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Joe Smith jr schlägt Jessie Hart

Joe Smith jr schlägt Jessie Hart

„Er hat viel Herz”, sagte Smith nach dem Kampf über seinen Gegner: „Er ist sehr hart. Und er hatte den Willen, den Kampf zu gewinnen.” Hart wiederum erklärte, er sei mit einem Handicap in den Ring gekommen: „Ich habe mir vor einer Woche die rechte Hand verletzt. Aber ich möchte mich nicht rausreden. Joe hat einen großartigen Kampf gemacht.“

Fakt ist, dass Smith am Samstagabend im Hard Rock Hotel & Casino in Atlantic City den „besseren Job“ gemacht hat. Durchaus möglich, dass Hart Probleme mit seiner rechten Hand hatte, der 30-jährige aus Philadelphia schlug wenig, überließ Smith durchgängig die Initiative und ließ sich phasenweise fast ohne Deckung durch den Ring treiben

Aggressiv war allenfalls Harts Auftritt vor dem Kampf: ‚Hard Work‘ kam mit einer Henkersmaske zum Ring, eine Hommage an seinen Mentor Bernard Hopkins, der jahrelang als „The Executioner” unterwegs war.

Zwar hatte auch Hart „seine Momente“, aber es war Smith, der der Begegnung seinen Stempel aufdrückte. Hart versuchte, Smiths Angriffen auszuweichen, dem gelang es trotzdem, im Laufe des 12-Ründers viele schwere Treffer zu landen. In der 7. Runde musste Hart dann zu Boden gehen, im neunten Durchgang öffnete sich nach einem Treffer ein Cut über Harts linkem Auge. Ringrichter Harvey Dock ließ den Ringarzt die Wunde untersuchen, der gab den Kampf wieder frei und Smith setzte Hart weiter unter Druck.

Laut CompuBox landete Smith 135 von 501 Schlägen (27%), Hart 99 von 465 Schlägen (21%). Wenn man den Niederschlag mit dazu nimmt: eigentlich eine klare Angelegenheit. Was Punktrichter James Kinney aber nicht davon abhielt, auf seiner Scorecard Hart mit 95-94 zum Sieger zu erklären. Henry Eugene Grant und Joseph Pasquale werteten mit 97-92 und 98-91 für Smith jr realistischer.

Smiths Promoter Bob Arum, der sich verständlicherweise über das merkwürdige Urteil von Kinney ärgerte, plant Smith gegen den Sieger aus Eleider Alvarez vs Michael Seals antreten lassen. Smith selber würde gerne die Scharte der Niederlage gegen Dmitry Bivol auswetzen: „Aber was auch immer mein Team für das Beste hält, ich werde es schaffen” erklärte der 30-jährige nach seinem Sieg über Hart: „Ich lehne niemals einen Kampf ab.”

 

 

Im zweiten Hauptkampf des Abends stoppte Supermittelgewichtler Steve Nelson den Deutschtürken Cem Kilic in der achten Runde, als Kilics Trainer Buddy McGirt das Handtuch warf. „Buddy kennt seinen Boxer!“  erklärte Nelson: „Er weiß, wann es genug ist.” Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Nelson auf allen drei Punktrichterzetteln mit 70-63 vorn.

Auf der Undercard hatte Top Rank-Boxer Joseph Adorno viel Arbeit mit seinem Gegner Hector Garcia. Der mexikanische Leichtgewichtler war offensichtlich nicht nur angereist, um seine Börse einzustreichen und machte trotz seiner wenig beeindruckenden Bilanz von 14-7-4 dem Favoriten Joseph Adorno (14-0-1, 12 KOs), wesentlich mehr Mühe als erwartet. Am Ende sahen es die Punkrichter 77-75 für Adorno, 77-75 für Garcia und 76-76.

Die weiteren Kämpfe:

Schwergewichtler Sonny Conto holte einen KO1-Sieg über den völlig aus der Form geratenen Curtis Head. Der 23-jährige Conto (6: 0, 5 KO) schlug Head zwei Mal nieder, bevor Ringrichter David Frascioni den Kampf abbrach.

Im Halbschwergewicht brauchte Chris Thomas nur 47 Sekunden, um Samir dos Santos Barbosa in einem auf sechs Runden angesetzten Fight zu stoppen.

Mit Spannung hatten Boxfans den Auftritt des erst 17-jährigen Xander Zayas erwartet. In seinem dritten Kampf konnte Zayas den zugegebenermaßen unerfahrenen Corey Champion vier Runden lang dominieren. Zayas gewann mit 40-36, 40-36 und 40-35, schaffte es jedoch nicht, seinen Gegner auszuknocken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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