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Jose Carlos Ramirez vs Antonio Orozco – Kampf um den WBC-Titel im Halbwelter

Um den WBC-Gürtel in Halbwelter- / Superleichtgewicht soll es gehen, wenn am Freitag bei einer ESPN / Top-Rank Veranstaltung in Fresno / Kalifornien Titelträger Jose Carlos Ramirez und Herausforderer Antonio Orozco aufeinander treffen. Beide Boxer leben in den USA und sind bisher ungeschlagen. Orozco hat eine mexikanische Staatsangehörigkeit, obwohl er in den USA geboren wurde.

Für den 26Jährigen Ramirez wird es die erste Titelverteidigung, seit er diesen vakanten Gürtel im März diesen Jahres im Madison Square Garden durch einen Punktsieg über Amir Imam gewonnen hat. Der Titel war frei, weil sein vorheriger Besitzer Terence Crawford ins Weltergewicht aufgestiegen ist. Nur wenige Tage zuvor wurde schon um den Interim Titel gekämpft. Dabei unterlag Julius Indongo dem Amerikaner Regis Prograis überraschend durch TKO2.

Eigentlich wäre ein Kampf zwischen Weltmeister und Interim-Champ fällig. Man schiebt für Beide erst einmal andere Zwischenkämpfe ein. Die Gründe dafür sollten wohl im monitären Bereich und den unterschiedlichen Vertragsverpflichtungen liegen. Regis Prograis kämpft im Oktober in seiner Geburtsstadt New Orleans gegen Terry Flanagan aus Großbritannien. Dieser Kampf in New Orleans wird vom deutschen Sauerland-Boxstall promotet und ist Bestandteil der 2.Staffel des WBSS-Turniers um die Muhammad Ali Trophy. Der Kampf zwischen Champ und Interim-Champ kann sich also noch hinziehen. Sollte es dem amtierenden Weltmeister einfallen ebenfalls aufzusteigen, löst sich das Problem von alleine.

Bei dieser Kostellation fällt auf, dass die Platzierungen in den Rankings diesmal anders liegen, als man es gewohnt ist. Schaut man sich das BoxRec-Ranking an, findet man den WBC-Weltmeister Jose Carlos Ramirez erst auf #18 dieser Gewichtsklasse. Der Herausforderer Antonio Orozco liegt immerhin auf #11. Interim-Champ Regis Prograis belegt #2. Sein Herausforderer Terry Flanagan liegt auf #6. Schaut man dann im Halbwelter-Ranking ganz nach oben, findet man auf #1 den Briten Josh Taylor, der aber „nur“ den WBC-Silverbelt hält. Auch Josh Taylor ist beim WBSS-Turnier dabei und kämpft im November in Glasgow gegen Herausforderer Ryan Martin aus den USA. Man kann gespannt sein, wie sich das Ranking in den nächsten Monaten entwickeln wird.

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Unverständlich bei der ganzen Sache ist, weshalb der WBC-Champ Ramirez nicht beim WBSS mitmachen will oder mitmachen darf. Das er bei BoxRec nur auf #18 liegt, kann kein Hinderungsgrund sein, weil er als amtierender Weltmeister normalerweise automatisch für die Turnierteilnahme qualifiziert ist. Der WBC-Interim- und der Silverbelt-Titelträger sind dabei, der Champ aber nicht? Seltsam.

Warten wir erst einmal ab, ob Ramirez seinen Titel am Freitag gegen Antonio Orozco verteidigen kann. Es kann auch gut sein, dass der einfallsreiche Verband WBC für das WBSS-Turnierfinale einen WBC-Diamondbelt auslobt und ein anderer Boxer auf die Art am „normalen“ WBC-Champ vorbei zieht.

Hier die PK zum Kampf:

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1 Kommentar

  1. 12. September 2018 at 12:45 —

    Immer wieder ein Genuss Bob Arum zu hören

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