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Ji-Hoon Kim schockt Alisher Rahimov und besiegt ihn nach Punkten

Am Freitagabend sorgte Ji-Hoon Kim für eine kleine Überraschung, als er den zuvor ungeschlagenen Usbeken Alisher Rahimov nach Punkten bezwang. Nach zehn Runden sahen ihn die Punktrichter in einem schwer zu scorenden Gefecht etwas schmeichelhaft deutlich vorne, nachdem er zwar den gesamten Kampf über sehr aktiv gewesen war, Rahimov aber die klareren Treffer gesetzt hatte.

Rahimov hatte von Anfang an kaum Probleme als deutlich kleinerer Mann in die Halbdistanz zu kommen, da Kim seine Größen- und Reichweitenvorteile gerne aufgab um den offenen Schlagabtausch anzunehmen. Abgesehen von einem unabsichtlichen Kopfstoß blieb die erste Runde jedoch recht ereignislos mit leichten Vorteilen für den aktiveren Kim. Auch in der zweiten und dritten Runde blieb Kim der deutlich aktivere Mann und feuerte jeweils deutlich mehr als 100 Schläge pro Runde ab, doch Rahimov landete die kürzeren, präziseren Treffer.

Ji-Hoon Kim wirkte im Ring deutlich größer als Rahimov und fast wie ein zwei Gewichtklassen höher boxender Mann, doch machte keinerlei Anstalten den Kampf lang zu halten. Er ließ konstant seine Fäuste fliegen, doch Rahimov blockte die meisten Schläge mit seiner hohen Deckung, während er ökonomischer mit seinen Schlägen umging und sich die Konter gut heraus pickte. Damit war es schwer den Kampf zu scoren, da man Kims oft ineffektive Aggression gegen Rahimovs saubere Schläge abwiegen musste. Kim hatte mehr Erfolg in der fünften und sechsten Runde, während Rahimov die vierte für sich hatte entscheiden können.

Immer wieder unterbrachen unabsichtliche Kopfstöße das Geschehen, hatten jedoch keinen weiteren großen Einfluss auf den Kampf. Stattdessen änderte sich das Bild kaum. Kim versuchte nun zwar in der siebten Runde ein wenig mehr seinen Jab zu benutzen um die Distanz zu halten, kam mit diesem jedoch kaum durch die Deckung von Rahimov. Trotzdem wirkte Kim ein wenig geschliffener als in den Kämpfen zuvor und technisch etwas ausgereifter.

Die achte Runde sicherte sich Rahimov wohl wieder, nachdem er Kim zwischenzeitlich an den Seilen hatte stellen können und ihn dort mit harten Treffern bearbeitet hatte. Kim wehrte sich zwar in der Folge und sorgte damit für die beste Runde des Kampfes, doch Rahimov hatte die klareren und härteren Treffer im Ziel. Bei noch zwei verbleibenden Runden schien es auf den Punktkarten eng zu sein, und Rahimov nahm sich eine Auszeit in der neunten Runde um in der zehnten Runde wieder besser zurück zu kommen, so dass sich die beiden Boxer die beiden Runden wohl teilten.

Nach klaren Treffern bewertet schien Rahimov knapper Sieger zu sein, doch dank seiner hohen Workrate und seiner Aggressivität war auch ein Sieg für Kim denkbar. Als die Karten der Punktrichter bekannt gegeben wurden, fiel das Urteil jedoch deutlich zu einseitig aus. Mit 98-92, 97-93 und 96-94 sahen die drei Neutralen Ji-Hoon Kim vorne, der sich durchaus ein wenig glücklich schätzen durfte als so klarer Sieger den Ring zu verlassen. Seine 1225 abgefeuerten Schläge hatten die Punktrichter jedoch wohl mehr überzeugt als die Treffer vom Usbeken.

Damit kassierte Alisher Rahimov seine allererste Profiniederlage, nachdem er zuvor seine ersten 23 Duelle gewonnen hatte. Ji-Hoon Kim feierte seinen dritten Sieg in Folge, nachdem er gegen Miguel Vazquez und Leonardo Zappavigna den Kürzeren gezogen hatte. Insgesamt verbesserte er seinen Kampfrekord auf 24 Siege und sieben Niederlagen.

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9 Kommentare

  1. egon ohmsen
    26. Mai 2012 at 08:11 —

    die russen können auch nichts mehr!!! rahimov,dimitrenko,aleksseev,fedchenko!!! alle verloren!!!!

  2. JohnnyWalker
    26. Mai 2012 at 08:34 —

    Typisch USA, ich hatte Rahimov mit 4 Runden vorn. Luftschläge und Schläge auf die Deckung hat die Amis schon immer beeindruckt.

  3. dcvdns
    26. Mai 2012 at 10:17 —

    egon ohmsen trainer vom tsc @

    und was ist mit Lebedev ?

    Würdest du ihn indie gleiche Schublade stecken wie die anderen Rubelboxer ?

  4. cuba style
    26. Mai 2012 at 15:39 —

    Was ein urteil man oh man

  5. johnny l.
    26. Mai 2012 at 15:55 —

    sch.eis.s.s urteil, tipp am a.rs.ch, f.u.ck!

  6. Ferenc H
    26. Mai 2012 at 16:52 —

    Auch wenn ich den (noch) nicht gesehen habe aber in Amerika legt man halt mehr wert auf aktivität und auf Erbsenzählerei wer jetzt nun die “klareren” Treffer hatte. Ich hatte zwar auf KO 4 gesetz aber die 8 Punkte nehme ich trodzem gerne mit 🙂

  7. Ferenc H
    26. Mai 2012 at 16:53 —

    Nicht auf Erbsenzählerei meinte ich

  8. egon ohmsen
    27. Mai 2012 at 02:33 —

    naja lebedev gibt es auch!!! aber im grossen und ganzen machen die russischen sportler
    ihre arbeit gut!! aber auch der roboter dzinziruk und sidorenko sind an der südamerikanischen schule gescheitert,sorry provodnikov genauso!!! na gut rummel sind sie nicht aber in der hall of fame haben russische boxer nichts verloren.

  9. dcvdns
    31. Mai 2012 at 16:41 —

    Und was haelst du von asiatischen Boxern ?

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