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Jermell Charlo holt sich „seinen“ Gürtel zurück

Das Rematch zwischen Tony Harrison und Jermell Charlo wurde durch einen vorzeitigen Sieg Charlos entschieden. Es gelang ihm damit, „seinen“ WBC-Gürtel zurück zu holen, den er vor einem Jahr durch eine knappe Punktniederlage an Harrison abgeben musste. Beide Boxer zeigten einen guten actionreichen Kampf, der nach 10 Runden auf den Punktrichterzetteln noch nicht entschieden war.

Eine frühzeitige Schrecksekunde gab es für Harrison, als ihn Charlo in Runde 2 auf den Boden zwang. Doch das hatte noch keinerlei Auswirkungen auf die Kampfmoral des 29-jährigen „Bad Boy“ aus Detroit. Im Gegenteil: In den folgenden Runden war es eher Harrison, der dem ebenfalls 29-jährigen „Ironman“ aus Houston das Leben schwer machte. Trotz der enorm hohen Motivation, „seinen“ Gürtel zurück zu bekommen, konnte sich Charlo punktemäßig nicht überdeutlich von Harrison absetzen. Das er nach 10 Runden bei zwei Punktrichtern vorne war, konnte Charlo nicht wissen.

Nach den ersten 7 Runden wurde der Kampf im 8. und 9. Durchgang etwas langsamer. Scheinbar wollten Beide für die letzten Runden noch etwas „Körner sparen“. In Runde 10 gab es wieder mehr Tempo. Die war dann auch wieder recht ausgeglichen. Das „Aus“ für Harrison kam in Runde 11. Er musste zwei Mal runter. Charlo feierte sich beim zweiten Niederschlag schon in seiner Ecke als Sieger. Doch der Kampf wurde von Jack Reiss noch einmal frei gegeben. Charlo zog jetzt alle Register um ein KO zu erzwingen. Harrison kassierte dabei zu viel und Reiss wurde seiner Verantwortung gerecht: Er nahm Harrison stehend aus dem Kampf. Resultat: KO 11 Sieg für Jermell Charlo. Und damit ging „sein“ Gürtel wieder mit nach Houston.

Es mag vielleicht wieder einmal Diskussionen geben, ob dieser Abbruch, womöglich gegen den Willen des Boxers, gerechtfertigt war: Ja war er. Wir haben in diesem Jahr schon genug gesehen und gehört. Es ist immer so, dass ein Boxer seine Gesundheit riskiert, wenn er in den Ring steigt. Aber es muss nicht sein, dass ein Boxer seine Gesundheit ruiniert. Es ist die allererste Aufgabe des Ringrichters, dass zu verhindern.

Hier der Kampf in voller Länge:

Auf der Undercard sah man u.a. einen Schwergewichtskampf zwischen Efe Ajagba und Iago Kiladze. Der Georgier erwies sich auch dieses Mal als guter Aufbaugegner. Ajagba brauchte bis in die 5. Runde, um Kiladze zu finishen. Genau so lange brauchten auch Joe Joyce und Michael Hunter. Gegen Adam Kownacki blieb der Georgier bis in Runde 6 auf den Beinen.

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