Bild: joejoyceboxing / Instagram

Joe Joyce – kein Interesse am Kampf gegen Marco Huck

Joe Joyce – kein Interesse am Kampf gegen Marco Huck

Nachdem Joe Joyce kein Interesse daran gehabt hat, seinen EBU-Europameistertitel – wie von der EBU angewiesen – gegen Marco Huck zu verteidigen, hat die European Boxing Union Joyce des Titels enthoben. Ein Umstand, den Marco Huck natürlich nicht unkommentiert ließ. Bei Facebook postete der 36-jährige ‚Käpt`n‘:

„Liebe Freunde und Unterstützer! Wie ihr vielleicht wisst, sollte ich gegen den angeblich so starken Engländer Joe Joyce um den EBU-Titel im Schwergewicht kämpfen. Ich war bereit, mit ihm in den Kampf zu gehen, da er als starker Kämpfer angesehen wird. Leider ist der Typ zu …., um mich im Ring zu sehen. Deshalb gab es ein langes Hin und Her von Seiten des Managements von Joe Joyce und Frank Warren. Zu Recht hat die EBU nun beschlossen, ihm den Titel zu entreißen. Ich freue mich auf den Kampf um diesen prestigeträchtigen Titel.“

Daneben zeigte Huck ein Schriftstück der EBU. Demzufolge ist der EBU-Europameistertitel im Schwergewicht nun vakant und wird zwischen Huck und dem „ersten verfügbaren topgerankten Boxer“ ausgekämpft.

Nun darf man gespannt sein, wer schließlich und endlich Interesse an einem Kampf gegen Huck und dem blauen Gürtel der EBU haben wird. Die ersten zwei bis drei Reihen der Division kann man hier wohl dezent ausklammern. Bei Dillian Whyte könnte ich mir allerdings sogar vorstellen, dass ein gewisses Interesse vorhanden ist. Nachdem das US-Debüt des ‚Body Snatchers‘ erst einmal ins Wasser fällt und Eddie Hearn anscheinend nach einem machbaren Gegner für Oktober sucht, würde sich ein Kampf gegen Huck geradezu anbieten.

Robert Helenius ist schon für das Rematch gegen Adam Kownacki verplant, vielleicht hätte aber Kubrat Pulev Interesse daran, das Ende seiner Karriere noch einmal mit einem Titel zu versüßen. Möglich wäre grundsätzlich auch, dass Tony Yoka sich gerne mit einer Europameisterschaft schmücken möchte.

Und dann gibt es auch noch Agit Kabayel. Laut SES-Pressesprecher Christoph Hawerkamp wäre die Begegnung zwischen Huck und Kabayel: „ein interessanter Kampf, aber wir sind bislang noch nicht in Verhandlungen.“

Jetzt bleibt abzuwarten, wer auf die Anfrage der EBU eingeht. Wie mir der Verband auf meine Anfrage mitgeteilt hat, wird die EBU sich der Reihe nach an die 15 am höchsten bei der EBU gerankten Boxer wenden :

„Dear Sir. the  challenger will be appointed following to the actual ratings and we will start from N. 1.
Kind regards
Enza Jacoponi
General Secretary“

32 Gedanken zu “Joe Joyce – kein Interesse am Kampf gegen Marco Huck

  1. Laut medien gilt kabayel als favourit. wieso erwähnst du ihn hier mit keinem wort? ich denke nach dem er seine us pläne begraben musste wäre der ebu titel ein guter nächster schritt wieder nach oben zu kommen. und ein fight gegen huck lässt sich auch gut promoten.

    1. Weil ich meine eigene Meinung habe. Und ich glaube nicht, dass Kabayel interessiert ist. Warum soll ich ihn also erwähnen? Vielleicht verrätst Du mir einfach mal, wo Du Dir Deine heissen Insider-Infos geholt hast.

