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Joseph Parker besiegt Alexander Dimitrenko vorzeitig

Mit einem KO 3 Sieg über Alexander Dimitrenko konnte Joseph Parker seine Siegesserie fortsetzen. Er baute damit seinen Kampfrekord auf 21(18)-0-0 aus. Bereits vor diesem Kampf gegen Dimitrenko war der Neuseeländer in den Rankings der großen Boxverbände weit oben vertreten. Bei der WBA lag er auf Rang 9. Beim Verband WBC auf Rang 4. Die Verbände IBF und WBO führen Parker auf Platz 1, hinter den jeweiligen Weltmeistern. Sollte die WBO Tyson Fury den WM-Gürtel abnehmen, kommt an Parker als Nr. 1 für einen Titelfight niemand vorbei.

Wer sich den Kampf zwischen Parker und Dimitrenko angesehen hat konnte deutlich sehen, weshalb Parker zu den momentan besten Boxern gehört. Er überwand die enormen Reichweitenvorteile seines Gegners spielend und landete harte Treffer. Bereits in Runde 1 musste Dimitrenko runter. In Runde 2 setzte sich das fort. Parker setzte präzise Treffer, die bei Dimitrenko ihre Wirkung hinterließen. Parker war von Beginn an der überlegene Boxer in diesem Gefecht.

Für Stirnrunzeln sorgt allerdings das Ende dieses Kampfes. Dimitrenko geht in der 3. Runde wieder runter auf die Knie und bekommt dann von Parker noch einen Körpertreffen nachgeschenkt. Unstrittig dabei ist, dass Dimitrenko „Knie nehmen“ wollte und trotzdem noch einen Schlag abbekam. Seine anschließende Schauspielnummer half aber auch nicht. Ringrichter Marlon Wright aus Kanada entschied auf KO. Diese Entscheidung ist durchaus fragwürdig. Doch was hätte der Ref erst an Kritik einstecken müssen, wenn er Parker disqualifiziert hätte?

Was bleibt? Parker kam mit einem blauen Auge davon und muss wohl heute ohne „Gute Nacht Liedchen“, dafür mit ein paar heißen Worten seines Trainers ins Bett. Das ist Alles. In anderen Fights, wie Abraham gegen Dirrell, gab es für so eine Aktion schon mal schnell eine Disqualifikation. Betrachtet man den ganzen Kampf, gab es am Ende zwar den richtigen Sieger, aber das „wie“ wird noch eine Weile für Diskussionsstoff sorgen. Hier der Kampf: (Klick) 

In einem anderen Kampf dieses Events standen sich der afrikanische Pole Izuagbe „Izu“ Ugonoh (17(14)-0-0) und der Franzose Gregory Tony (21(16)-7(5)-0) gegenüber. Ugonoh gewann diesen Kampf erwartungsgemäß. In der 2. Runde kam bereits das Ende für den 38-jährigen Franzosen. Erst streckte ihn eine volle Rechte zum Kopf nieder. Nach dem Anzählen kam er wieder hoch und der Kampf ging noch einmal weiter. „Izu“ setzte entschlossen nach, Tony ging wieder runter. Er wurde noch einmal angezählt, stand aber noch einmal rechtzeitig. Das war ihm dann aber wohl doch Alles zu viel und er gab den Kampf auf, indem er runter auf das Knie ging, bevor die Kampfhandlungen wie der aufgenomen wurden. Hier die Runde 2 dieses Kampfes: (Klick)

Was von diesem Kampf bleibt ist etwas kurios: Ein in Polen geborener Afrikaner, der in Las Vegas lebt, kämpft in Neuseeland gegen einen Franzosen um den IBF Mediterranean Gürtel. Das könnte man eigentlich nur dann durchgehen lassen, wenn der Franzose wenigstens einen in Libyen geborenen deutschen Schäferhund mit italienischem Stammbaum besitzt. Aber für gutes Geld ist wohl jeder Titelkampf an jedem Ort möglich. Bei der IBF sowieso.

