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Jessie Vargas verliert vorzeitig gegen Liam Smith

Nach dem Bericht über die Frauenkämpfe am gestrigen Abend in New Yorker MSG soll natürlich auch ein Highlight aus dem Männerboxen nicht unerwähnt bleiben. Zwischen dem Amerikaner Jessie Vargas aus Las Vegas und dem Briten Liam Smith aus Liverpool sollte es um den WBO-Interconti im Super-Weltergewicht gehen. Smith hatte den Kampf nach 4 Runden im Griff und siegte in dem auf 12 Runden angesetzten Fight durch TKO in Runde 10.

Nach einem guten Start und 3 gewonnenen ersten Runden begann Vargas abzubauen. Im Gegenzug hatte Smith nun endlich in den Kampf gefunden und gab keine Runde mehr ab. Vargas stand viel zu oft an den Seilen und ließ Smith arbeiten – so sah es zumindest aus.

Scheinbar war Vargas nicht darauf eingestellt, dass Smith so stark aufkommt. Lag es an schlechter Vorbereitung oder hatte Vargas sich in den ersten Runden zu sehr verausgabt? Wir wissen es nicht, aber das Resultat aus diesen Voraussetzungen war dann eindeutig. Vargas boxte noch mit, konnte aber die „Machtprobe” in den Runden 4 bis 7 nicht für sich entscheiden.

Ab der 8. Runde waren dann alle Hymnen gesungen. Vargas versuchte noch einmal zu retten, wo es nichts mehr zu retten gab. Der Kampf neigte sich in Runde 9 seiner vorzeitigen Entscheidung zu. Dazu kam es dann in Runde 10, als Smith Vargas wieder einmal an den Seilen mit Schlägen eindeckte. Ringrichter Steve Willis beendete den ungleich gewordenen Kampf, weil Vargas einfach zu viel Schläge an den Kopf kassierte. Die Punktrichter brauchten nicht mehr zu rechnen. An der Entscheidung des Ringrichters gab es keine Zweifel.

Für Vargas war es die vierte Niederlage seiner Karriere. Er verlor dabei zum ersten Mal vorzeitig. Für Smith war dieser Sieg wichtig, wenn er sich vielleicht für einen WBO-Titelshot qualifizieren will. Ein Eliminator-Kampf gegen den Australier Tim Tszyu wäre jetzt bestimmt keine schlechte Idee.

Hier der Kampf:

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