Hearn hat mit Usyk lediglich die Cashcow ausgetauscht. Aus marketingtechnischer Sicht wäre ein Kampf gegen Pulev einfach sinnlos für Eddie, da im Falle einer Niederlage und Pulev ist nicht schlagstark aber sein Stil ist unbequem für AJ, erstmal alle Titel weg sind und auch Usyk sicherlich kein Interesse mehr an einem Kampf gegen AJ hätte. Zusätzlich lässt ein Kampf gegen Pulev vermutlich Kasse nicht zur Zufriedenheit klingeln.

  3. 12. Dezember 2019 at 12:38 —

    Denke die werden schon eine Lösung finden. Boxer lassen sich gerne mal sehr gut für einen “Step a side move” bezahlen. Wie schon erwähnt steht Usyk ebenfalls bei Eddie Hearn und Matchroom unter Vertrag. Es dürfte wahrscheinlich bei einer VP gegen Pulev im April und später im Jahr gegen Usyk in den Ring gehen.

    Zu den Ansetzungen. Pulev ist leider schon pastprime. Wie Ferenc schon geschrieben hat, besitz er gutes Insidegame und mit seiner Größe auch die Möglichkeit an AJ heran zu kommen. Das Alter in Verbindung mit der mitlerweile nicht mehr ganz so schnellen Handlungsgeschwindigkeit Pulevs, dürften hierbei ein Faktor werden. Leider kommt noch erschwerend hinzu das Pulev über kein all zu stabiles Kinn zu verfügt. AJ scheint sich ja zu einem WK Klon zu entwickeln, daß in Verbindung mit seiner Schlaghärte dürften das Gefecht zu einem Kurzengastspiel für Pulev machen.

    Bei Usyk könnte das Ganze zu einem Upset führen. Rein technisch ist Usyk z.Zt. wahrscheinlich der versierteste BigMan.
    Die Größen- und Reichweritenvorteile von 10 cm spielen zwar AJ in die Karten. Aber wie schon bei Pulev hat auch Usyk die nötigen körperlichen Voraussetzungen um AJ gefährlich zu werden. Wenn Usyk es schaffen sollte AJ regelmäßig über die Außenbahnen zu erwischen und ihn somit hinter seinem Jab heraus zu locken, sehe ich sehr gute Möglichkeiten für Usyk AJ auszuboxen, der ja bekannter maßen schnell einen Schreck kriegt wenn man ihn sauber und hart erwischt. Das macht ihn schon sehr verletzbar, weil er bei regeläßigen harten Kontakt mit den handschuhbewerährten Fäusten aus dem Konzept kommen kann.

    Der wichtigste Faktor beim Usyk Gefecht wird natürlich der RR. Wenn der von Hearn auserwählte Jenige AJ Wrestligmoves a la WK durchgehen lässt, wird es auch für Usyk sehr schwer das Gefecht für sich zu entscheiden.

  4. 12. Dezember 2019 at 14:17 —

    AJ…AJ…hmmmm….wer?

  5. 12. Dezember 2019 at 14:30 —

    Pulev boxt zu unspektakulär und Usyk ist auch eher der Rückwärtstyp. Wer wen in einem “Kampf” es schafft hinter sich herlaufen zu lassen, ist nicht vorrauszusehen.
    Beide Kämpfe können nur eines: Einen Menschen mit Schlafstörungen einen guten Schlaf schenken.
    Always look on the bright side of life!

  6. 12. Dezember 2019 at 22:56 —

    Was die WBO als nächstes anordnet ist, zumindest wenn man die bisher gewonnen Titel alle behalten will Schall und Rauch, denn die IBF hat schon vor dem Kampf Ruiz Jr. vs Joshua 2 klar gemacht das es als nächstes um die IBF-Pflichtherausvorderung geht sonst ist der Titel futsch! In der Vergangenheit wurde das bisher auch immer durchgezogen!
    Ich gehe davon aus das Usyk erstmal verzichtet und im nächsten Kampf auf Chisora trifft, was mit Sicherheit nicht das Schelchteste wäre!

Antwort schreiben