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Joshua Buatsi besiegt Craig Richards nach Punkten

Am Samstagabend fand in der O2-Arena London eine relativ gut besetzte Boxveranstaltung von Eddie Hearn statt. Im Hauptkampf ging es im Halbschwergewicht darum, wer WBA-Weltmeister Dmitrji Bívol demnächst offiziell als Pflichtgegner herausfordern darf.

Dieser Elminator wurde zwischen dem Briten Craig Richards (17(10)-2-1) und dem in London lebenden gebürtigen Ghanaer Joshrua Buatsi (16(13)-0-0) entschieden. Nach 12 Runden lag der in Accra geborene Mann klar nach Punkten vorne. Das Urteil: 116:112 und 2 Mal 115:113 für Buatsi.

So wie die beiden Kontrahenten von Beginn an aufeinander losgingen, konnte man daran zweifeln, ob der Kampf über die volle Distanz von 12 Runden gehen würde. Dabei fiel auf, dass Buatsi immer darauf aus war, sich in den letzten 30 Sekunden jedes Durchgangs die Runde zu sichern. So kam bereits in der ersten Kampfhälfte ein deutlicher Vorsprung für ihn zusammen.

In der 2. Kampfhälfte konnte Richards fast nur noch durch KO gewinnen. Beide trafen variabel, wobei Ringrichter Howard Forster beide Boxer in Runde 8 wegen Tiefschlägen ermahnen musste. Buatsi nahm etwas Tempo heraus, was Richards in den letzten Runden etwas besser aussehen ließ, als zu Anfang des Kampfes. Doch es half nichts mehr. Buatsi hatte genug Vorsprung auf allen drei Punktrichterzetteln.

Ebenfalls bei dieser Veranstaltung besiegte die Britin Chantelle Cameron die Argentinierin Victoria Noella Bustos. Das Punkturteil fiel dabei mit 3 Mal 100:90 etwas zu einseitig aus. Es hätte nichts am Sieg der Britin geändert, wenn man der Herausforderin wenigstens 2 oder 3 Runden gegeben hätte. Bei diesem Kampf ging es in Superleichtgewicht um die Gürtel der Verbände IBF und WBC, sowie den Gürtel des „The Ring Magazine“.

Hier der Eliminator im Halbschwergewicht:

…und der Frauenkampf im Superleichtgewicht:

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9 Kommentare

  1. 22. Mai 2022 at 11:03 —

    Verdienter Sieg für Buatsi, dennoch war ich etwas von ihm enttäuscht…hatte etwas mehr von ihm erwartet. Mit solch einer Leistung/ Performens wird es gegen einen der derzeit amtierenden WM nichts mit einen Sieg!

  2. 22. Mai 2022 at 11:04 —

    Finde ich auch spaßig, dass die WBA zwei LHW-Eliminator an 2 hintereinander folgenden Wochenenden stattfinden lässt. Ist nun Buatsi oder Zurdo der No1 Contender??

    • 22. Mai 2022 at 11:17 —

      @ TheGreatOne

      Na ja, es geht wohl darum den regionalen WBA-WM-Titel ausboxen zu lassen!?

    • 22. Mai 2022 at 11:30 —

      Es geht wahrscheinlich eher darum, Zurdo gegen Buatsi den Final-Final-diamond-last-aber diesmal wirklich allerletzten-Eliminator auszuboxen. Damit einem Rückkampf und den damit einhergehenden Geldeinnahmen nichts im Wege stehen und Bivol auch noch als Weltmeister den Rückkampf gegen Canelo bestreitet.

      • 22. Mai 2022 at 11:50 —

        Regionaler WBA-WM-Titel? 😀😀😀

        Final-Final-diamond-last-aber diesmal wirklich allerletzten-Eliminator (um den Superduper-Interim-Regular-Titel)?

        Ihr habt die Verbandslogik durchschaut.

        • 22. Mai 2022 at 12:19 —

          Ja die Verbandslogik ist schon ein Rätsel, aber wenn man als Hauptargument den guten Dollar nimmt, dann scheint die WBA-Logik nur noch auf den ersten Blick kompliziert. Leicht gemacht am Beispiel Bivol-Canelo: Canelo ist im WBA-Ranking noch nicht einmal gelistet und bekommt einen Titelkampf nun gut er ist der Weltmeister im Supermittel und von daher kann man den Kampf schon rechtfertigen, jedoch wenn Bivol den Kampf gewinnt, gibt es eigentlich keinen Grund weshalb er gegen einen ungerankten zu einem Rückkampf antreten soll / will. Eigentlich müsste Bivol jetzt den PH kämpfen und danach freiwillig gegen Canelo verteidigen. Das wird aber nicht passieren weil Bivol-Canelo einfach mehr von diesen geliebten Dollars einbringt und deswegen werden sich Zurdo und Buatsi mit einem Kampf auf der Undercard gegeneinander zufrieden geben müssen. Schade aber so läuft das Geschäft nunmal.

          • 22. Mai 2022 at 15:28

            Canelo ist Canelo … und mit dem Rest hast du natürlich Recht. Der Verband kassiert natürlich lieber 3 Prozent von einer 50-Millionen-Börse als von einer mit 500 K. Denke, wenn Canelo nicht die Bivol-Option zieht, wird dessen nächster Kampf die Vereinigung gegen den Sieger aus Beterbiev vs. Joe Smith, danach Zurdo. Vereinigungskämpfe sollten vorgehen, von daher ist das in Ordnung m. Mng. n.

          • 22. Mai 2022 at 15:43

            Dann hoffe ich das bei einen Rückkampf zwischen Canelo VS Bivol die Börse 50/50 aufgeteilt wird

  3. 22. Mai 2022 at 11:47 —

    Fand den Kampf schon intensiv und gutklassig, aber nicht herausragend. Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, wie Bivol Richards total unangestrengt ausgeboxt hat, dabei nicht mal groß ins Schwitzen kam – und weit davon entfernt war zu überzeugen – und Buatsi mehr oder weniger einen Kampf auf Leben und Tod führen musste, dabei mehrfach angeknockt war, wird der Mangel an Erfahrung (und mglw. auch an boxerischer Klasse) bei Buatsi deutlich. Man darf sich nicht an dem engen Punkturteil pro Bivol gegen Richards stören, der Brite hatte damals max. 2 Runden gewonnen.

    Obwohl das LHW im Gegensatz zum SMW gut besetzt ist, gibt es dort auch eine Klassengesellschaft: Bivol, Canelo, Beterbiev … Ramirez, die Smiths (Joe und Callum), Buatsi, Yarde, Vlasov und evtl. Pascal … dann der Rest.

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