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Jon Lewis Dickinson verteidigt britischen Titel erfolgreich gegen Mike Stafford

Der 26-jährige Cruisergewichtler Jon Lewis Dickinson verteidigte am Freitagabend seinen britischen Titel erfolgreich nach Punkten gegen Herausforderer Mike Stafford. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bestimmte Dickinson den Kampf ab den mittleren Runden, auch dadurch bedingt, dass Stafford sich wohl eine Verletzung am rechten Arm zuzog. Zuvor hatten sich die beiden Boxer, die sich aus etlichen Sparringsessions gut kennen, einen ordentlichen ausgeglichenen Kampf geliefert.

Jon Lewis Dickinson erwischte in der ersten Minute den besseren Start in den Kampf und behauptete in dem extrem kleinen Ring als größerer Mann schnell die Ringmitte. Während er seinen Jab ein paar Mal ins Ziel brachte, hatte Stafford früh Probleme an Dickinsons Doppeldeckung vorbei zu kommen, die dieser hoch hielt sobald Stafford die Fäuste fliegen ließ. Dementsprechend versuchte Stafford in der Folge etwas mehr zum Körper zu arbeiten, was ihm auch teilweise ordentliche gelang. Gegen Ende der Runde kam der 31-Jährige zudem zwei Mal gut mit rechten Geraden zum Kopf durch um die Runde ausgeglichen zu gestalten.

Stafford kam zur zweiten Runde gleich mit einer starken rechten Geraden heraus, doch Dickinson revanchierte sich dafür kurz darauf. In der Folge behielt Stafford, der zwischenzeitlich in die Rechtsauslage wechselte, die Oberhand und landete die klareren Treffer zum Kopf und zum Körper. Dickinson hatte unterdessen auch in Runde Drei Probleme damit Staffords hohes Tempo mitzugehen und eine ähnlich hohe Workrate an den Tag zu legen. Zudem fiel es ihm schwer Staffords Schläge durch die Mitte seiner Doppeldeckung zu verhindern.

Dickinson erwischte eine etwas bessere vierte Runde, in der Stafford den Fuß ein wenig vom Gaspedal nahm, und hatte auch in Runde Fünf wieder mehr Erfolg als noch zu Beginn des Kampfes. Stafford, der vor dem Kampf erst einmal mehr als vier Runden gegangen war, als er letztes Jahr Martyn Grainger in zehn Runden ausgepunktet hatte, schien nicht nur konditionell bereits ein wenig abzubauen, sondern auch Probleme mit seinem rechten Arm zu haben. Dickinson bestimmte das Geschehen nun und spielte seine körperliche Überlegenheit nun gut aus. Er trieb Stafford aus der Distanz heraus nun vor sich her und lehnte sich in den recht vielen Clinch auf Stafford um diesem weitere Energie zu rauben.

Nach den ersten sechs Runden schien der Kampf nach Punkten in etwa ausgeglichen, doch das Momentum lag eindeutig beim Titelverteidiger Dickinson. Staffords anscheinende Verletzung an seinem rechten Arm prägte den Kampf deutlich, und in Runde Sieben und Acht dominierte Dickinson weiter klar. Er landete immer wieder gute Kopftreffer, jedoch fehlte es ihm an Schlagkraft um Stafford wirklich durch zu schütteln. Stafford landete hin und wieder ordentliche Treffer, doch Dickinson war nun klar aktiver und traf sauberer.

Mike Stafford brauchte nun etwas Dramatisches um den Kampf noch zu drehen, doch auch ihm fehlte die Schlagkraft um seinen Gegner wirklich zu beeindrucken, wenn er mal gut durch kam. Daher verlief der Kampf die restlichen Runden weiter so wie zuvor. Dickinson deckte den offensichtlich beeinträchtigten Stafford mit Schlägen ein und steuerte damit auf einen recht souveränen Punktsieg zu, auch wenn Stafford die letzten drei Runden durchaus noch mal enger gestalten konnte. Diesen sprachen ihm die Punktrichter schließlich auch nach Ende der zwölf Runden mit 118-112, 117-112 und 115-113 zu.

Mit dem Sieg gelang Jon Lewis Dickinson die zweite erfolgreiche Titelverteidigung des britischen Cruisergewichtsgürtels. Der 26-Jährige verbesserte seinen Kampfrekord auf 14 Siege bei zwei Niederlagen und ist nun in sechs Kämpfen in Folge unbesiegt. Mike Stafford hingegen kassierte seine zweite Profiniederlage, der elf Siege gegenüber stehen.

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