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9 Kommentare

  1. 1. Oktober 2016 at 16:16 —

    Wer sich den Kampf zwischen Parker und Dimitrenko angesehen hat konnte deutlich sehen, weshalb Parker zu den momentan besten Boxern gehört. Er überwand die enormen Reichweitenvorteile seines Gegners spielend und landete harte Treffer.

    nein konnte man nicht wirklich sehen.
    parker wird total überbewertet
    dimitrenko ist ne flachpfeiffe man sah den enormen reichweiten vorteil.
    doch dimitrenko kann nicht boxen und hat es natürlich nicht ausgenutzt
    das sich sowas profiboxer nennen darf ist ein skandal sogar charr kann besser boxen als dimitrenko
    gegen wilder fury joshua klitschko hat parker nicht den hauch einer chance.
    würde sogar szpila whyte ugonoh povetkin und weitere boxer besser einstufen.

    und meiner meinung nach ist ugonoh ein sehr guter boxer er hat ebenfalls eine enorme reichweite von 2,13 laut boxrec
    ich verstehe nicht wieso man ihm keine besseren gegner besorgt.

    so wird aus ihm nie was und die jahre verstreichen.

  2. 1. Oktober 2016 at 16:27 —

    schade aber das wars für dimi entgültig. er sollte aufhören. er war EM und das ist schon nicht schlecht. aber seine zeit ist um.

  3. 1. Oktober 2016 at 20:03 —

    Parker hat zu recht gewonnen, mehr aber auch nicht!

    Ich glaube, dass er schon bald an seine Grenzen stoßen wird. Eigentlich schade, hatte ich doch gehofft, dass ein Neuseeländer in die Schuhe von Tua schlüpft und irgendwann einmal doch noch den den Titel nach Ozeanien holt. So wie das gegen Dimitrenko ausgesehen hat, wird daraus wohl nichts werden. Vielleicht hat er aber auch etwas daraus gelernt und legt noch mal eine Schippe nach.

    Dimitrenko hat seinen Kampfgeist schon vor ein paar Jahren verloren. Er hatte Potential, aber um das ausschöpfen zu können, hätte er es auch wollen müssen. Er erinnert mich ein wenig an Wladimir. Wenn du im Schwergewicht Angst hast, kannst du nur an die Spitze kommen, wenn genügend Leute hinter dir stehen, die für dich den Weg ausserhalb des Rings frei räumen. Dimi hat nicht (mehr) den richtigen Biss.

  4. 1. Oktober 2016 at 22:13 —

    Dimi wurde ganz klar beschissen und Parker verdient nur noch ne krachende KO niederlage

  5. 2. Oktober 2016 at 15:26 —

    Parker ist schon okay, Top 10 vielleicht, aber der meist gefürchtete und vermutlich beste HW zur Zeit ist ganz klar King Kong Ortiz. Weder Kalle Fury, noch Povetkin, Joshua, Haye oder Klinschko hätten gegen ihn den Hauch eine Chance. Deshalb wird er auch gemieden wie die Pest. Wer etwas anderes behauptet, hat keine Ahnung.

    • 3. Oktober 2016 at 16:53 —

      Dann soll er mit seinen 37 Jahren langsam mal in die Gänge kommen und nicht immer nur alles auf potentielle Gegner schieben, die angeblich vor ihm Angst hätten. So einfach läuft das nämlich nicht. Als erstes soll er mal schleunigst gegen Ustinov boxen und den Kampf bitte nicht wieder absagen

      • 3. Oktober 2016 at 19:19 —

        ganz richtig. Ortiz sagt ein kampf gegen Ustinov bringt ihn nicht weiter. blablabla. Ustinov ist 1. sein PH und 2. wird der Sieger der PH des Superchamps der ja eig. durch klitschko – fury ausgeboxt werden hätte sollen. jetzt muss man zwar sehen was die wba macht aber ein sieg gegen Ustinov würde Ortiz in eine gute position bringen um entweder gegen den neuen superchamp oder falls es den nicht mehr geben sollte gegen den reg. champ boxen zu dürfen und irgendwann vielleicht auch ein echter champ zu sein. aber Ortiz der fette doper heult doch lieber mit ausreden rum!

    • 3. Oktober 2016 at 17:02 —

      Hai Carlos!
      Woher kenne ich das wohl? : “Wer etwas anderes behauptet, hat keine Ahnung.”

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