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Ji Hoon Kim gewinnt höchst unterhaltsamen Kampf gegen Yakubu Amidu nach Punkten

In einem Leichtgewichtskampf, der hielt, was die Ansetzung von Anfang an versprochen hatte, schlug Ji Hoon Kim am Freitagabend in Washington Yakubu Amidu in zehn Runden verdient nach Punkten. Der Südkoreaner war der konstantere Boxer in einer Schlacht zwischen zwei offensivstarken, aber defensivschwachen Brawlern und bewies, dass er hinten heraus noch mehr Luft hatte um sich den Sieg zu sichern.

Von der ersten Sekunde an nahm der Kampf volle Fahrt auf. Kim ging wie erwartet nach vorne und Amidu ließ sich nicht lumpen kompromisslos dagegen zu halten, was zu einer actiongeladenen ersten Runde führte. Kim feuerte harte, etwas ungelenke Schläge ab, während Amidu etwas mehr versuchte zu kontern, und beide Boxer legten wenig Wert auf ihre Defensive. Insgesamt feuerten beide Boxer in der ersten Runde zusammen über 150 Schläge ab, wovon auch viele von Kim intelligenterweise zum Körper von Amidu gingen. Nachdem der Südkoreaner leichte Vorteile in der ersten Runde genoss, kam Yakubu Amidu in der nächsten Runde besser auf. Es gelang ihm Kim in der Ringecke zu stellen um dort einige gute Kombinationen abzuladen. Zwar legte Kim einen sehr guten Schlussspurt hin, in dem er Amidu sogar etwas beeindrucken konnte, doch der Ghanaer hatte die bessere Arbeit in einer weiteren exzellenten Runde geliefert.

Aber Kim antwortete mit einer guten dritten Runde, in der Amidu zuerst noch eine brutale rechte Gerade von Kim gut nahm, dann aber eine Minute vor Schluss sichtlich angeschlagen war nach einer guten Kombination und sich nur durch exzessives Halten retten konnte. Auch in der vierten Runde kam Kim wieder gut durch und stellte Amidu mit einigen harten Treffern vor weitere Probleme. Der Ghanaer klammerte erneut und hielt sich auf seinen sehr wackligen Beinen nur um kurze Zeit später wieder voll mit zu schlagen.

Das horrende Tempo der Anfangsphase ließ mittlerweile ein wenig nach, doch blieb weiterhin höher als das der meisten anderen Kämpfe, und Yakubu Amidu war in der fünften und sechsten Runde derjenige, der davon profitierte, da dieser nun seine überlegene Technik etwas mehr ausspielen konnte und Kim inzwischen vor sich her trieb. Erst ganz zum Schluss der sechsten Runde zeigte Kim wieder seine beeindruckende Offensive, als er einen Schlussspurt hinlegte, in dem er einige gute Kopftreffer setzen konnte. Dadurch neu motiviert erwischte Kim auch wieder eine stärkere siebte Runde, in der es vor allem immer wieder die rechte Gerade war, die Amidu sauber am Kopf erwischte und durch rüttelte. Zu allem Überfluss zog sich Amidu in dieser Runde einen Cut über dem linken Auge zu.

Dieser schien früh in der achten Runde ein ernsthaftes Problem zu werden, da er sich sofort wieder öffnete und verschlimmerte. Außerdem schien Amidu selber ein Problem damit zu haben, da er plötzlich passiver wurde und Kim aus der Distanz boxen ließ, was diesem überraschend gut gelang. Als der Gong zur neunten von zehn Runden ertönte, schien Kim mit mindestens zwei Runden vorne zu liegen, so dass Amidu sich etwas einfallen lassen musste, wenn er den Kampf noch drehen wollte. Doch auch in Runde Neun ließ dieser Kim die Action initiieren und somit stets die Oberhand behalten. Kim setzte meist drei bis vier Treffer ehe Amidu sich entschied mit einem Schlag zu kontern. Der Südkoreaner besaß einfach noch mehr Energie und gewann die Runden alleine schon durch seine höhere Aktivität. Auch in der zehnten Runde änderte sich daran nichts und obwohl Amidu noch einmal alles gab, war der Sieg für Kim nicht mehr wirklich gefährdet. Die drei Punktrichter sahen am Ende den südkoreanischen Publikumsliebling mit 96-94, 98-92 und 97-93 vorne.

Für Ji Hoon Kim war es der zweite Sieg in Folge nachdem er zum Ende des Jahres 2010 zwei Niederlagen hatte hinnehmen müssen. Er verbessert damit seinen Kampfrekord auf 23-7 (18 KOs). Yakubu Amidu fand sich nach vier Siegen in Folge das erste Mal seit 2008 wieder auf der Verliererstraße wieder und verschlechterte seinen Kampfrekord auf 20-3 (18 KOs).

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