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Jorge Solis dominiert und stoppt zuvor ungeschlagenen Francisco Cordero, bereit für die anderen Titelträger

Bei seiner zweiten Titelverteidigung des Interimgürtels der WBA im Superfedergewicht hatte Jorge „Coloradito“ Solis keinerlei Probleme mit seinem zuvor unbesiegten Gegner Francisco Cordero. Der Mexikaner war boxerisch zu gut und zu schlagstark für den 24-jährigen Kolumbianer, der in der sechsten Runde durch technischen KO verlor.

Für Cordero stellte sich der Kampf als ein viel zu großer Schritt nach vorne in seiner Karriere dar. Nachdem er in seinen 23 Kämpfen, die er allesamt gewonnen hatte, keinen ordentlichen Gegner vor die Fäuste bekommen hatte, war Jorge Solis für ihn mehr als eine Nummer zu groß. Nur kurz konnte Cordero den Kampf ausgeglichen halten, bevor gegen Mitte der ersten Runde Solis ihn an den Seilen festnagelte und ihn mit eleganten Kombinationen eindeckte. Eine Linke zum Körper schien es zu sein, die eine Kombination beendete und für den ersten Niederschlag des Kampfes sorgte. Der Kolumbianer ließ sich seine Zeit, fand aber bei Neun wieder auf die Beine und überstand den Rest der Auftaktsrunde trotz weiterer guter Angriffe von Solis.

Daraufhin ließ der Titelverteidiger überraschend in der zweiten und dritten Runde etwas nach und konzentrierte sich hauptsächlich auf seinen guten Jab, den er aus dem Rückwärtsgang durch den Ring zirkelnd einsetzte. Trotzdem behielt Solis die Kontrolle, da es Cordero schwer fiel einen Weg an dessen Jab vorbei zu finden. Und als er in der vierten Runde wieder aufdrehte gelang ihm gleich der nächste Niederschlag. Ein guter Aufwärtshaken ließ Cordero etwas angeschlagen zurückweichen, und zwei rechte Geraden später fand sich der Kolumbianer zum zweiten Mal im Kampf auf dem Ringboden wieder. Erneut stand er bei Neun wieder auf den Beinen, doch dieses Mal schien es fraglich ob er weitermachen könnte. Ringrichter Guillermo Perez Pineda gab den Kampf aber noch einmal frei, und Cordero konnte sich die letzte Minute über die Runden retten.

Solis ging die fünfte Runde eher wieder ruhig an, dominierte aber vor allem die letzte Minute der Runde glasklar und prügelte den nun kurz vor der Niederlage stehenden Cordero förmlich durch den Ring. Das Ende war abzusehen, und der Titelverteidiger nutzte die Chance in der sechsten Runde. Im Infight brachte er eine kurze Rechte gefolgt von einem Aufwärtshaken an, die Cordero etwas durchschüttelten. Auf die darauf folgende Kombination von Solis reagierte der Ringrichter und schritt dazwischen um Francisco Cordero, möglicherweise ein wenig verfrüht, aus dem Kampf zu nehmen. Der Kolumbianer beschwerte sich allerdings überhaupt nicht und hatte auch wohl genug Prügel im Laufe des Kampfes bezogen.

Jorge Solis verteidigte damit seinen Interimstitel zum zweiten Mal, nachdem er ihn vor sieben Monaten gegen Likar Ramos gewonnen hatte. Als nächstes könnte für ihn ein Kampf gegen Ricky Burns anstehen, der ein paar Stunden zuvor äußerst überraschend den WBO-Gürtel von Roman Martinez gewonnen hatte. Noch wahrscheinlicher scheint zum jetzigen Zeitpunkt jedoch ein Aufeinandertreffen mit dem regulären WBA-Weltmeister Takashi Uchiyama, der möglicherweise der derzeit beste Superfedergewichtler der Welt ist. „Ich bin bereit mich Weltmeister Takashi Uchiyama gegenüberzustellen, und der Kampf könnte im November in Japan stattfinden“ sagte Solis nach dem Sieg über Cordero.

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