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Jorge Masvidal will ‘Canelo’ Alvarez

Jorge Masvidal will ‘Canelo’ Alvarez

Dass Boxer sich auch mal in anderen Kampfsportarten versuchen, ist nichts Neues. Francois Botha trat zum Beispiel von 2003 bis 2006 12 Mal beim K-1 an, bevor er sich wieder aufs Boxen konzentrierte. Ray Mercer bestritt 2004 und 2005 ebenfalls je einen Kampf in der Vollkontaktliga und kämpfte zum Beispiel auch gegen den legendären Barenuckle-Fighter Kimbo Slice, gegen den er den Kürzeren zog. James ‚Lights out‘ Toney tat es, als er im August 2010 sein MMA-Debüt gab und gegen den ehemaligen Champion Randy Couture durch einen „Arm Triangle“-Griff in der ersten Runde verlor. Und noch im vergangenen Juni standen sich der MMA-Veteran Artem Lobov und der frühere Boxweltmeister Pauli Malignaggi gegenüber. Lobov gewann umstritten nach Punkten.

Ein weiteres prominenteres Beispiel ist der ursprünglich als Schwergewichtsdebüt-Gegner für Oleksandr Usyk angedachte ehemalige Muay-Thai-Kämpfer Tyrone Spong, bei dem kurz vor dem Kampf angeblich leistungssteigernde Substanzen gefunden worden waren.

Und last but not least ist da noch Tyson Fury, der – nachdem er sein Debüt als WWE-Wrestler gegen den bekannten WWE-Star Braun Strowman gegeben hat – überlegt, ob er sich auch noch als MMA-Kämpfer versucht. Angeblich hat Fury schon mit Conor McGregor besprochen, dass der ihn in diesem Fall trainieren wird.

Aber auch MMA-Kämpfer wechseln zum Boxen. Der Bezwinger von Deontay Wilders jüngerem Bruder Marsellos zum Beispiel. Der 37 Jahre alte Dustin Long stand zuletzt im Mai 2019 als MMA-Kämpfer im Ring, war aber davor und danach auch noch als Boxer aktiv.

Aktuell ist es der US-amerikanische Mixed Martial Arts-Kämpfer Jorge Masvidal, der sich ins Rampenlicht schiebt. Der 35-jährige würde gerne im Boxring gegen Saul ‚Canelo‘ Alvarez antreten. „Ich meine es todernst, dass ich gegen Canelo kämpfen will“, hat Masvidal in einem Interview erklärt: „Das gibt eine nette Menge Kleingeld. Ich nutze meine Möglichkeiten und werde seinen Aus-Schalter suchen! Ich habe das Gefühl, dass ich die Welt schocken kann.“

Saul Alvarez hat inzwischen auf die vollmundige Ansage reagiert und erklärt: „Ich respektiere, was sie (die MMA-Fighter) in ihrem Sport tun. Sie sind großartige Kämpfer. Aber Boxen ist aber nun mal eine andere Sache.“

Ein Kampf gegen Masvidal, ließ der mehrfache Weltmeister durchblicken, sei allenfalls aus geschäftlicher Sicht attraktiv. „Es geht ums Geld.“, antwortete Alvarez auf die Frage, warum MMA-Kämpfer mit Boxkämpfen liebäugeln würden: „Wenn ihnen Boxen so viel Spaß machen würde, hätten sie doch schon in jungen Jahren damit begonnen.“

Masvidal postete als Antwort das untenstehende Video. Sein Kommentar: „Kein Boxer. Ein Kämpfer.

 

“Es wäre keine Herausforderung, wenn Alvarez zum MMA wechseln würde. Ich mache pro Monat etwa 10.000 High-Kicks. Er hat noch nie einen geschafft”, sagte Masvidal sinngemäß in einem Interview: „Beim Boxen ist es ähnlich. Wenn ich eine Million Jabs geschlagen habe, sind es bei ihm 10 Millionen, weil das seinen Sport ausmacht. Aber davon abgesehen gibt es immer noch die Chance, dass ich ihn schlafen legen könnte. Vielleicht treffe ich nicht härter, aber ich bin definitiv größer.”

Ob es tatsächlich zu einem Kampf zwischen Jorge Masvidal und Saul Alvarez kommt, dürfte wohl auch von DAZN abhängen. Der Streamingdienst hat mit Mexikos Boxstar einen Vertrag abgeschlossen, der elf Kämpfe des 29-jährigen umfasst und vermutlich DAZN auch ein Mitspracherecht einräumt, was die Gegnerschaft von Alvarez angeht.

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