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Joshua, Fury, Wilder & Co.

Joshua, Fury, Wilder & Co.

Es wird vermutlich das Mega-Duell des Jahres, wenn die beiden britischen HeavyweightsTyson Fury und Anthony Joshua zum Vereinigungskampf um die Gürtel der vier wichtigsten Boxverbände aufeinandertreffen. Der 31 Jahre alte Joshua hält aktuell die Titel von IBF, WBA und WBO, der 32-jährige ‚Gypsy King‘ holte sich mit seinem Sieg über Deontay Wilder den WBC-Gürtel.

Fest steht bislang, dass es zwei Kämpfe geben wird, den ersten möglicherweise im Juni oder Juli 2021, das Rematch dann im November oder Dezember. Wie Eddie Hearn erklärt hat, möchte er spätestens in vier Wochen auch den Austragungsort nennen können: „Das Interesse ist riesig. (…) Ich möchte das innerhalb der kommenden 28 Tage erledigen. Anthony Joshua sagte gestern Abend zu mir: Ich kämpfe auch in Ihrem Garten, ich mache es in meinem Garten, ich will nur Tyson Fury in die Hände bekommen.“

Tyson Furys Trainer Sugar Hill Steward hält die Begegnung mit ‚AJ‘ nicht für einen Selbstläufer: „Anthony Joshua ist ein gefährlicher Gegner, er ist einer der besten Kämpfer der Welt. Es wird ein harter Kampf. Er hat eine Menge Erfahrung, er ist groß gewachsen, hat eine gute Balance, Kraft und Timing, das ist ein sehr gefährliches Paket.”

Unklar ist bislang, ob es irgendwann nicht doch noch zu einem dritten Kampf zwischen Tyson Fury und Deontay Wilder kommt. Boxkommentator Max Kellerman hat bei „ESPN“ behauptet, dass Wilder eine Step-Aside Fee bekommen habe, was Fury bislang bestritten hat. Zumindest würde das aber erklären, warum der ‚Bronze Bomber‘ das Re-Rematch gegen Fury in jüngster Zeit nicht mehr eingefordert hat.

WBC-Präsident Mauricio Sulaiman hat kürzlich seine Vorstellungen zum „Thema Deontay Wilder“ offenbart: Sulaiman hätte gerne, dass Wilder und Dillian Whyte in einem Eliminator gegeneinander antreten. Das allerdings setzt zwei Dinge voraus: dass der ‚Body Snatcher` den Rückkampf gegen Alexander Povetkin am 27. März gewinnt und dass er geneigt ist, seine Position als Pflichtherausforderer dann erneut aufs Spiel zu setzen. Im Interview bei „SkySports“ zeigte sich Sulaiman begeistert von der Ansetzung „Wilder vs Whyte“: „Das könnte ein faszinierendes Match-up sein. Absolut. Ja, ich mag die Idee.“

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3 Kommentare

  1. 20. März 2021 at 09:50 —

    sollte fury diesen kampf gewinnen wird es höchstwahrscheinlich keinen zweiten kampf geben. der typ hat das selbe mit klitschko und auch mit wilder abgezogen. irgendwie hat er sich aus beiden verträgen rausgewunden.

  2. 20. März 2021 at 10:53 —

    Joshua vs. Fury wäre das größte und lukrativste zurzeit mögliche Boxevent, wenn da nicht Corona wäre. Es mag sein, dass man zwecks Veranstaltung ins Ausland wechselt, so wie seinerzeit Joshua vs. Ruiz, aber sowohl Joshua, als auch Fury sind auf der Insel ansässig und ich sehe bisher noch kein wirkliches Szenario, welches es zulässt, dass der Kampf nicht auf der Insel stattfindet. Zumindest jetzt noch nicht! Aber selbst wenn Ort und Datum bekannt sind, glaube ich erst an das Zustandekommen des Kampfes, wenn sich beide im Ring gegenüberstehen.

    Whyte vs. Povetkin könnte nach der Coronaerkrankung von Povetkin tatsächlich recht eindeutig ausfallen. Povetkin hätte sich mehr Zeit nehmen sollen, aber ich glaube Hearn hätte sie ihm nicht zugestanden und Whyte in einem anderen Kampf verpflichtet. Povetkin hätte dann das Ende seiner Karriere einläuten können, was ihm aber aufgrund seines hohen Alters eh nahzulegen ist. Vielleicht weiss Povetkin aber auch genau worauf er sich einlässt und die Schwere seiner Erkrankung wurde in den Medien überdramatisiert. Vielleicht kommt Povetkin ja stärker zurück als je zuvor, aber daran kann ich leider wirklich nicht glauben.

    Wilder vs. Whyte macht nur Sinn, wenn sich Wilder nicht von seinem Knacks gegen Fury erholt hat. Ansonsten stellt Whyte für Wilder absolut keine Gefahr dar. Umgekehrt aber schon, denn wenn Whyte in naher Zeit nochmals so KO geht wie gegen Povetkin, und davon kann man gegen Wilder ausgehen, könnte sich Whyte jegliche weiteren Titelabsichten abschminken. Dann wird er sich ärgern, sich von Hearn stets vertrösten zu lassen.

    Und was Fury vs. Wilder 3 betrifft so scheint da auch noch nicht das letzte Wort gefallen zu sein. Das Wilder sich zwecks Nichtzustandekommens der dritten Begegnung hat kaufen lassen, macht ja nicht erst seit heute die Runde. Aus Wilders Sicht war das auch erforderlich, denn für ihn ist ein Aufbaukampf mit großem Erfolg mental sehr wichtig. Aber auch Fury hätte sich damit die Option auf einen dritten lukrativen Kampf gegen Wilder offengehalten, falls die Begegnung gegen Joshua nicht stattfinden sollte.

    Fury kann sich eigentlich nur selbst schlagen und selbst das ist nicht leicht für ihn. Wenn er aber jetzt lange genug hingehalten wird und er der typischen Arroganz eines typisch erfolgreichen britischen Boxers verfällt, könnte ihm die mangelnde Anwesenheit im Ring zum Verhängnis werden. Hochmut kommt bekanntlich immer vor dem Fall und gerade bei Fury, steht der Faktor des unbesiegten Boxers im Raum, auf den sich Fury auch gerne beruft. Sollte dieser Faktor einmal wegfallen, wird das ein ganz anderes Licht auf Fury werfen.

    Joshua hat bereits einen Kampf und seine Titel verloren und er hat die Titel erfolgreich in einem Rückkampf zurückerobert. Wilder ist das bisher noch nicht gelungen und man merkt auch, dass das eindeutig an ihm nagt. Für Fury war es bisher noch nicht erforderlich, einen Rückkampf zu bestreiten. Joshua könnte daraus einen wesentlichen mentalen Vorteil ziehen, denn auch wenn es gerne im Fangehype ignoriert wird, so weiß man heute auch noch, dass die wirkliche Stärke eines Schwergewichts erst dann zum Tragen kommt, wenn er einmal besiegt wurde.

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