      BoxingScene schreibt: “ … gibt es immer noch eine Reihe guter Kämpfer, die interessiert sein könnten. Die Liste umfasst Agit Kabayel, Tony Yoka, Kubrat Pulev, Dereck Chisora ​​und Daniel Dubois.“ Wenn Du daraus liest, dass Kabayel der Favorit ist … auch ok.

      Grundsätzlich möchte ich aber nicht irgendwelchen Kram, den Du woanders aufschnappst, hier mit Dir diskutieren.

      1. naja ganz einfach er ist der höchstgerankte (#4) und vermutlich verfügbare. whyte glaube ich kaum. Yoka schon eher der befindet sich ja auch in verhandlungen um dem EU Titel da würde er sicher den wertvolleren EBU Titel auch nehmen.

    1. ja die beiden sollten wirklich gegeneinander kämpfen das wäre ein sehr cooler kampf. aber charr kämpft jetzt erstmal vor gericht um millionen und huck wird sich die chance auf den em titel nicht entgehen lassen. danach ist das vielleicht drin. mal sehen welchen titel charr nach dem prozess hat.

      1. Auch der Titel wird Huck Null und Nichts bringen, da er einfach Null Strahlkraft hat.
        Also Huck, der „EM-Titel“ natürlich ebenfalls.

        Und ohne große PR-Maschine dahinter (wie damals mit den ÖR) wird das auch nichts mehr.
        Nicht einmal für einen großen Kampf.

        Und Charr…der wird nach dem Prozess vielleicht den Titel des dümmsten Prozessführers innehaben und bei Kadyrov die entstandenen Anwaltskosten einbetteln müssen aber sonst nichts.
        Seit dem Richter, der 2007 einen Waschsalon wegen verloren gegangener Hose auf 67mil$ verklagen wollte.
        Oder dem Mann, der nach 10 Jahren regelmäßigem RedBull-Konsum auf Flügel geklagt hat.

    1. Volle Zustimmung, aber gegen Charr könnte tatsächlich was gehen für Huckic mMn. Charr lässt sich ja zwischendurch schonmal gerne von CW aus dem Ring hauen. Alles Kämpfe die die Welt nicht braucht und eigentlich nur interessant sind, weil die Mehrheit gerne sieht wie diese „deutschen“ fake Boxer in ihr wahres Niveau zurückgewiesen werden. Die Sache ist durch in Deutschland, keiner sitzt mehr vorm TV um begeistert die künstlich in der „Weltspitze“ etablierten „deutschen“ Boxer gegen ausgewählte machbare Gegner zu sehen, geschweige denn dafür auch noch zu bezahlen. Die Fakeblase ist spätestens mit Catic, Stieglitz, Huckic oder Abraham Jan geplatzt. Keine Investition in den Nachwuchs keine Ergebnisse, so einfach ist das leider.

      1. da hast du leider recht das deutsche boxen ist tot und corona hat ihm den rest gegeben! schade aber ob man die wende ohne corona geschafft hätte? gut es schien ein klein bisschen aufwärts zu gehen mit den erfolgen von baraou, krasniqi und culcay. auch interessante kämpfe hätte es geben können. Charr um die wm, oder huck oder auch sturm gegen feigenbutz oder abraham. aber mit corona und kaum zuschauer rentiert sich das schon gleich dreimal nicht in deutschland.

          1. ich rede von der vergangenheit. und da war charr wm und es hätte titelverteidigungen in deutschland geben können. dieses kämpfe kamen aus verschiednene gründen nicht gegeben corona war einer davon. 2017-2019 hatte sie die lage im deutschen boxen leicht verbessert. man hatte wieder einige gute kämpfe gehabt, es sollte wieder boxen in der ard geben usw. dann kam corona um machte das zarte pflänzchen aufschwung gänzlich zunichte. mitlerweile ist boxen in deutschland nicht mal mehr randsportart. das interesse ist gleich null.

          1. Ich kann mich eigentlich Joyce nur anschließen – ich habe kein Interesse an einem Kampf mit Muamar Hukic.

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