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Joseph Parker vs Andy Ruiz jr – 10. Dezember Auckland

Nachdem der Brite Tyson Fury seine Titel verloren hat, kommt es nun zu Kämpfen um seine boxerischen Hinterlassenschaften. Am 10. Dezember wird zwischen dem Neuseeländer Joseph Parker (21(18)-0-0) und dem Mexikaner Andy Ruiz jr (29(19)-0-0) der vakante WBO-Gürtel im Schwergewicht neu ausgeboxt. Parker ist #1 des WBO-Rankings, Ruiz jr #3. Die #2, Wladimir Klitschko, ist gegenwärtig (angeblich) verletzt und strebt dann im neuen Jahr einen Kampf um den IBF-Titel gegen Anthony Joshua an. Gekämpft wird in Auckland / Neuseeland, der Heimat von Parker.

Der jetzt 24-jährige Parker wurde vor dem ganzen Durcheinander um die Schwergewichtstitel als heißer Kandidat für einen Kampf gegen den Briten Anthony Joshua gehandelt. Joshua galt damals noch als Schwergewichtshoffnung und Parker sollte als Prüfstein vor einem WM-Kampf herhalten. Diese Kostellation hat sich grundlegend geändert. Der Brite ist mittlerweile IBF-Champ. Parker hat sich durch eine ganze Reihe von Siegen gegen machbare Gegner kontinuierlich nach oben gearbeitet, ohne sich dabei großartig aus dem Fenster lehnen zu müssen. Sein Management (Duco Events) hat, unterstützt durch freigiebiges „Burger King“ – Sponsoring, gut Arbeit geleistet und Parker gut in Position gebracht. Lohn von 4 Jahren Arbeit ist nun ein WM-Fight.

Sein WM-Gegner, der 27-jährige Andy Ruiz jr, hat war ein paar Kämpfe mehr auf der Uhr. Seine Kontrahenten waren allerdings einen Tick schwächer als die von Parker. Er beendete die Karriere von „Club-Boxer“ Tor Hammer, siegte gegen den ausgedienten Siarhei Liakhovic und den altgedienten Ray Austin. Im letzten Jahr posaunte er noch, er wolle in Großbritannien kämpfen, egal gegen wen. Das er jetzt zu diesem WM-Shot für ihn gekommen ist, hat er seiner guten Platzierung ium WBO-Ranking zu verdanken. Ruiz jr gilt aufgrund seiner Körpermasse als ein behäbiger Boxer mit einem unreifen Babyface. Optisch aufgehübscht hat er sich mit großflächigen Tattoos. Diese Äußerlichkeiten vergisst man allerdings recht schnell, sobald Ruiz ins Rollen kommt. Er hat gute Reflexe und schlägt auch eine „gute Kelle“. Zu unterschätzen ist Ruiz jr auf keinen Fall und er gibt an, gut vorbereitet den langen Weg nach Neuseeland gemacht zu haben.

Was kann man erwarten? Einen Heimvorteil für Parker? Dafür können nur die Zuschauer in der Halle sorgen. Der Ringrichter, Tony Weeks, kommt aus den USA. Die Punktrichter sind Ramon Cerdan aus Argentinien, Salven Lagumbay von den Philippinen und Ingo Barrabas aus Deutschland. Man mag Zweifel haben, ob dieser Kampf über die Runden gehen wird. Kann ein „Lucky Punch“ entscheiden? Den haben beide Boxer drauf. Will man auf althergebrachten Vorurteilen bestehen, hat Parker die besseren Karten, weil er besser konditioniert aussieht. Aber verlassen sollte man, oder besser er, sich darauf nicht. Auch etwas Glück und ein starker Willen können kampfentscheidend sein.

Die Undercard zu diesem WM-Kampf ist für die Zuschauer in Auckland ebenfalls sehenswert. Unter Anderem will Weltergewichtler Jeff Horn, der zuletzt Rico Müller aus Deutchland geschlagen hat, seinen WBO-Interconti gegen den WBO-Afrika-Champ Ali Funeka verteidigen. Einen Frauenkampf wird es auch geben: Die Australierin Shannon O`Connell kämpft gegen die ungeschlagene Argentinierin Laura Soledad Griffa um den vacanten WBO-Asia Pacific-Titel.

Parker und Ruiz jr sind bereit für den Kampf:

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