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John Fury fordert Dana White heraus

John Fury fordert Dana White heraus

UFC-Chef Dana White hat am vergangenen Wochenende in einem Interview bezweifelt, dass Tyson Fury als UFC-Kämpfer sonderlich erfolgreich wäre. Darüber hinaus – so der 50-jährige weiter – sei er nicht der Einzige, der davon ausgehen würde: es gebe zwar Kämpfer, die gerne im Oktagon gegen Tyson Fury antreten würden, aber es herrsche unter den UFC-Kämpfern die einhellige Meinung vor, dass Fury dabei geschlagen werden würde.

Als John Fury von dieser Äußerung hörte, platzte dem Vater von Tyson Fury der Kragen. Im Gespräch mit „IFL TV“ erklärte John Fury sinngemäß: „Woher weiß er (Dana White), wie man jemanden besiegt, der aus einer kämpfenden Familie kommt? Wissen Sie was? Ich könnte Dana White wahrscheinlich mit einem Schlag besiegen. Wie kann er meinen Sohn so abschreiben? Bringen Sie mich noch heute Abend mit ihm zusammen. Ich bin der beste 54-jährige Mann auf dem Planeten und ich werde es jederzeit, an jedem Ort, überall kostenlos oder gegen Geld beweisen.“

Dass Dana White sich auf diese Kampfansage einlässt, ist allerdings eher unwahrscheinlich. Der 50-jährige hat keinerlei Erfahrung als Kämpfer und nur wenig sportlichen Hintergrund: White arbeitete in den frühen 90er-Jahren als Aerobictrainer in drei Fitnessstudios im Großraum Las Vegas.

In der Fury-Familie dagegen hat Kämpfen Tradition. Die Furys sind auch mit den Gormans verwandt, deren Mitglied Bartley Gorman in den 1970er und 80er-Jahren ein legendärer Bareknuckle-Fighter war. Angeblich gelang es ganze 25 Jahre lang niemandem, Bartley Gorman zu schlagen. Der britische Schwergewichtsboxer Nathan Gorman ist der Großneffe von Bartley Gorman und zugleich Cousin von Tyson, Hughie und Tommy Fury.

Tysons Vater John kämpfte in den 80er-Jahren unter dem Namen ‚Gypsy‘ John Fury zunächst als Bareknuckle-Kämpfer, später als professioneller Boxer. Zu zweifelhafter Berühmtheit gelangte John Fury aber, weil er bei einer Schlägerei einem Kontrahenten mit bloßen Fingern das rechte Auge ausgestochen hatte. Das halbblinde Opfer behauptete später bei der Gerichtsverhandlung, John Fury hätte versucht, ihm auch das zweite Auge auszustechen. John Furys Quittung:  eine 11-jährige Haftstrafe, von der Tysons Vater über vier Jahre absaß, bevor er entlassen wurde. Weil John Fury deswegen vorbestraft ist, kann er seinen Sohn Tyson nicht zu den Kämpfen in die USA begleiten.

Keine Frage: der Vater von Tyson Fury ist niemand, mit dem man unbedingt im Ring stehen will. Und so dürfte Dana White wohl schon aus den genannten Gründen dankend ablehnen. Es hatte zwar in der Vergangenheit Gerüchte gegeben, dass White und der frühere Mixed Martial-Kämpfer Tito Ortiz gegeneinander antreten wollen würden, die Begegnung kam aber nie zustande. Nachdem White angeblich an einer Innenohrstörung leidet, die neben Tinnitus auch Schwindelgefühl zur Folge hat, dürfte ein Kampf gegen John Fury aber auch schon aus medizinischer Sicht nicht in Frage kommen.

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5 Kommentare

  1. 11. März 2020 at 07:43 —

    Kein Kommentar!!

    • 11. März 2020 at 08:15 —

      das ist bereits ein Kommentar. 😉
      Die ganz Familie hat einen Dachschaden 😀
      Die rasten alle aus, wenn man ihnen nicht den “gebührenden Respekt” entgegenbringt. typischer Mangel an Selbstwertgefühl…und immer diese Wut, die damit einher geht…Hand in Hand…
      hier in Berlin gibt es auch ganz viele von denen, die ständig behaupten: “Er/Sie hat mich nicht respektiert!”
      (man muss sich das ganze natürlich mit dem richtigen Akzent vorstellen) 😉 😀

  2. 11. März 2020 at 11:38 —

    @ Ad-Monster

    Du meinst: “Ey, was guckst Du?” 😉

    • 11. März 2020 at 14:17 —

      Es gibt aber auch nette. Sie laufen in Grüppchen durch die Straßen und wollen helfen. Das erkennt man immer an der Frage: “Hast du ein Problem?” 😀

    • 11. März 2020 at 15:56 —

      Ach ja, und bevor sich jemand aufregt… mein Trauzeuge ist ein Türke und musste sich schon einige Sprüche von mir gefallen lassen 😉
      Wie schön doch das Leben ist, wenn man über sich selber lachen kann.

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